In F. Gary Grays Film "The Negotiator" (1998) spielt Samuel L. Jackson den Polizisten Roman, der Mitglied eines Teams ist, das sich auf die Auflösung von Geiselnahmen spezialisiert hat. Es scheint ein eingeschworenes Team zu sein, dann wird Romans Kollege Nate ermordet, der ihm zuvor über Unregelmäßigkeiten im Polizisten-Pensionsfonds berichtet hatte. Roman wird verdächtigt, Nate getötet zu haben, da man Waffen am Tatort findet, die Roman vorher konfisziert hatte. Offensichtlich wurden sie jedoch am Tatort absichtlich plaziert, um ihn zu belasten.
Roman nimmt nun seinerseits in einem Hochhaus Polizisten als Geisel, von denen er glaubt, dass sie in der Sache drinhängen. So will er die Wahrheit über den Mord rausfinden.
Soweit das Set-up dieses Films, das m.E. etwas an den Haaren herbeigezogen ist. Auch die Forderung Romans, während der Geiselnahme nur mit dem externen Experten Sabian (Kevin Spacey) zu verhandeln, erschließt sich nicht unbedingt. Trotzdem entwickelt der Film einen guten Drive, da die Charaktere durch die Bank überaus glaubhaft gespielt werden. Das liegt hauptsächlich an den Schauspielern, die - allen voran Jackson - genau wissen, was sie tun.
"The Negotiator" ist zum einen Action-, zum anderen Kriminalfilm. Die Frage, wer denn Nate ermordet hat (whodunit), lässt einen am Bildschirm kleben und man wartet bis zum Ende auf die Lösung. Das ist drehbuchtechnisch wichtig, da man davon ausgehen kann, dass die Sache für Roman aka Jackson gut ausgehen wird.
Fazit: Nichts wirklich neues, aber solide gemachte Ware, die man gerne häufiger geliefert bekäme.
7,5/10