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Und so bietet die CD einen Querschnitt durch Bachs geistliche musikalische Welt. Und ob wir nun gläubige Christen sind, unabänderliche "Nichtchristen" oder nur halbherzige "Konventionschristen"; diese Musik bewegt, erregt und überwältigt. Vor allen Dingen dann, wenn das Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon mit von der Partie ist. Denn das Ensemble ist ein Kraftwerk. Dabei produziert das Ensemble einen eher gedeckten Klang und auch die Tongebung ist nicht allzu schroff . Da ist man schon ganz anderes von "Originalklang"-Gruppen gewöhnt. Und so sind es besonders die sehr scharf gesetzten Akzente, die dem Ganzen eine enorme Spannung verleihen. Ein Ensemble, das wie geschaffen scheint für Angelika Kirchschlagers zart tönende Interpretation und ihrer erfrischenden unprätentiösen Art. --Teresa Pieschacón Raphael
Aus der Amazon.de-Redaktion
Die beliebte österreichische Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager -- Schülerin des unvergessenen Baritons Walter Berry -- präsentiert auf ihrer neusten CD eine Auswahl von geistlichen Arien aus Johann Sebastian Bachs Kantaten sowie aus der Messe h-Moll, der Matthäuspassion und dem Weihnachtsoratorium. Hervorragend begleitet wird sie vom Venice Baroque Orchestra unter Leitung von Andrea Marcon.
Was an Angelika Kirchschlagers Bach-Gesang begeistert, ist ihr kraftvoller, natürlicher Zugriff auf das gesangstechnisch schwierige Repertoire: Gleich in der prachtvollen ersten Arie "Erfreute Zeit" aus der Kantate BWV 83 kann keine Koloratur sie schrecken, und in "Schlummert ein, ihr matten Augen" aus der Kantate BWV 82 zeigt sie, wie weich und geschmeidig sie ihre warme Stimme führen kann.
Zu den bekanntesten Stücken der CD gehört neben "Bereite dich, Zion" aus dem Weihnachtsoratorium und "Erbarme dich" aus der Matthäuspassion -- beide meistert Kirchschlager mit Bravour -- auch "Laudamus te" aus der h-Moll-Messe: Im Dialog mit der von Bach sehr virtuos geführten Violine gestaltet die Sängerin die großen melodischen Bögen dieser Arie stimmschön und mit sicherem Instinkt für Bachs Kunst des nahtlosen Ineinandergreifens von Text und Musik.
Etwas merkwürdig ist einzig die das Programm beendende Version des Weihnachtsoratoriums-Chorals "Wie soll ich dich empfangen": Aus dem vierstimmigen Chor- und Orchestersatz wurde kurzerhand eine instrumental begleitete Solonummer gemacht, wobei -- glücklicherweise -- kein Eingriff in den Notentext nötig war. Der vorweihnachtlichen Stimmung wurde so etwas nachgeholfen; zum Ausklang einer so schönen CD ist das verzeihlich. --Michael Wersin
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