Kurzbeschreibung
Eine Sondergenehmigung des Dalai Lama bot die Möglichkeit, die auf indischem Boden erhaltenen, jahrhundertelang verborgenen Kunstschätze der frühtibetischen Klosterkultur photographisch zu erschließen. Eine faszinierende Wiederentdeckung der tibetischen Vergangenheit.
Der Autor über sein Buch
Das Kloster Tabo, Der Große Übersetzer, die Region SpitiDurch die Unterstützung Seiner Heiligkeit, des Dalai Lama und des Archaeological Survey of India wurde es möglich, daß dieses Buch die erstmalige Dokumentation der bedeutenden Kunst- und Kulturstätten der vierzig Jahre lang unzugänglich gewesenen Himalaya-Regionen Spiti und Nordkinnaur zum Inhalt hat. Vom großen Tibetologen Tucci zum ersten Mal in den 30er-Jahren besucht, bezeugen 185 z.T. großformatige Farbfotos nun die Pracht der kaschmirisch/tibetischen Plastiken und Wandmalereien der buddhistischen Klöster von Tabo, Lhalung, Dhankar, Nako und Pooh in ihrer ganzen Herrlichkeit. Diese in den kleinen Grenzregionen gelegenen Klöster stellen, bedingt durch die chinesische Invasion Tibets, die ältesten unverändert erhalten gebliebenen Kulturstätten des gesamten tibetischen Kulturkreises dar. Doch es ist die außergewöhnliche Schönheit der Tempel-Innenräume, alle in der Hauptsache auf das 10.-13.Jh. zurückreichend, gestaltet nach den philosophischen Maßgaben des Großen tibetischen Übersetzers, Lotsava Rinchen Zangpo, die diese Dokumentation so wertvoll macht. In diesem Stil gestaltete Kunstwerke, wie Bronzen etc. finden sich heutzutage in den bedeutenden Sammlungen der Welt (u.a Metropolitan Museum of Art, New York), 1997 entschied sich die UNESCO dazu, das bedeutendste Kloster der Region, Tabo, zum Weltkulturerbe zu erklären. Ein auch für den interessierten Laien zugänglicher Text, macht die Dokumentation, unterstützt durch 8 Karten, zu einer "faszinierenden Wiederentdeckung tibetischer Kultur", die sich auch als Führer durch die Tempelanlagen eignet. Geleitwort des Dalai Lama und von Madanjeet Singh (UNESCO).