The Lost World
Deutscher Titel: Die verlorene Welt
USA 1925
Mit: Paula White, Lewis Stone, Wallace Beery, Lloyd Hughes u.A.
Modellbauten und Figurenkreation: Marcel Delgado
Tricktechnik: Willis O'Brien (Stop Motion-Technik)
Regie: Harry O. Hoyt
Bild: SW / gut
Sprache: Stummfilm
Synchron: Extra-Fassung - vortrefflich eingefügte deutsche Synchronisation und Intonisierung ohne Kommentartext (Zwischentitel) (73 Minuten)
Kommentartext: Fassung mit englischem Kommentartext (Zwischentitel) (93 Minuten)
Literarische Vorlage: nach dem gleichnamigen Roman von Arthur Conan Doyle
Genre: Fantasy > Monsterfilm > Literaturverfilmung > Science Fiction >
Eine Expedition untersucht in Südamerika ein unerschlossenes Hochplateau. Dort leben noch riesige Dinosaurier, die genauso leben wie vor Millionen von Jahren. Die fleischfressenden Raubsaurier attackieren die Pflanzenfresser, kollosale Zweikämpfe prägen das urzeitliche Terrain. Die zu kleinen Männchen degradierten Menschen haben alle Hände voll zu tun, um ihr eigenes Leben in Sicherheit zu bringen. Zudem verfolgt und bedrängt sie ständig ein wilder und dreister Menschenaffe. Der Ausbruch eines riesigen, lavaspeienden und alles niederbrennenden Vulkans bildet den Höhepunkt der packenden Trickszenen. Ein verletzter Riesensaurier wird per Schiff nach London gebracht. Dort bricht er aus und richtet vor den Augen entsetzt fliehender Londoner viel materiellen Schaden an, bevor er sich ins tiefe Wasser flüchtet.
Gleich am Anfang müssen einige Fehlinformationen und Irrtümer ausgeräumt werden.
Die Angabe der Filmdauer von 112 Minuten am Cover der DVD ist falsch und ein schlampiger Tippfehler. Sie könnte sich ergeben haben aus der Tatsache, dass die deutsch-synchronisierte Fassung des Filmes 1,12 Stunden beträgt. Seriöse Angaben über verschiedene Filmlaufzeiten geben eine Höchstdauer von 106 Minuten an.
Die Stummfassung mit den englischen Zwischentiteln ergibt auf der DVD eine Laufzeit von 93 Minuten. Somit darf gefolgert werden, dass die deutschsynchronisierte Fassung ohne Zwischentitel die volle Bildlaufzeit enthält und keine Filmteile fehlen, außer die unnötigen Zwischentitel. Hingegen ergibt die Fassung mit den Zwischentiteln eine Dauer von 93 Minuten, da die Zwischentitel relativ viel Zeit beanspruchen.
Natürlich handelt es sich bei diesem Film um eine revolutionäre Innovation, die wegweisend sein wird für spätere Tricktechniken und Trickfilme. Die Stop-Motion-Animation wurde seitens Willis O'Brien verfeinert, so dass der Weg grundgelegt wurde für nachfolgende Fantasy- und Trickfilme. Die Szenen mit den urzeitlichen Riesen sind sehr gut gemacht, vor allem die Szenen mit den Jungtieren neben ihren Eltern.
Ein sensationell trickinnovativ gelungener Fantasyfilm.