Noch ein Reiseführer? Jein. Ein Reiseführer beschreibt die schönen Seiten eines Landstrichs und seiner Menschen. Hier geht es nicht um Sehenswürdigkeiten, sondern eher Sehensunwürdigkeiten. Dieser Reiseführer beschreibt lost places. Verlorene Plätze sind meist architektonische Hinterlassenschaften vergangener Zeiten, manchmal aus heutiger Zeit. Sie alle haben eines gemeinsam - sie sind vergessen oder werden nicht mehr als sehenswert betrachtet. Vor langer oder kurzer Zeit waren sie jedoch Mittelpunkt von Entwicklungen und standen im Fokus der Menschen. Meist sind es Plätze, die sich nicht so einfach wegräumen lassen. Sie sind zu groß oder zu schwer, um einfach abgebaut zu werden. Andere sind wirklich einfach vergessen worden. Die schönen Seiten der Touren werden nicht zu kurz kommen. Abenteuer und Erholung sollen sich die Waage halten. Die interessanten Aspekte der Berliner und Brandenburger Landschaften können auf vielfältige Weise erkundet werden. Der Weg zu den lost places ist intensiv mit der Natur und der Geschichte der Regionen verbunden. Zahlreiche Reiseführer helfen, sich in der Vielfalt der Ausflugsziele zurecht zu finden. Sehenswürdigkeiten sind in Berlin und Brandenburg keine Mangelware. Die Auswahl kann unter verschiedenen Gesichtspunkten erfolgen. Wer Spaß haben will, sucht die Erlebnisplätze, wer Geschichte mag, die Denkmäler, Museen und geschichtsträchtigen Orte. Literaten finden ihre Dichter und Diätverächter die besonderen Küchen.
Die Ziele der hier beschriebenen Routen sind anders. Sie stehen nicht in Reiseführern, denn sie wurden vergessen und sind verloren. Die Routenbeschreibungen führen von lost place zu lost place. Wer etwas Individuelles sucht, ist hier richtig. Keine spektakulären Dinge. Eher die leisen Töne werden angeschlagen, die auch zum Nachdenken anregen.