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Vergessene Künste: Bilder vom alten Handwerk
 
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Vergessene Künste: Bilder vom alten Handwerk [Gebundene Ausgabe]

John Seymour
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Urania, Freiburg; Auflage: 3., Aufl. (Juni 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3783162033
  • ISBN-13: 978-3783162035
  • Größe und/oder Gewicht: 28 x 21,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 221.523 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Seymour
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

1867 veröffentlichten die US-amerikanischen Schriftsteller Becher und Stowe unter dem schönen Titel The American Women's Home ein Buch, das zum Ruhme haushaltstechnischer Fertigkeiten und ihrer profunden Kennerin, der Hausfrau, geschrieben wurde. Erklärtes Ziel der beiden Autoren war, "das Ansehen all der schwierigen Tätigkeiten zu heben, die für ein schöneres Familienleben ausgeübt werden, und damit zu erreichen, dass sie den angesehensten männlichen Berufen gleich geachtet werden".

In dieser Tradition bewegt sich auch John Seymor, der in seiner Anthologie vergessener Haushaltstechniken das universale, heute nahezu verloren gegangene Genie der Hausfrau vergangener (vor allem viktorianischer) Zeiten heraufbeschwört. Und er übt konservative Kulturkritik in einer Sprache, die schon dem Freiherrn von Knigge gut zu Gesicht gestanden hat: "Heutzutage gibt es ja alle möglichen Fertiggerichte, die kaum noch Zubereitung erfordern", schreibt Seymour voller Mitleid, "Bedauernswert erscheinen mir die armen Menschen, die sich lediglich noch mit der Flimmerkiste trösten können. Aber es gibt auch noch gemütliche Haushalte und Gott sei Dank echte Hausfrauen. Sie zu loben wurde dieses Buch geschrieben".

Ansonsten weist Seymour kundig ein in die altbewährte und heutzutage verschüttete Kunst der Haushaltsführung. Er beschreibt die artifiziellen Fertigkeiten des Kochens am offenen Feuer und der Bierbrauerei, der Milcherzeugung sowie –verarbeitung oder des Waschens mit Seifen und Laugen, illustriert Spinnen und Weben oder den alltäglichen Kampf mit dem Ungeziefer, sodass man wirklich oft sehr verblüfft ist über das, was die historische Hausfrau am Tag so zu bewältigen hatte. Und er führt allerlei antiquierte Utensilien wie Bettpfannen, Eiserzeuger oder Sturzbutterfässer ins Feld, die manchen Leser entgegen der Absicht des Autors vielleicht auch etwas froh werden lassen, dass heute alles sehr viel leichter geht. Natürlich sind nicht alle der angeführten Techniken und Instrumente tatsächlich vergessen (an die hölzerne Wäscheklammer oder die Axt wird sich mancher sicher noch erinnern), aber selbst die sind natürlich durch die fortschreitende Technik vom Aussterben bedroht.

"Reden wir über unsere Zivilisation", schreibt Seymour, "dann denken wir meist an Menschen wie Michelangelo, Shakespeare, Beethoven oder Einstein. Wir alle lobpreisen sie, die so viel zur Bereicherung unseres Lebens beigetragen haben. Aber was wären sie wohl gewesen ohne den Ausgleich eines gemütlichen Heims?" Es sei einmal dahingestellt, inwieweit Genie und Häuslichkeit immer so unbedingt einhergegangen sind (und inwieweit etwa Shakespeare zum Verfassen seiner blutigen Königsdramen tatsächlich ein gemütliches Heim gehabt haben muss): Von manch abstruser sprachlicher Formulierung abgesehen nämlich ist Seymours Band ein volkskundlich überaus interessantes Kompendium zur Archäologie der Alltagskultur geworden. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

John Seymour, geboren 1914, erzogen in England und der Schweiz erzogen. Studium der Agrarwissenschaft, danach tätig zwei Jahre auf englischen Bauernhöfen. Anschließend fast zehn Jahre in Afrika Leitung einer Schaf- und Rinderfarm; auch tätig als Tierarzt. Nach dem Krieg Landwirtschaftsexperte für die Regierung Großbritanniens. Zahlreiche Veröffentlichungen und Arbeiten für den Rundfunk. Der Autor lebt heute in Irland.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Warum hat mich niemand davor gewarnt?!
Da erzählt ein Autor, der die Welt mit der Weisheit eines Alten, jedoch mit der ungebrochenen Neugier eines Kindes betrachtet und Wissen in sich aufsaugt wie ein trockener Schwamm, von Erlebnissen und Erfahrungen von allen Enden der Erde und dennoch ist er ständig am Suchen: Nach allen erdenklichen Handwerkstechniken, vor allem solchen, die drohen in Vergessenheit zu geraten. Voller Staunen und Respekt läßt er uns Handwerkern aussterbender Berufe über die Schulter und auf die Finger schauen, und gibt uns, begleitet von seinen wirklich auch laientauglichen Erklärungen der einzelnen Arbeitsschritte das Gefühl, das auch erlernen zu können, ja er macht uns Lust darauf! Von der Herstellung eines Holzlöffels bis zur Blockhütte, vom Weidenkorb bis zum Rindenboot (einschließlich des Schälens der Rinde), ob Kalkmeiler oder Holzschuh, ob Wolle, Leder oder Flachs, kein Bereich oder Werkstoff, dem wir in irgendeinem Bereich unseres unseres Lebens begegnen könnten wurde ausgespart. Nur schwer kann man nach der Lektüre den Reflex unterdrücken, sofort den Strom abzumelden, denn John Seymour zeigt uns, wie es geht, in dem er beinahe ausschließlich Techniken, die ohne elektrische Maschinen auskommen bespricht. Man wird nicht Derselbe sein wie vor dem Lesen dieses Buches! Nur schwer kann man verhindern, dass man beim nächsten Spaziergang nicht einfach Landschaft sieht, sondern beginnt, Bäume, Stämme, Äste als Werkstoff zu sehen und vielleicht im Geiste bereits eine Astgabel für den Griff eine
s Spazierstocks verplant,(oder doch lieber für Holzschuh-Sohlen?), oder den Boden auf seinen Lehmgehalt abschätzt.
Aber nicht nur Wissen vermittelt er in wunderbar einfacher Weise, sondern, und zwar ohne jede Schulmeisterei, auch Erkenntnis. Erkenntnis darüber, welche Auswirkungen das Verschwinden dieser ursprünglichen Techniken für uns, unsere Kinder, die Gesellschaft und unseren Planeten hat. Da ist die zwischendurch eingestreute Erklärung eines Hefekorbes, der, aus den nachwachsenen Zweigen der Kopfweide in einer weniger aufwendigen Technik hergestellte "Einweg-Korb". Man benutzte ihn zum Transport der überschüssigen Bier-Hefe von der Brauerei zu den Bäckereien, die die Hefe benötigten und danach war er willkommenes Heizmaterial. Er fiel der Industrialisierung zum Opfer und wurde durch Karttons ersetzt. Ich weiß nicht, wielange ein Korbflechter für die Herstellung so eines Korbes brauchte, aber ich weiß, wie lange ein Baum braucht, bis er als Papier-Rohstoff gefällt wird. War Ihnen bewußt, wieviele Bäume jeden Tag gefällt werden, um als Altpapier oder, schlimmer noch, als Müll zu enden? Mir nicht, und die genaue Zahl, sollte sie überhaupt jemand kennen, steht nicht in dem Buch. Aber nun ist mir diese Tatsache bewußt, wie vieles andere ebenfalls, das ich aus diesem wunderbaren Buch gelernt habe.
Mit diesem Buch taucht man in eine ent-schleunigte Welt ein und es wird einem klar gemacht, dass Handwerk und Handarbeit in Wirklichkeit nicht zu langsam sind, sondern wir zu schnell! Wenn ein Stuhl aus massivem Holz, aus dem obendrein keine giftigen Kleberdämpfe entweichen, ein Leben lang hält, ist es doch völlig irrelevant, dass seine Herstellung etwas länger gedauert hat, als bei Verwendung von motorgetriebenen Geräten und billigen Spanplatten. "Ist das nicht zu teuer? Das kann ich mir doch nicht leisten!", höre ich mich selber wie aus einer anderen Welt fragen, aus einer Welt, in der Wegwerfmöbel, die bei einer Übersiedlung zu zerlegen gar nicht mehr lohnt, da meist ein Wiederzusammenbau gar nicht mehr zufriedenstellend erfolgen kann. Es ist die Welt VOR der Lektüre dieses Buches. DANACH sieht man im Geiste die Mülldeponie - wegen der enthaltenen Kleber und Bindemittel sind moderne Möbel, wenn sie ausgedient haben, ja nicht einmal mehr brauchbares Brennmaterial! - mit der nicht geringen Anzahl von Stühlen, die man/frau so in einem Menschenleben verbrauchen wird und daneben den einen, in liebevoller Handarbeit hergestellten Stuhl aus massivem Holz, der einem treu sein wird.
John Seymour, dieser bodenständige, begnadete Erzähler mit Weitblick und Verstand starb im Jahr 2004. Zu gerne würde man ihm danken wollen, mit ihm sprechen, ihm weiter zuhören.
Menschen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist, und die Handwerk schätzen, wird dieses Buch begeistern, und alle anderen zum Nachdenken anregen!
Vorsicht! Macht süchtig und ist - hoffentlich sehr - ansteckend!
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58 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wer gerne etwas mehr über althergebrachte, zum Teil fast vergessene Techniken wie Bier brauen, Buttern und Käsen, Tuch färben, Weben u.ä. erfahren möchte, findet in diesem Buch einige aufschlussreiche, vielseitige und gut gegliederte Informationen. Es lohnt sich, bei der Suche nach Erklärungen und Erläuterungen zu alten Haushaltstechniken, in dieses Buch zu sehen.
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35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
nostalgischer Charme 4. Oktober 2007
Von Running Monk TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Zugegeben, der besserwisserische Ton mit erhobenen Zeigefinger von John Seymour kann in seinem "Loblied auf die Hausfrau" manchmal nervend sein. Aber das Buch gehört zu meinen Favoriten im Bücherregal - und das schon seit Jahren. Es ist nicht sehr vertiefend, aber hoch interessant und manch eine gute Idee habe ich von dort herausgesogen.
Da es durchgehend bebildert ist, empfehle ich es als Geschenk. Und ich denke, auch junge Leser können über das Leben früher gut unterrichtet werden!

Dummerweise zu 95 % auf das viktorianische England bezogen...
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Die neuesten Kundenrezensionen
Vergessene Künste: Bilder vom alten Handwerk
Schnelle Lieferung, alles im gutem Zustand. Dankeschön!Das Buch ist sehr schön gestaltet und enthält sehr viel wissen über das alte Handwerk. Lesen Sie weiter...
Vor 27 Tagen von Schneeflocke veröffentlicht
Vergangene Haushalt Techniken
Dieses Buch gibt mir diverse Einsichten in alte Haushalttechniken, welche sogar auch selber wieder nach diesen Angaben erarbeitet werden können.
K. Villiger
Vor 7 Monaten von Villiger Jakob veröffentlicht
Nett
Nettes Buch mit vielen nostalgischen Zeichnungen. Es ist in den Beschreibungen aber nicht zu verwechseln mit Büchern wie 'Altbewährtes Neu Entdeckt' u.ä.! Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Andreas N. veröffentlicht
Mehr erwartet..
...hatte ich von diesem Buch, nachdem ich die anderen Bücher von J. Seymour mit Begeisterung gelesen hatte. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von HalloMiriam veröffentlicht
Interessant
Dies ist ein sehr schönes Buch, von dem man erfahren kann, "was" früher alles benutzt wurde, um verschiedene Arbeiten zu verrichten. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Nadide Türk veröffentlicht
Fast vergessene Techniken
Mein Hobby sind Techniken aus der Stein- und Bronzezeit, also altes Handwerk. Sehr gute Beschreibungen habe ich nur in diesem Buch gefunden.
Sehr empfehlenswert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. September 2009 von N. Hirschinger
Reingefallen! Welch ein Witz...
Wenn man ein Buch mit Abbildungen sucht, von Werkzeugen und Dingen der früheren Zeit, z. B. als Sachbuch für Kindergarten und Grundschule, kann man sich das zulegen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. März 2008 von little anna
Von Pütt und Pann
Wenn man sich in die Abbildungen und Erläuterungen Seymours vertieft, wird dem Leser augenscheinlich klar, dass sich die Arbeit im Heim und am Herd in den letzten 50 Jahren... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Februar 2008 von Britta Bollenhagen
amüsant und informativ
Seymour gibt in diesem Buch Auskunft über verschiedene Alltagshandlungen und wie sie früher von technischem Gerät unterstützt wurden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2004 von Shannara
Überflüssige persönlich Kommentare des Autors
Inhaltlich entspricht das Buch meinen Erwartungen: die zahlreichen Abbildungen sind nett und informativ, es werden auch Begriffe erklärt, die aus dem heutigen Sprachgebrauch... Lesen Sie weiter...
Am 3. Juni 2002 veröffentlicht
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