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Vergessene Haushaltstechniken
 
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Vergessene Haushaltstechniken [Gebundene Ausgabe]

John Seymour
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, Dezember 2005 --  
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
  • Verlag: Urania, Freiburg; Auflage: N.-A. (Dezember 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3332018345
  • ISBN-13: 978-3332018349
  • Größe und/oder Gewicht: 28,2 x 21,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 230.541 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Seymour
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

1867 veröffentlichten die US-amerikanischen Schriftsteller Becher und Stowe unter dem schönen Titel The American Women's Home ein Buch, das zum Ruhme haushaltstechnischer Fertigkeiten und ihrer profunden Kennerin, der Hausfrau, geschrieben wurde. Erklärtes Ziel der beiden Autoren war, "das Ansehen all der schwierigen Tätigkeiten zu heben, die für ein schöneres Familienleben ausgeübt werden, und damit zu erreichen, dass sie den angesehensten männlichen Berufen gleich geachtet werden".

In dieser Tradition bewegt sich auch John Seymor, der in seiner Anthologie vergessener Haushaltstechniken das universale, heute nahezu verloren gegangene Genie der Hausfrau vergangener (vor allem viktorianischer) Zeiten heraufbeschwört. Und er übt konservative Kulturkritik in einer Sprache, die schon dem Freiherrn von Knigge gut zu Gesicht gestanden hat: "Heutzutage gibt es ja alle möglichen Fertiggerichte, die kaum noch Zubereitung erfordern", schreibt Seymour voller Mitleid, "Bedauernswert erscheinen mir die armen Menschen, die sich lediglich noch mit der Flimmerkiste trösten können. Aber es gibt auch noch gemütliche Haushalte und Gott sei Dank echte Hausfrauen. Sie zu loben wurde dieses Buch geschrieben".

Ansonsten weist Seymour kundig ein in die altbewährte und heutzutage verschüttete Kunst der Haushaltsführung. Er beschreibt die artifiziellen Fertigkeiten des Kochens am offenen Feuer und der Bierbrauerei, der Milcherzeugung sowie –verarbeitung oder des Waschens mit Seifen und Laugen, illustriert Spinnen und Weben oder den alltäglichen Kampf mit dem Ungeziefer, sodass man wirklich oft sehr verblüfft ist über das, was die historische Hausfrau am Tag so zu bewältigen hatte. Und er führt allerlei antiquierte Utensilien wie Bettpfannen, Eiserzeuger oder Sturzbutterfässer ins Feld, die manchen Leser entgegen der Absicht des Autors vielleicht auch etwas froh werden lassen, dass heute alles sehr viel leichter geht. Natürlich sind nicht alle der angeführten Techniken und Instrumente tatsächlich vergessen (an die hölzerne Wäscheklammer oder die Axt wird sich mancher sicher noch erinnern), aber selbst die sind natürlich durch die fortschreitende Technik vom Aussterben bedroht.

"Reden wir über unsere Zivilisation", schreibt Seymour, "dann denken wir meist an Menschen wie Michelangelo, Shakespeare, Beethoven oder Einstein. Wir alle lobpreisen sie, die so viel zur Bereicherung unseres Lebens beigetragen haben. Aber was wären sie wohl gewesen ohne den Ausgleich eines gemütlichen Heims?" Es sei einmal dahingestellt, inwieweit Genie und Häuslichkeit immer so unbedingt einhergegangen sind (und inwieweit etwa Shakespeare zum Verfassen seiner blutigen Königsdramen tatsächlich ein gemütliches Heim gehabt haben muss): Von manch abstruser sprachlicher Formulierung abgesehen nämlich ist Seymours Band ein volkskundlich überaus interessantes Kompendium zur Archäologie der Alltagskultur geworden. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Vergessene Künste. Bilder vom alten Handwerk. Das dritte Buch des bekannten Autors über die traditionsreichen, fast schon vergessenen bäuerlichen Handwerke. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vorsicht! Macht süchtig und ist anstecckend!, 2. März 2011
Von 
Gabriele Gabriel (Südburgenland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Warum hat mich niemand davor gewarnt?!

Da erzählt ein Autor, der die Welt mit der Weisheit eines Alten, jedoch mit der ungebrochenen Neugier eines Kindes betrachtet und Wissen in sich aufsaugt wie ein trockener Schwamm, von Erlebnissen und Erfahrungen von allen Enden der Erde und dennoch ist er ständig am Suchen: Nach allen erdenklichen Handwerkstechniken, vor allem solchen, die drohen in Vergessenheit zu geraten. Voller Staunen und Respekt läßt er uns Handwerkern aussterbender Berufe über die Schulter und auf die Finger schauen, und gibt uns, begleitet von seinen wirklich auch laientauglichen Erklärungen der einzelnen Arbeitsschritte das Gefühl, das auch erlernen zu können, ja er macht uns Lust darauf! Von der Herstellung eines Holzlöffels bis zur Blockhütte, vom Weidenkorb bis zum Rindenboot (einschließlich des Schälens der Rinde), ob Kalkmeiler oder Holzschuh, ob Wolle, Leder oder Flachs, kein Bereich oder Werkstoff, dem wir in irgendeinem Bereich unseres unseres Lebens begegnen könnten wurde ausgespart. Nur schwer kann man nach der Lektüre den Reflex unterdrücken, sofort den Strom abzumelden, denn John Seymour zeigt uns, wie es geht, in dem er beinahe ausschließlich Techniken, die ohne elektrische Maschinen auskommen bespricht. Man wird nicht Derselbe sein wie vor dem Lesen dieses Buches! Nur schwer kann man verhindern, dass man beim nächsten Spaziergang nicht einfach Landschaft sieht, sondern beginnt, Bäume, Stämme, Äste als Werkstoff zu sehen und vielleicht im Geiste bereits eine Astgabel für den Griff eine

s Spazierstocks verplant,(oder doch lieber für Holzschuh-Sohlen?), oder den Boden auf seinen Lehmgehalt abschätzt.

Aber nicht nur Wissen vermittelt er in wunderbar einfacher Weise, sondern, und zwar ohne jede Schulmeisterei, auch Erkenntnis. Erkenntnis darüber, welche Auswirkungen das Verschwinden dieser ursprünglichen Techniken für uns, unsere Kinder, die Gesellschaft und unseren Planeten hat. Da ist die zwischendurch eingestreute Erklärung eines Hefekorbes, der, aus den nachwachsenen Zweigen der Kopfweide in einer weniger aufwendigen Technik hergestellte "Einweg-Korb". Man benutzte ihn zum Transport der überschüssigen Bier-Hefe von der Brauerei zu den Bäckereien, die die Hefe benötigten und danach war er willkommenes Heizmaterial. Er fiel der Industrialisierung zum Opfer und wurde durch Karttons ersetzt. Ich weiß nicht, wielange ein Korbflechter für die Herstellung so eines Korbes brauchte, aber ich weiß, wie lange ein Baum braucht, bis er als Papier-Rohstoff gefällt wird. War Ihnen bewußt, wieviele Bäume jeden Tag gefällt werden, um als Altpapier oder, schlimmer noch, als Müll zu enden? Mir nicht, und die genaue Zahl, sollte sie überhaupt jemand kennen, steht nicht in dem Buch. Aber nun ist mir diese Tatsache bewußt, wie vieles andere ebenfalls, das ich aus diesem wunderbaren Buch gelernt habe.

Mit diesem Buch taucht man in eine ent-schleunigte Welt ein und es wird einem klar gemacht, dass Handwerk und Handarbeit in Wirklichkeit nicht zu langsam sind, sondern wir zu schnell! Wenn ein Stuhl aus massivem Holz, aus dem obendrein keine giftigen Kleberdämpfe entweichen, ein Leben lang hält, ist es doch völlig irrelevant, dass seine Herstellung etwas länger gedauert hat, als bei Verwendung von motorgetriebenen Geräten und billigen Spanplatten. "Ist das nicht zu teuer? Das kann ich mir doch nicht leisten!", höre ich mich selber wie aus einer anderen Welt fragen, aus einer Welt, in der Wegwerfmöbel, die bei einer Übersiedlung zu zerlegen gar nicht mehr lohnt, da meist ein Wiederzusammenbau gar nicht mehr zufriedenstellend erfolgen kann. Es ist die Welt VOR der Lektüre dieses Buches. DANACH sieht man im Geiste die Mülldeponie - wegen der enthaltenen Kleber und Bindemittel sind moderne Möbel, wenn sie ausgedient haben, ja nicht einmal mehr brauchbares Brennmaterial! - mit der nicht geringen Anzahl von Stühlen, die man/frau so in einem Menschenleben verbrauchen wird und daneben den einen, in liebevoller Handarbeit hergestellten Stuhl aus massivem Holz, der einem treu sein wird.

John Seymour, dieser bodenständige, begnadete Erzähler mit Weitblick und Verstand starb im Jahr 2004. Zu gerne würde man ihm danken wollen, mit ihm sprechen, ihm weiter zuhören.

Menschen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist, und die Handwerk schätzen, wird dieses Buch begeistern, und alle anderen zum Nachdenken anregen!

Vorsicht! Macht süchtig und ist - hoffentlich sehr - ansteckend!
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56 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vielseitige Einblicke in ursprüngliche Haushaltstechniken, 24. Juli 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vergessene Haushaltstechniken (Taschenbuch)
Wer gerne etwas mehr über althergebrachte, zum Teil fast vergessene Techniken wie Bier brauen, Buttern und Käsen, Tuch färben, Weben u.ä. erfahren möchte, findet in diesem Buch einige aufschlussreiche, vielseitige und gut gegliederte Informationen. Es lohnt sich, bei der Suche nach Erklärungen und Erläuterungen zu alten Haushaltstechniken, in dieses Buch zu sehen.
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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen nostalgischer Charme, 4. Oktober 2007
Von 
Running Monk - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Vergessene Haushaltstechniken (Gebundene Ausgabe)
Zugegeben, der besserwisserische Ton mit erhobenen Zeigefinger von John Seymour kann in seinem "Loblied auf die Hausfrau" manchmal nervend sein. Aber das Buch gehört zu meinen Favoriten im Bücherregal - und das schon seit Jahren. Es ist nicht sehr vertiefend, aber hoch interessant und manch eine gute Idee habe ich von dort herausgesogen.

Da es durchgehend bebildert ist, empfehle ich es als Geschenk. Und ich denke, auch junge Leser können über das Leben früher gut unterrichtet werden!

Dummerweise zu 95 % auf das viktorianische England bezogen...
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