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Das Vergessene Gebot. Gott unterdrückt die Frauen
 
 
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Das Vergessene Gebot. Gott unterdrückt die Frauen [Gebundene Ausgabe]


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • ISBN-10: 3933287650
  • ISBN-13: 978-3933287656
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.337.068 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Walter Schmid (Deutschland):

Günther Rudolf möchte mit seinem Buch „die Frauen verachtenden, Frauen diskriminierenden und frauenfeindlichen Lehren von Bibel und Kirche auf[...]zeigen" (S. 10). Dazu greift er nach einer Einleitung von kapp fünfzig Seiten auf Stellen aus dem Alten und Neuen Testament zurück, die auf ihren frauenfeindlichen Inhalt hin überprüft. Daß der Autor Jurist ist, merkt man an den Stellen, an denen er den biblischen Text „zerpflückt", sprich auf seine Stimmigkeit hin überprüft. So gelingt ihm beispielsweise der hermeneu¬tische Nachweis, daß Evas „Sündenfall", wie er in den biblischen Büchern Genesis 2 und 3 geschildert wird, „keiner war (S. 41).
Leider greift Rudolf auf etwa fünfzig Seiten Stellen aus dem AT auf, widmet sich aber lediglich zehn Seiten lang dem NT, obwohl er feststellt, daß sich frauen-feindliche Stellen „nicht nur im so genannten Alten Testament" finden, sondern „genau so häufig, wenn nicht gar öfter oder schlimmer im Neuen Testament." (S. 9) Es gehörte noch ausführlicher belegt, daß das „Ich aber sage euch" des Jesus (z.B. in Mt 5, 44), mit dem er sich von den „Alten" absetzen wollte, nicht deckungsgleich ist mit dem überwiegenden Tenor des NT zur Stellung der Frau. Was Günther Rudolf in diesem Zusammenhang deutlich herausarbeitet, ist, daß zumindest die katholische Kirche darauf besteht, daß „das Alte Testament [...] ein unaufgebbarer Teil der Heiligen Schrift [ist]. Seine Bücher sind von Gott inspiriert" (Katechismus des katholischen Kirche, erschienen 1993, § 121). Rudolf belegt mit Textstellen, daß das AT für Christen keineswegs obsolet ist - was dort steht, ist Gottes Wort!
Ärgerlich an Das vergessene Verbot ist, daß etliche Aussagen nicht mit Quellen belegt werden, so z.B. die Behauptung, Papst Johannes Paul II. habe erklärt:
„Weibliche Selbstbefriedigung ist eine Todsünde männliche aber wird von der Kirche als notwendig geduldet!" (S. 35; Hervorhebungen im Original) Auch wenn, so hat es den Anschein, aus einer Rede und nicht aus geschriebenem Text zitiert wird, gehören, um damit argumentieren zu können, das Datum und der Anlaß der Rede belegt sowie die Stelle selbst im Original.
Was nicht passieren darf, und das sollte dem Autor eines Sachbuches bekannt sein, ist, daß Normaldruck in Zitaten ohne Hinweis in Kursivdruck verwandelt und daß ohne Kennzeichnung in ein Zitat eine Anmerkung des Zitierenden eingefügt wird - beides so geschehen auf Seite 7, wo Rudolf aus dem Katechismus der katholischen Kirche zitiert.
Inhaltlich fragwürdig verfährt Günther Rudolf, wenn er auf Seite 5 behauptet, daß „die Bibel [...] in der Zeit des 10. bis 2. Jahrhunderts vor Christus schriftlich niedergelegt wurde". Hier meint er wohl das AT, denn unter Bibel bzw. Heiliger Schrift versteht nicht nur das Kleine Stuttgarter Bibellexikon die „Sammlung der Schriften des AT und NT" - und Jesus hat doch wohl nicht vor Christi Geburt gelebt!? Zu hinterfragen ist auch Rudolfs Behauptung, es gebe ewig gültige Moralbegriffe (S. 5); in der Philosophie spricht man von Moralen und die sind durchaus zeitbedingt. Ähnliche Fragen an den Text lassen sich noch in mehreren anderen Zusammenhängen stellen.
Beim Lesen des Buches hatte der Rezensent den Eindruck, der Autor hätte sich nicht entscheiden können, ob er eine Sachbuch, eine Glosse, eine Satire oder ein Pamphlet schreiben wolle. So läßt er zum Beispiel im Zusammenhang mit den zwei in der Bibel angeführten Schöpfungsberichten einen „fanatische[n] Vertreter des Patriarchats [...] und Besserwisser" auftreten, „eine[n] von den Bibelverfassern (S. 29), auf dessen Intervention aus der ursprünglich in der Bibel vorgesehenen „vollkommene[n] Gleichberechtigung" von Mann und Frau die „Bevorrechtigung des Mannes" (S. 31) wurde. „So etwa könnte es gewesen sein", so der Autor (S. 29), wohl wissend, daß es nicht so war. In die gleiche Richtung gehen die in den Text eingestreuten rhetorischen Fragen (an den Leser?), die zumindest in einem Sachbuch nichts zu suchen haben - und ein solches wollte Günther Rudolf doch wohl schreiben, mißt man ihn an seinem eingangs genannten selbstgesteckten Ziel.
Es ist erfreulich, daß der Verlag Max-Stirner-Archiv in Leipzig ein religionskritisches Buch zum Thema „Gleichberechtigung" bzw. „Diskriminierung der Frau" in der Bibel und in der Kirche verlegt, und der relativ hohe Preis ist wohl der sehr sorgfältig gearbeiteten Hard-Cover-Ausgabe und der vermutlich niedrigen Auflage geschuldet. Wer das Buch aus Interesse an Religionskritik und an der Geschichte der Diskriminierung der Frau lesen möchte und sich nicht an den oben in Auswahl genannten Ungereimten usw. stört, der hat sicherlich etwas von der Lektüre, sofern ihn der eifernde (und stellenweise unglückliche) Stil des Autors nicht nervt.

Quelle: Materialien und Informationen zur Zeit [MIZ]. Politisches Magazin für konfessionslose AtheistInnen. 34. Jg., Nr. 2/05, S. 46/47

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Auf ungefähr 150 Leseseiten beschäftigt sich der Jurist Günther Rudolf mit dem in der Bibel propagierten Frauenbild, mit den dort festgeschriebenen Vorgaben und Leitsätzen, wie man Frauen zu behandeln habe - und mit den Auswirkungen auf ganz reale Frauen in Vergangenheit und Gegenwart.
In der Bibel ist die Frau von Anfang an nichts weiter als ein minderes Wesen (ein „arges Ripp", S. 30), ein Brutkasten, „Ein notwendiges Übel zur Erhaltung des Volkes" (S. 21), eine Art Tier ohne Rechte, das bei Nichteinhaltung der Vorgaben z.B. auf bestialische Weise gesteinigt wird; in jedem Falle der totalen Kontrolle ausgeliefert ist, was man am Beispiel der „Bedingung der Jungfräulichkeit" bis heute nachweisen kann. Rudolf zeigt auf, dass man bei der Übersetzung des biblischen Urtextes sogar vor Textfälschungen nicht zurückschreckte, wenn der „Urtext eine Frau zu hoch erhob". So wird aus Junia eben flug ein Junias (S. 23).
Schon im ersten Abschnitt stellt der Autor die wichtige Frage, wie es sein kann, dass nicht nur Männer dieses Unterdrückungssystem am Leben erhalten, „sondern auch gerade eine Unzahl von Frauen selbst, auch in der aufgeklärten westlichen Welt, die sich durchaus auch heute noch als Untertaninnen des beherrschenden Mannes sehen und diesen Zustand nach wie vor als selbstverständlich und richtig gern und folgsam hinnehmen" (S. 34/35). Rudolf bezeichnet dies als erfolgreiche Gehirnwäsche.
Dieser Autor gehört offensichtlich zu der seltenen Spezies der Freigeister; Menschen, die sich nicht be-irren oder einschüchtern lassen. Dem Buch ist eine sehr, sehr breite Leser/innenschaft zu wünschen!
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