Der für doch recht lange Zeit in Vergessenheit geratene Autor beschreibt in diesem Roman schonungslos die Bombardierung einer deutschen Großstadt im 2. Weltkrieg. Von Verklärung, Heldentum oder Beschönigung ist keine Spur zu finden. Statt dessen Angst, Hoffnungslosigkeit, Feigheit und Irrsinn. Beschrieben wird nur das Bombardement und die betroffenen Menschen, d.h. Soldaten beider Seiten und Zivilisten. Mosaikartig werden deren Erlebnisse berichtet. Jedes Kapitel wird eingeleitet mit dem Lebenslauf einer der Charaktere. So hart und erbarmungslos dieses Buch ist, ich habe keine Sensationsheischerei entdecken können. Auch wenn das Buch gemäß Nachwort (sehr gut!) viele Leser in den Fünfzigern abgeschreckt hat, so glaube ich, dass der Autor einfach nur berichtet. Ich habe während der Lektüre häufig an "Im Westennichts Neues" von Remarque denken müssen. In seiner Härte und filterlosen Erbarmungslosigkeit mögen beiden Romane vergleichbar sein, aber Ledig lässt den Leser nur das Grauen beobachten, ein Mitfiebern, Mitleiden, Hoffen lässt er nicht zu. Für mich ein Antikriegsroman par exelence!