Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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218 von 238 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zum Abschluss noch einmal alle Register gezogen!, 7. März 2008
Endlich ist der dritte und abschließende Kriminalroman der Reihe um den Journalisten Mikael Blomqvist und die private Ermittlerin Lisbeth Salander erschienen.
Stieg Larsson führt darin konsequent eine der aufregendsten Thriller-Trilogien der letzten Jahre zum Abschluss und greift darin zwar noch einmal tief in die Kiste der unglaublichen Zufälle und vertrackten Wendungen, erweist sich aber auch wieder als ein genialer Erzähler, der keinen Handlungsstrang versanden lässt und ein so komplexes Beziehungsgestrüpp aufdröselt, das der Leser schon mit allen Sinnen dran bleiben muss, um folgen zu können.
Die Handlung von "Vergebung" beginnt dort, wo der zweite Teil "Verdammnis" endete. Nach dem Lisbeth Salander schwerste Schussverletzungen am Kopf erlitten hat und in buchstäblich letzter Sekunde gerettet wird, beginnt der Alptraum erst richtig.
Denn Zalatschenko, den Salander und Blomqvist in "Verdammnis" jagten, überlebt ebenfalls schwer verletzt und trachtet Lisbeth gleich wieder nach dem Leben. Viel schwerer wiegt jedoch, dass Zalatschenko als Informant des Geheimdienstes inzwischen mit seinem Wissen zum Staatsrisiko geworden ist und man darum auch Salander unbedingt aus dem Weg räumen will, da ihr Wissen einen ganzen Apparat von Spionage und Gegen-Spionage sprengen könnte.
So beginnt ein Wettlauf von sich konkurrierenden Systemen, die alle ein gemeinsames Ziel haben: Lisbeth Salander soll das Krankenhaus nicht lebend verlassen.
Doch Mikael Blomqvist ist seinen unsichtbaren Feinden stets eine Nasenlänge voraus, mit seiner Intelligenz, wichtigen Beziehungen, Mut und Glück beginnt er einen schier aussichtslosen Kampf gegen ein staatliches Netz, dem jedes Mittel zum Machterhalt recht zu sein scheint.
Von Zeit zu Zeit mag der Leser schon einmal an den vielen glücklichen Zufällen zweifeln.
Doch der Eindruck eines schwedischen James Bond verfliegt gottlob immer wieder recht schnell, denn Stieg Larsson hat einfach seine ungeheuer komplexe Story stets im Griff.
In seinem viel zu kurzen Schriftsteller- und Journalistenleben hat Stieg Larsson mit seiner Krimi-Trilogie Maßstäbe gesetzt, an denen sich der skandinavische Kriminalroman künftig messen lassen muss!
Eine absolute Empfehlung!
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134 von 158 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ausatmen nicht vergessen, 5. Juni 2008
Diesmal war ich klüger und habe mir für den letzten Teil der Salander-Trilogie drei Tage freigeschaufelt und mir dann, erst dann, das Buch vorgenommen. Und wieder passierte es: ich las beim Essen, ich las beim Kochen, ich las im Stehen, ich las überall. Auch wenn die geschichtlichen Hintergründe der Sicherheitspolizei Schwedens bestimmt nicht so spannend sind, sind sie doch für das Verständnis nötig. Und alles andere wurde wieder einmal so richtig gut erzählt - Larsson konnte es einfach. Natürlich gibt es sehr viele glückliche Zufälle, und viele Leute sind durch gerade rechtzeitige Überlegungen zur rechten Zeit am rechten Ort,
aber mein Wunsch als Leser, Salander Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, wurde grossartig umgesetzt. Ich habe die Welt um mich vergessen - und in der ganzen Inflation von Thrillern/Killern/Serienmördern, die in den letzten Jahren über uns hereingebrochen ist, passiert das nicht mehr oft. Gegen Ende zu habe ich wirklich festgestellt, dass ich den Atem angehalten habe, und immer erst am Ende eines Kapitels wieder Luft geholt habe! Und als ich dann fertig war, war ich traurig. So sollen gute Bücher sein! Ich stelle alle drei in den Bücherschrank: Wir werden uns noch mal wiederlesen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungener Abschluss der Trilogie!, 1. Februar 2010
Der 3. Teil der Millennium Trilogie liest sich wie ein guter Agententhriller voller Wirrungen und Intrigen. Er beginnt einige Stunden nach dem Ende von Verdammnis: Roman. Lisbeth und Zalatschenko liegen beide schwer verletzt im Krankenhaus. Sie haben es nicht geschafft, sich gegenseitig umzubringen.
Noch während Lisbeth auf der Intensivstation liegt, wird schon eine neue Intrige gegen sie gesponnen. Und zwar von einer geheimen Sektion der schwedischen Sicherheitspolizei, die damit um jeden Preis erreichen will, dass Lisbeth wieder in eine geschlossene Anstalt gesperrt wird.
Mikael Blomkvist und ein kleiner Kreis von Personen, die auf Lisbeths Seite stehen, müssen sich nun gegen einen unbekannten Feind behaupten, der ziemlich skrupellos vorgeht und auch vor Mord nicht zurückschreckt.
Wie schon bei Verblendung und Verdammnis konnte ich auch dieses Buch nicht aus der Hand legen. Stieg Larsson schreibt so fesselnd und spannend, ich musste einfach wissen, wie es weitergeht.
Für mich persönlich war die Handlung alleine jetzt nicht mal von so großer Bedeutung. Die Story ist ein guter Agententhriller, aber nicht jetzt unbedingt das, was mich vom Hocker reißt. Meine persönlichen Highlights waren die Entwicklung der Ermittlungen mitzuverfolgen und die Beschreibung der Personen, die sich auf ihre Art und Weise und mit ihren Mitteln für Lisbeth stark gemacht haben. Je nachdem wie das Verhältnis zu Lisbeth oder der Eindruck von ihr und dem Einblick in die Ermittlungen waren, haben sich die unterschiedlichsten Menschen für sie und ihre Rechte eingesetzt. Auf direkte oder indirekte Weise. Die Beweggründe dafür waren mir gar nicht so wichtig. Bindeglied zwischen all diesen Menschen ist natürlich Mikael, der unbeirrt nur ein Ziel verfolgt: Lisbeths Unschuld zu beweisen und sie zu schützen. Wenn auf dem Weg dorthin noch zusätzlich Verbrecher gefasst werden können, auch gut. Dieses Mal war mir Mikael wieder ohne Einschränkungen sympathisch.
Als der Prozess gegen Lisbeth beginnt, ist es mir ganz schön schwer gefallen, mich nicht zu sehr über Lisbeths Gegner aufzuregen, weil Lisbeth ja nie den Mund aufmacht und immer nur schweigt. Man kann sie nicht einmal durch Provokation zum Reden bringen. Der Prozess war eine der besten Szenen in diesem Roman.
Ich war mit dem Schluss auf der einen Seite zwar sehr zufrieden, aber auf der anderen Seite war ich etwas wehmütig, eine Art Trennungsschmerz, den ich am Ende von guten Büchern immer verspüre.
Die Millennium Trilogie kann ich wärmstens weiterempfehlen.
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