Ein weiterer fantastischer Roman aus der Feder des maritimen Schriftstellers überhaupt.
Einmal mehr wird deutlich, dass es O'Brian nicht wie andere Vertretern seiner Zunft um eine reine Aneinanderreihung von Seeschlachten mit mehr oder weniger farblosen Akteuren geht, sondern auch um eine Beschreibung der damaligen Zeit und der detaillierten Zeichnung glaubhafter Charaktere.
Frisch aus Amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, stellen sich Aubrey und Maturin dem schwierigen Landleben, welches für beide so seine Tücken hat.
Aubrey wird stark von den eventuellen Folgen eines Seitensprungs in Amerika und dem leichtsinnigen Unterschreiben einer Vollmacht gebeutelt. Stephen Maturin gerät in arge Gefühlsseenot, als er nun endlich seine geliebte Diana vor sich hat, jedoch ein erkalten seiner Gefühle bemerkt, die ihn so lange in schwere Depressionen stürzten.
Da kommt ein Auftrag in der Ostsee gerade recht für die so ungleichen Freunde.
Mit geübter Finesse serviert O'Brian seine perfekt recherchierte und einmalig umgesetzte Geschichte, in der auch der gewohnte Humor nie zu kurz kommt.
O'Brians Romane zu lesen ist einfach ein Genuss, von dem man nie genug bekommt. Kaum hat man das Buch gelesen, streckt sich die Hand schon unterbewusst nach dem nächsten aus.