Es liegt natürlich an der speziellen Thematik des Buchs und dem Bereich Politik an sich, daß die Fakten nie so schlicht und leicht verständlich dargelegt werden können, wie es der interessierte, aber unbedarfte Leser gerne hätte, um sich ein grundsätzliches Bild machen zu können, ohne dabei den roten Faden zu verlieren und anschließend noch verwirrter als zuvor zu sein. Man spürt, daß der Autor sich redliche Mühe gibt, nicht zu detailliert vorzugehen, ohne wichtige Informationen dabei unter den Tisch fallen zu lassen, ersteres gelingt allerdings meiner Meinung nach nicht immer. Als Leser, der sich grundsätzlich sehr für die Thematik interessiert und auch einige Erfahrung im Lesen derartiger Literatur hat, muß ich doch sagen, daß ich gelegentlich nicht recht folgen konnte und immer wieder den Durchblick verlor. Auch die Auswahl der abgebildeten Statistiken und Schemata irritierte mich etwas, sie waren zwar wirklich übersichtlich und verständlich, aber ich hätte schlichtweg eine völlig andere Auswahl erwartet, um das Geschriebene unterstützend zu verdeutlichen.
Was mich allerdings an meiner Ausgabe (Taschenbuch) des Werks wirklich ärgerte, sind die vermehrt auftretenden Druckfehler (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Auslassung von ganzen Wörtern etc.), die in ihrer Häufigkeit kaum zu ignorieren waren. Bei einem derart schwierigen Thema und teilweise komplizierten, komplexen Satzkonstruktionen führte das (zumindest bei mir) dazu, daß ich Absätze mehrmals lesen mußte, weil fehlende oder falsche Zeichensetzung beispielsweise das Verstehen des Inhalts unnötig zusätzlich erschwerte oder gar sinnlos machte. Da müßte dringend eine Korrektur erfolgen.
Wer aber die Muße und das Durchhaltevermögen hat, sich das Buch mehrmals konzentriert durchzulesen, und im besten Falle doch schon Vorwissen mitbringt, kann dem Werk mit Sicherheit Einiges abgewinnen und sein Wissen vertiefen, bzw. festigen.