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Erneut sind die "sieben Vaganten, die ihr Glück in der Hölle fanden" auf eine Odyssee gegangen, um altes Liedgut aus allen möglichen Winkeln der Welt zusammenzutragen. Die schönste Entdeckung machten sie in Schweden, wo sie auf eine Folktruppe namens Garmarna gestoßen sind, die einst das altschwedische Traditional "Herr Mannelig" vorzüglich in Szene gesetzt haben. Nun liegt auch die In Extremo-Version dieses ergreifenden Stücks vor -- Metal meets Medieval! Verfeinert hat das Lied die Streicherfraktion der Berliner Alternative-Folkband The Inchtabokatables. Mit "Verehrt und angespien" ist den Mittelaltermetallern der endgültige, große Durchbruch gelungen, denn das Album stieg in die Top 20 der deutschen Albumcharts ein -- eine Region, die bislang für Bands der Marke Rammstein reserviert war.
--Wolf-Rüdiger Mühlmann
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Höhepunkte dieser CD sind sicher die Lieder "Spielmannsfluch", "werd ich am Galgen hochgezogen", "Herr Mannelig" und das Cover des Sisters of Mercy Songs "This Corrosion".
Ebenso sind auf diesem Album auch bekannte Mittelaltermelodien vertreten, wie "Miss Gordon of Gight" und die acoustic version von "Herr Mannelig".
In Extremo hat es geschafft eine Harmonie zwischen Mittelalterklängen und modernen Rocksounds zu schaffen, die sich hören lassen kann und für Mittelalter- sowie Rockfans nur zu empfehlen ist.
Wer "In Extremo" noch überhaupt nicht kennt, stelle sich vor: Eine normale Rockband mit E-Gitarre, Baßgittarre, Schlagzeug und Sänger (gegen den Joe Cocker klingt wie einer der Regensburger Domspatzen...) und dazu noch drei weitere Bandmitglieder, die die abgefahrensten mittelalterlichen Instrumente dazu spielen wie z.B. Dudelsack, Drehleier, Krummhorn, Harfe (!). Die Mischung ist wirklich genial - den Sound von drei Dudelsäcken parallel zum Hardrock parallel zu dieser Reibeisenstimme kann man nicht beschreiben, das muß man erlebt haben.
Wer schon einmal bei einem Konzert von "In Extremo" war, kann sich bei dieser CD bildlich vorstellen, wie zwischen den Bandmitgliedern die Feuersäulen emporlodern (wo andere Bands eine Lichtorgel haben, hat "In Extremo" eine - wie soll man es nennen - "Feuerorgel"?).
Wer noch nicht bei einem solchen Konzert war, sollte das unbedingt tun - und bis dahin diese CD hören.
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