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Doch die Autorin bettet die geradezu quälend langsam ausgeweitete Aufklärung des Verbrechens in eine andere Geschichte. In die einer gescheiterten, langjährigen Ehe einer erfolgreichen Frau, die im Medienbereich tätig ist. Für diese wird das Ganze zum Alptraum, der damit beginnt, daß sie mit dem, der sich später als Mörder herausstellt, eine Beziehung beginnt.
Diese Partnerschaft kann nicht gutgehen, aber der Mann kommt wieder und will seine bisherige Liebe fertig machen. Er ist der Verehrer aus dem vielversprechenden Titel. Nachdem Charlotte Link die verschiedenen Handlungsebenen, die Schauplätze und Personen wie eine wüste Ansammlung von Puzzleteilen vor den Lesern ausgebreitet hat, fügt sie sie nun langsam Stück für Stück zu einem Gesamtbild zusammen.
Damit läßt sie sich Zeit -- aber nicht zuviel. Die Mischung reicht aus, um die Spannung zu erhalten. Das schreckliche Finale, das erwartet wird, bleibt aus. Die Helding der Geschichte bleibt am Leben. Das gilt nicht für den Täter, der sich selbst richtet. Wenngleich das nicht so geschieht, wie vorgesehen. Noch mehr an dieser Stelle zu verraten, hieße, die Spannung zu verderben.
Nur soviel: Die Heldin des Romanes wirft sich nach ihren Erlebnissen nicht wieder in die Arme des Mannes, der sie wegen einer anderen Frau verlassen hat. Und das macht sie sympathisch. Ihre Begründung dafür läßt keinen Raum für dümmliches Geläster über "weibliche Logik". Hätte er sie nicht verlassen, hätte sie keinen Anlaß gehabt, sich auf diesen Schwerverbrecher einzulassen. Punktum.
Ein neuer Roman der Erfolgsautorin, der viel Geduld verlangt. --Corinna S. Heyn
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannend, aber teilweise übertrieben,
Rezension bezieht sich auf: Der Verehrer (Taschenbuch)
Das war mein zweites Buch von Charlotte Link, und ich konnte doch einige Parallelen zu meinem ersten Buch "Die Täuschung" erkennen.
Am Anfang des Buches überschlagen sich die Ereignisse. Zwei Geschichten fließen quasi ineinander. Der Selbstmord der Frau, mit dem das Unheil beginnt, das Geständnis des Ehemannes und der Auszug danach, neue Bekanntschaften, und schon befindet sich die - erst so unscheinbar und etwas bieder dargestellte -Hauptfigur Leona Dorn in einer neuen Beziehung, wobei der Leser schon genau erahnen kann, was folgt. Denn was in einem Sturme der Leidenschaft begann, geht keinesfalls so rosig weiter. Alles erfolgt mir sehr rasch aufeinander gefolgt, so holterdipolter. Demnach flacht die Story in der Mitte des Buches etwas ab, und es wird zuviel Augenmerk auf Nichtigkeiten gelegt. Doch ein Grund zum Weglegen ist das noch lange nicht. Leona Dorn entwickelt in hohem Maße Selbstbewußtsein, entpuppt sich zu einem stolzen Schwan und bekommt im Laufe der Geschichte zu ihrem geläuterten Ehemann und ihrem Verehrer noch zwei "Anwärter" dazu. (Finde ich etwas übertrieben, quasi vier Verehrer in so kurzer Zeit, aber das nur am Rande!) Dann passiert der Hauptfigur noch ein mächtig dummer Fehler, und ER ist schneller wieder da als gedacht. Gegen Ende des Buches erhöht sich die Spannung wieder enorm, und ich kann versichern, mit so einem Ausgang hat wohl kaum einer gerechnet... Lesenswert! Vor allem bei diesem Wetter draußen im Liegestuhl! Aber dann bitte auf keinen Fall mit dem Rücken zur Tür sitzen... :-))) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
57 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Na, vielen Dank ...,
Rezension bezieht sich auf: Der Verehrer (Taschenbuch)
... an die Amazon-Redaktion, die mir den Lesespaß an diesem (an sich meiner Meinung nach überaus gelungenen!) Roman genommen hat.
Denn man liest nun einmal gerne eine kurze Zusammenfassung, bevor man ein Buch kauft, um zu wissen worum es geht und ob dies ansprechend ist oder nicht. In Buchhandlungen wirft man hierfür einen Blick auf den Buchrücken. Bei Internetbestellungen liest man eben die Kurzbeschreibungen, die unter dem angepriesenen Artikel zu finden sind, weil man erwartet, dass diese wohl dazu da sind, das Interesse im Leser zu wecken. Falsch gedacht - nicht zu fassen, dass in der Beschreibung von der Amazon-Redaktion zu "Der Verehrer" bereits klipp und klar gesagt wird, wer der Mörder/Verehrer ist, was in dem gesamten Buch an Handlung passiert und sogar, wie es letzten Endes ausgeht! Da klingt folgender Satz schon fast ironisch: "Das gilt nicht für den Täter, der sich selbst richtet. Wenngleich das nicht so geschieht, wie vorgesehen. Noch mehr an dieser Stelle zu verraten, hieße, die Spannung zu verderben." Keine Sorge, an dieser Stelle war schon lange keine Spannung mehr vorhanden! Schade, dass geneigten Lesern hier von vornherein so der Spaß verdorben wird. Habe den Roman letzten Endes doch gelesen, weil ich gehofft hatte, darin doch noch IRGENDETWAS zu finden, was mir Amazon NICHT schon vorher verraten hatte - wurde aber leider enttäuscht. Mir erscheint es paradox - hier sollen doch Käufer für das Produkt geworben werden - warum um Gottes Willen nimmt man mir dann jeden guten Grund, es zu kaufen? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wenn Männer zu sehr lieben,
Von Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Der Verehrer (Taschenbuch)
Von diesem Buch wurde mir abgeraten, und wie so oft, wenn die Erwartung niedrig ist, wird's überraschend gut. Schnell springt Charlotte Link in die Handlung: in Frankfurt schlägt eine Selbstmörderin genau vor die Füsse der begehrenswerten und daher „geliebten" Leona Dorn auf. Als nach diesem Schock auch noch ihr Ehemann zu einer anderen Frau zieht, gibt sie sich dem Werben eines aufmerksamen Verehrers hin. Zu spät bemerkt sie seine Schattenseite...Weitere Details darf man eigentlich gar nicht wissen. Es ist von Anfang an spannend und blutig, die Story baut konsequent aufeinander auf, nimmt überraschende Wenden ohne konstruiert zu wirken. Hier ist alles enthalten, was ein gutes Buch braucht. Der Psychopath ist irre und doch so intelligent und beherrscht, dass er durchaus real sein könnte. Und er sorgt für gehörige Action. Leona Dorn und auch die anderen Personen reagieren nachvollziehbar, weshalb die ganze Geschichte durchgehend plausibel und reizvoll ist. Dazu Beziehungsprobleme, Hilfe, Krankheit, Arbeitslosigkeit - Leonas große Familie hat für alle Schicksale was parat, ohne die Story zu überladen. Wer Spaß an mittleren bis schweren Psycho-Knacksen hat (ja, ich lese alles von Dean Koontz), dem wird auch dieses Buch gefallen. Und für die Handlung in Deutschland gebe ich noch einen patriotischen Extra-*, denn gute deutsche Bücher sind selten :-) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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