"Interpreten" Nabucco - Leo Nucci Ismaele - Miroslax Dvorsky Zaccaria - Giacomo Prestia Abigaille - Maria Guleghina Fenenea - Marina Domashenko Il Gran Sacerdote di Belo - Goran Simic Abdallo - Walter Pauritsch Anna - Renate Pitscheider
Chor und Orchester der Wiener Staatsoper Chorleitung: Ernst Dunshirn Bühnenorchester der Wiener Staatsoper Leitung: Maksimilijan Cencic Eleven der Ballettschule der Wiener Staatsoper Gesamtleitung: Fabio Luisi
"Bühnen-Regie" Günter Krämer
"Aufnahme" 2001
"Nabucco" Für die Wiener Produktion, die am 31. Mai 2001 Premiere hatte, konnte der renommierte Regisseur Günter Krämer gewonnen werden. Ihm geht es vor allem um die zwischenmenschliche Ebene, der Machtverlust des zwiespältigen Königs steht für ihn dabei im Zentrum der Aufmerksamkeit. Im Gegensatz zu den zahllosen opulenten Inszenierungen dieser Oper setzt Krämer nicht auf feine Symbolkraft und Aussagetiefe. Auf der fast leeren Bühne finden sich nur wenige Requisiten; Glasvitrinen, Kleinodien der Macht - Schwert und Krone - und ein kleines Kindertheater sind zu sehen, hebräische Schriftzeichen werden auf den dunklen Rundhorizont projiziert: Die Handlung gerät fast zur Familiengeschichte - und "Nabucco" wind dabei als neuzeitlicher, smarter Populist und Volksvertreter in feinem Tuch präsentiert.
Rezension
Der grandiose Sängerdarsteller Leo Nucci ist ein idealer Nabucco. Winzige Gesten und Tonschattierungen genügen zur Charakterisierung des brutalen Diktators, des Größenwahnsinnigen, eines gebrochenen Vaters. Und da Nucci immer noch auf der Höhe seiner Stimmkunst ist, wird die Rollengestaltung zum unvergesslichen Erlebnis. Naturgemäß haben es die übrigen Protagonisten neben solch überragender Bühnenpräsenz nicht ganz leicht. Aber sie alle, ob Maria Guleghinas Abigaille, die Fenena von Marina Domashenko oder Giacomo Prestias Hohepriester Zaccaria, tragen zur Intensität der Aufführung bei. Fabio Luisi am Pult garantiert die dynamische Umsetzung der Partitur. Er scheut kein knalliges Forte und jagt das Orchester ins Prestissimo, zugleich jedoch klingen die intimen Passagen ungemein zart und anrührend. (Die Welt)
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Wir haben diese DVD für meinen Großvater gekauft, da er aufgrund seines Alters nicht mehr live in die Oper kann, aber dennoch nicht auf diesen Musikgenuss verzichten möchte. Da er nicht auf Neuinszenierungen mit abstrakten Darstellungen steht, war diese DVD mit einer Aufnahme einer - wie ich gern sage - "klassischen" Oper sehr zufrieden!