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Zu Gast bei Verdi. Leidenschaft für die Musik. Lust am Genießen. Mit 57 Rezepten [Gebundene Ausgabe]

Eva G. Baur , Isolde Ohlbaum
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. November 2000
Giuseppe Verdi wurde 1813 in der Emilia Romagna geboren und blieb seiner Heimat zeitlebens aufs Engste verbunden. Dort in Le Roncole bei Busseto war sein Vater Dorfgastwirt, und bei Busseto ließ Verdi später sein Mustergut Sant'Agata (heute ein Museum) errichten. Die Fotografin Isolde Ohlbaum hat die landschaftlichen Schönheiten dieses Landstrichs in wunderbaren Bildern eingefangen. Sie zeigen eindrucksvoll die Welt, in der Verdi seine Opern schuf und sein Familienleben pflegte. Auszüge aus Verdis umfangreicher Korrespondenz und 40 ausgezeichnete Rezepte der traditionsreichen Küche der Emilia Romagna runden diesen Band ab.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 232 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (1. November 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899100948
  • ISBN-13: 978-3899100945
  • Größe und/oder Gewicht: 28,1 x 21,5 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 196.507 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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"Ein Bauer aus Roncole" nannte sich Giuseppe Verdi am liebsten nach jenem winzigen Dörfchen Roncole in der lombardischen Tiefebene nahe Busetto, in das er 1813 als Kind eines sehr armen Dorfwirtpaares hineingeboren wurde. Gleichsam über Nacht wurde er zum erfolgreichen Opernkomponisten und blieb es bis zu seinem Tode vor hundert Jahren. Könige und Minister verehrten ihm, das Volk liebte ihn und die Theater rissen sich um seine Werke, doch als guter Bauer blieb Verdi stets der gleiche, wortkarge Dickkopf, misstrauisch gegenüber gesellschaftlichen Glanz, hochtönenden Phrasen und Versprechungen aller Art. Mit 35 Jahren, da hatte er bereits Opern wie Nabucco und Ernani geschrieben, zog er sich aufs Land zurück. Er kaufte ein riesiges Anwesen bei Busetto in der Provinz Parma, das heute Villa Sant' Agata heißt, doch damals ein ziemlich heruntergekommes Haus war. Er sanierte es und betrieb es als Gutshof. Er richtete eine eigene Molkerei und Käserei ein, führte Dreschmaschinen und Dampfpflüge ein, ließ Bewässerungsanlagen einrichten und sorgte sich um jene, die aus dem Ort auswandern mussten. Weltberühmt wurde Verdis Pferdezucht -- er liebte diese Wesen, denen er mehr Vertrauen schenkte, als den Menschen. "Er redet mit seinen Bäumen, Blumen und Pferden", sagte Giuseppina Strepponi, die ihm für ein halbes Jahrhundert die ideale Gefährtin war. Gemeinsam lebten sie auf dem Gut und hatten nicht selten Gäste, die ein bisschen Abwechslung in die Idylle brachten. Und wenn Maestro Verdi guter Dinge war, dann liebte er es, sie zu bewirten, denn er war ein großer Kenner der guten italienischen Küche und obendrein ein guter Koch.

"Zu Gast bei Verdi" heißt demnach auch Eva Gesine Bauers Buch, das weit mehr ist als ein opulent illustriertes Kochbuch. Die Münchner Autorin, selbst ausgebildete Opernsängerin, hat sich mit dem privaten Leben Verdis beschäftigt und zusammen mit den Fotografinnen Isolde Ohlbaum und Barbara Lutterbeck einen liebevollen Bildband mit 57 Rezepten zusammengetragen. Einige Rezepte wie etwa das "Spala cotta" soll Verdi angeblich selbst erfunden haben; großer Beliebtheit bei seinen Gästen erfreute sich ferner sein "Risotto alla milanese". Einziges Manko an diesem ebenso schönen wie informativen Buch ist das zuweilen recht niedrige sprachlich-stilistische Niveau, das die Ausflüge der studierten Literaturwissenschaftlerin Bauer im Boulevard-Journalismus verrät. Bauers Versuch mittels umgangssprachlichen Wendungen möglichst "locker" zu wirken, wirkt leider nicht selten verkrampft. Besonders unpassend empfand ich diesen pseudolockeren Stil bei der Schilderung von Verdis persönlicher Tragödie, die ihn in ganz jungen Jahren ereilte, als binnen kurzer Zeit seine erste Frau und die beiden Kinder verstarben. --Teresa Pieschacón Raphael -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dr. Eva Gesine Baur hat Literaturwissenschaften, Kunstgeschichte und Musikwissen- schaften studiert und eine Ausbildung in Operngesang absolviert. Sie arbeitet in München als Journalistin und Buchautorin. Isolde Ohlbaum ("Denn alle Lust will Ewigkeit") gehört zu den herausragenden Fotografinnen der Republik.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5.0 von 5 Sternen Genuss für Seele und Magen 10. Mai 2004
Von na77
Format:Gebundene Ausgabe
"Zu Gast bei Verdi" ist eine wunderbare Zusammenstellung von Rezepten, Anekdoten und Biographie im Zusammenhang mit einem der grössten Komponisten aller Zeiten, Giuseppe Verdi. Herrliche Landschaftsbilder und andere schöne Fotografien schmücken dieses Buch zusätzlich. Es ist kein Kochbuch, keine Biographie im herrkömmichen Sinn. Nein, dieses Buch ist eher eine wunderbar gelungene Erzählung, in dem jedes Thema auf harmonische Weise ins nächste fliesst.
Ob als Geschenk oder für die eigene Bibliothek, dieses gute Stück wird jeden erfreuen. Kochbegeisterte, Musikliebhaber, geschichtlich Interessierte - für alle ist etwas dabei.
Wie schön, dass auch mal etwas ganz Neues entstanden ist, nicht nur das eine oder andere, Kochbuch, Bildband oder Biographie, sondern eine Mischung aus allem, ohne den Faden oder den Zusammenhang zu verlieren. Noch dazu qualitativ sehr hoch gehalten.
Empfehlenswert, ein kleines Schmuckstück mit grossem Inhalt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Augenschmaus ... 11. April 2007
Von Amadea
Format:Gebundene Ausgabe
Die Reihe " Zu Gast bei ..." ist bekannt dafür, dass es sich nicht um "gewöhnliche" Kochbücher handelt, sondern es auf ihre eigene, unvergleichliche Art versteht, Feinschmecker und Kunstliebhaber gleichermaßen zu begeistern.

Die Verdi-Ausgabe ist schlichtweg ein Gedicht. Ein Augenschmaus mit atemberaubend schönen Bilder. Die Rezepte ein pures Fest der Sinnesfreuden. Selten war ich auf Anhieb derart elektrisiert. Das Buch gibt einen Einblick in Verdis Privatleben, und so ganz nebenbei macht es unterschwellig Appetit auf Italien und die Rezepte, die es enthält.

Wer anstelle der üblichen Pasta einmal etwas anderes kredenzen will, bei italienischem Essen grundsätzlich schwach wird, Bella Italia im Allgemeinen und Verdis Musik im Besonderen liebt, für den ist dieser Prachtband goldrichtig.

Hervorragend geeignet als Geschenk!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Pace, pace" Einfach wundervoll ! 25. Februar 2008
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Giuseppe Verdis langes Leben erstreckte sich fast über ein Jahrhundert, das er durch eine Fülle von Meisterwerken mitprägte. Unter den großen Opernkomponisten nimmt er eine herausragende Stellung ein. Da er sich mit seiner Musik auch für den Kampf um ein geeintes Italien einsetzte, wurde er zum gefeierten Helden. So liest man, dass der Komponist zur Symbolfigur für den Freiheitsdrang in einem besetzten, zersplitterten Land wurde, seit der Gefangenenchor aus "Nabucco" zum ersten Mal auf der Bühne der Scala erklang und die schwelende Nationalbegeisterung zum Auflodern brachte.

Wer war dieser Mensch, der in seinem Leben so viele wundervolle Opern schrieb? Wie und wo lebte er? Was hatte ein Gast in seinem Hause zu erwarten?
Das sind die Fragen, die die Kunsthistorikerin Dr. Eva Gesine Baur im Zusammenspiel mit den Fotografinnen Isolde Ohlbaum und Barbara Lutterbeck im vorliegenden Buch zu beantworten suchen.

Verdi kam am 10. Oktober 1813 in einem kleinen Dorf im damaligen Herzogtum Parma zur Welt. Seine Eltern betrieben dort eine Schankwirtschaft. Früh bereits erkannten sie die Begabung ihres Sohnes und schenkten ihm zum achten Geburtstag sein erstes Musikinstrument. Im Alter von neun Jahren war er bereits Dorforganist. Wenig später bereits wurde er von Antonio Barezzi, einem Großhändler in der nahe gelegenen Marktstadt gefördert. Er besuchte jetzt eine Schule, in der Musik zum Lehrplan gehörte und nahm außerdem Musikunterricht bei Ferdinando Provesi, dem Direktor der örtlichen Musikschule. Im Alter von 16 Jahren war Verdi in Busseto und allen umliegenden Dörfern berühmt.
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