Die Handlung der Oper ist in der Gegenwart angesiedelt (Regie: John Noble).
Naturreminiszenzen verfremden die Innenräume der recht düsteren Szenerien (Bühne: Mark Thompson).
Es wird geradezu begreiflich, dass hier eine verwildert und morbide Gesellschaft giert, lügt und mordet. Sehr eindrucksvoll!
Zeljko Lucic als Macbeth macht hier einmal mehr deutlich, weshalb er gegenwärtig an allen großen Opernhäusern der Welt in dieser Rolle gefragt ist.
Maria Guleghina als seine Frau, Lady Macbeth, zeigt sich hier einmal mehr als Vollblutweib und singt bis auf ganz wenige scharfe Höhen in vortrefflicher stimmlicher Verfassung.
Bestens unterstützt werden beide Hauptprotagonisten durch James Levine am Pult des brillant spielenden Orchesters der MET, umso stärker wirken dann die Steigerungen und Ausbrücke dieses mordlüsternen Päärchens; herrlich!
John Relyea als Banquo und das übrige Ensemble, einschließlich des Chores, befinden sich auf MET-angemessenem Niveau.
Dank gilt auch hier der EMI-CLASSIC, diese Aufnahme so schnell auf den Markt gebracht zu haben, zudem noch mit interessantem Bonusmaterial, welches uns Einblicke hinter die Bühne erlaubt, auch ist ein Interview mit Lucic/Guleghina enthalten. Der Einblick in die Probenarbeit mit John Noble ist auch sehr interessant.
Unbedingt kaufen.