Rolando Villazon war in den Letzten Jahren die Tenor Entdeckung schlecht hin. Ein betörendes dunkles Tenortimbre, auf den ersten Noten ergkennbar.
Dieser sensible Sänger - ähnlich wie sein Kollegen Shicoff und der Spanier Aragal, ist sehr auf seine tagesverfassung angewisen. Dazu kommt dass bei ihm oft die Darstellung durchbricht - er zu sehr auf 'Rohstimme' singt, die Technik völlig vergisst .
Das die 'Stütze' dauernd intelligent eingesetzt eine lange sichere Karriere bedeuten - sehen wir Heute an Placido Domingo....
Die Opernmaschiene - der Fakt - auf Jahre im vorrausgebucht zu sein - muss auch der Ausgang gewesen sein der aufkommenden Stimmkrise den Rest zu geben.
DIe grössten Sänger kommen meistens dadurch irgendwie in diese Mühle. Zum Glück nach adäquater Pause wieder Heraus
Nun ist er wieder da, sehr vorsichtig führt er seinen Carlos - den er schon 2004 in Amsterdam [[ASIN:B000AOGMH6]] hervorragend gestaltete, damals mit einer aufbrausenden fast Schizophrenen Sicht, weiter vor.
Er wirkt nun immer noch zerbrechlich , aber auch mit einer sich steigender Leidenschaftlichkeit Elisabeth gegenüber.
Diese wird von Marina Poplayskaya, die scheinbar einen halben Ton tiefer singt (Pappano ?) gestaltet. Das Resultat ist eine innige Vereinigung beider Stimmen die besonders gut zusammenpassen, leuchtendes glühendes , dunkel fast kostbar getönt.
Aus dem Rest der Besetzung hören und sehen wir Ferruccio Furlanetto als wunderbar kernigen - fast gnadenlosen König. Die Eboli von Sonia Ganassi die immer besser wird - eine große Künstlerin.
Sei noch erwähnt der Inquisitor von Eric Halfvarson, sowie der Gegenpart zu Carlos, Simon Keenlyside der in den Duetten ein würdevolles Bild abgibt.
Pappano ist Inch umsonst der Star des Covent Garden- sehr diefferenziertes Dirigat.
Zur Inszenierung sei zu sagen :
Nachdem die Royal Opera Ihre Visconti Inszenierung 1989 in den Ruhestand geschickt hat , ist auch diese Fassung von 1886 mit dem Dramaturgisch wichtigem Fontainebleau Akt. Solide inszeniert ohne belehrende Ausbrüche
Ziemlich Dunkel gehaltene Historisierende Deko und Kostüme, jedoch eine Aufführung die sich sehen lassen kann.
Royal Opera House 2008
Orchestra & Chorus of The Royal Opera House, Antonio Pappano
Inszenierung: Nicholas Hytner
Bühne/Kostüm Bob Crowleys
Don Carlo : Rolando Villazón (endlich wieder)
Elisabetta : Marina Poplayskaya (Besser als Rokroft 2004 Amsterdam)
Embolie : Sonia Ganassi (Sehr gut)
Posa : Simon Keenlyside
Il Re : Ferruccio Furlanetto (Fantastisch)
Inquisitore : Eric Halfvarson
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