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Kundenrezensionen

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am 4. April 2014
Meinung zu "Verdammtes Land":
Was für ein Bericht!!! Das ist es! So muß es sein, dass es in die hintersten Herz-und Hirnregionen eindringt! Das neue Buch, ein aufwühlender Hammer! Bin überrascht, beeindruckt, hingerissen von Diktion und Stil (ein echter AA), aber vorallem von Tenor, Stimmung, Atmosphäre und Aussage dieser hochpolitischen, brisanten Reportage! Man müßte über das, was Altmann alles erlebt und beschrieben hat, Tag und Nacht weinen, wenn, ja, wenn es neben dem druchdringenden, schonungslosen Röntgenblick die Altmann'sche Ironie, seinen menschlichen Humor, seine Sensibilität und Behutsamkeit nicht gäbe.
Auf jeden Fall werden ihn die "Gottesfürchtigen" jeglicher Couleur einmal mehr verdammen. AA jedoch liebt es, über glühende Kohlen zu gehen, blickt der menschenverachtenden Realität ins Auge, schürft mir scharfem Verstand und ebensoviel Emotion und Empathie den Irrwitz ans Tageslicht, bis jeder, der noch ein Minimum an Verstand und Herz besitzt, das Drama kapieren muß. Er reportiert mit beinahe selbstmörderischem Mut (als Deutscher), was er gesehen und hautnah erlebt hat.- Soll keiner nach der Lektüre dieses Buches sagen, er hätte nichts gewußt. Soll keiner sagen, dass es ihn nicht interessiert. Jeder, der das Drama ausblendet, macht sich mitschuldig. Danke für diesen mutigen Bericht!
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am 19. November 2014
Nach 2 Besuchen in Israel - allerdings in den 90ern - da war's doch noch sehr anders - hab ich das Buch auf dringendes Anraten einer Freundin (auch des Autors) dann doch gelesen. Erschütternd. Aufwühlend und leider so wahr.
Als Pflichtlektüre im Schulunterricht würde es helfen Vorurteile abzubauen und die gängige Berichterstattung über die Region zu relativieren. Durch Verwandtschaft in Israel ist auch mir die Israel-freundliche Meinung geläufig, die auch ich immer brav nachgeplappert hab und die ja auch Tenor der politisch korrekten deutschen Medienlandschaft ist. Das Buch hat mich buchstäblich wachgerüttelt.
Und leider wird das mit der Pflichtlektüre an Schulen wohl nix. Jedenfalls nicht in nächster Zeit. Kein Geschichts-, Ethik- oder Geografielehrer wird es wagen dieses Buch seinen Schülern zu empfehlen (Religionslehrer schon mal gar nicht). Kann man nur hoffen, dass es auf der Bestsellerliste bleibt und weiter VIEL gelesen wird.
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am 12. März 2014
Ein differenziertes Buch über einen komplizierten Sachverhalt. AA reist durch ein seit Jahrzehnten geschundenes Land, er fühlt und nimmt Anteil am Schicksal der Menschen, die ihn von seinem Leben erzählen - und erklärt ganz nebenbei den Konflikt zwischen Israel und Palästina. Besonders eindrücklich die Szene, in der er bei der "offiziell genehmigten" Zerstörung des Hauses einer Familie dabei ist, bei der Angst, Leid und Schmerz regieren und über die man erfährt, wie teilweise mit den Menschen in Palästina umgegangen wird. Oder als er bei einer Demonstration gegen die Besatzung vorläufig festgenommen wird. Oder die Schilderung eines UN-Mitarbeiters, der Menschen in Palästina beisteht. Großartig finde ich, dass er sich weder auf die Seite der einen noch der anderen stellt und dass seine klare Haltung gegen Schinder, egal welcher Nationalität, eventuelle Vorwürfe von antisemitischem oder anti-israelischem Rassismus gar nicht erst aufkommen lässt. Ich lese seine großartigen Reportagen immer gern. Diese hier ist ein großartiges Lehrstück über starrsinnige territoriale Verbohrtheit und ein Plädoyer für Menschenliebe, Humanität und Großmut.
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am 20. März 2014
Diese packende Reportage wird Sie bereichern, egal, wieviel oder wie wenig Sie über den Brandherd Israel-Palästina bereits wissen. Selbst, wenn Sie sich noch nicht einmal für dieses Thema interessieren, ist das Buch ein Gewinn: Denn Andreas Altmann macht den Leser mutig für das Hier und Jetzt der Realität, dank der humanistischen Antwort, die er tagtäglich findet. Und die lässt sich überall anwenden.

In jeder der 156 Episoden begegnet man einem Autor, der sich angesichts des Nahostkonflikts nicht hinter Positionen verschanzt, sondern sein Herz von der – entweder am eigenen Leib oder durch Erzählungen erlebten – Alltagshölle aus Angst, Misstrauen, Schikane, Gewalt und Aussichtslosigkeit abschürfen lässt. Gerade deshalb ist er darauf angewiesen, auch die Wunder aufzuspüren: Wärme, Nähe, Solidarität, Schönheit, Intelligenz und Humor. Hölle wie Wunder schenkt er dem Leser mit fulminanter Sprache.

Ich war so begeistert von dem Buch, dass ich eine Lesung von Andreas Altmann besucht habe – ein grandioser Abend, berührend, anstachelnd, nicht zuletzt ein sprachästhetischer Genuss, kann ich jedem nur empfehlen!
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am 12. März 2015
Es ist ein großer Bogen, den der wort- bildgewaltige Reiseautor vor uns ausbreitet. Eingebettet in detaillierte und von Faktenwissen geprägte Beschreibung der politischen und historischen Verhältnisse treten immer wieder die einzelnen Menschen und ihre Schicksale in der Vordergrund. In kleinen berührenden Geschichten beschreibt er, wie sie in und trotz der ständigen Bedrohung und der allgegegenwärtigen Gewalt nicht nur überleben, sondern ihr Leben gestalten. Da hat sich einer auf die Suche gemacht in diesem verdammten Land, der Menschlichkeit finden wollte. Es ist ihm gelungen und man möchte am Ende das Buch nicht aus der Hand legen.
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am 25. März 2014
... zum „Palästina“- Buch

Eine seiner letzten Etappen der Palästina-Reise führte Andreas Altmann zur Holocaust Gedenkstätte und ich verglich seine Eindrücke mit meinen, als ich im Konzentrationslager Sachsenhausen war. Er kann das besser als ich schildern und zwar so, wie er es immer tut: Mit starken Worten und dem Ekel vor allem Betroffenheitsgesäusel. Die Empörung über das Gebaren einiger Mitmenschen kann ich bestens nachvollziehen, denn auch mir begegneten die unermüdlichen Handyknipser auf der Jagd nach spektakulären Aufnahmen für ihr Familienalbum (Wirklich wahr: Mutti und Vati sitzen strahlend in der Baracke am Holztisch und Sohnemann fotografiert.)
In Sachsenhausen haben sich Verantwortliche allerdings noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen:
Kurz vor dem Lagertor mit der Hohnschrift „Arbeit macht frei“ kann man lecker Kuchen essen! Ein fröhlicher Aufsteller weist den Weg zum Café im Hof. Dürfen wir uns als nächstes auf einen Souvenir-Shop freuen?
Zurück zum Buch: Ich habe nun ansatzweise verstanden, was da in Palästina und Israel vor sich geht und das verdanke ich den Geschichten, die uns Andreas Altmann erzählt. Die kriegt er aber nur, weil er – mal wieder - mitten drin ist, auf beiden Seiten. Dabei als Leser nicht parteiisch zu werden, fällt mitunter schwer. Er praktiziert das vorbildlich.
Er bleibt nie am Rand, denn er muss ja wissen, wovon er schreibt. Diesen eigenen Anspruch empfinde ich als grandios.
Selbst vor einem illegalen Grenzübertritt schreckt er nicht zurück. Nicht, weil er „Grenzübertritt“ spielen will, sondern um zu verstehen, was da genau passiert. Die, die das tun, sind Palästinenser, die für einige Zeit auf der israelischen Seite schwarz arbeiten.
Als Geographie-Niete die ich bin, hat mir die Karte auf der Innenseite des Deckels übrigens sehr geholfen, seine Stationen nachzuvollziehen.
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am 29. März 2014
Der Konflikt zwischen Israel und Palaestina - so wird es seit Jahrzehnten genannt - wer hat noch nie davon gehoert?
Wer weiss von den beiden Intifada nichts?
Das Thema beschaeftigt nicht nur die selbst betroffene, wie wir alle wissen. Nur diesmal kommen wir an die Menschen ganz nah dran, wie selten zuvor.
Denn wenn etwas als Andreas Altmanns Markenzeichen bezeichnen werden kann, dann ist es genau das: die Naehe zu den Menschen, manchmal mikroskopisch nah. Weil er Fragen stellt. Weil er neugierig ist, in dem er sich fuer die Person, mit der er sich unterhaelt, auch sorgt.
Manchmal muss man herunterschlucken, klar! Wie bei dem Priester im Kloster, dessen geistig behinderte Sohn vorbeikommt und Andreas der Priester fragt, ob es wirklich Gottes Willen sein kann, dass man weiterhin seine Verwandte untereinander verheiratet, damit alles in der Familie bleibt, um noch mehr behinderte Kindern auf die Welt zu setzen. Dass der Vater es doch wagt zu antworten, es waere vielleicht besser es zu lassen, und man weiss, es sind nur Worte, sonst nichts, weiter wird es so gehen, stockt schon den Atem!
Von Rabbi Hochbaum ganz zu schweigen! Nachdem ich seine Haltung zu Palaestina im Buch gelesen hatte, musste ich erstmals eine Lesepause einlegen.
Aber, wer AAs Buecher seit einer Weile liest weiss, dass so etwas dazu gehoert. Jedes Mal. Und so ist es auch gut. Sehr gut sogar. Denn erst wenn man sich vorstellen kann, wie es ist; erst wenn man sich die Frage stellt, wie wuerde ich mich an seiner Stelle fuehlen, erst dann entwickelt man Mitgefuehl und moechte vielleicht sogar etwas bewirken, auf seine Weise helfen, damit das Leid aufhoert, oder zumindest gelindert wird.
Deshalb ist das Buch "Verdammtes Land - eine Reise durch Palaestina" so verdammt wichtig! Vor allem fuer die selbst betroffene, auf beide Seiten der Mauer wohl bemerkt, aber auch fuer uns allen. Denn wer kann mit Sicherheit sagen, dass wir nicht irgendwann selbst so einen Konflikt werden erleben und durchmachen
muessen?
Dieses Buch ist fuer mich das beste Buch, das Andreas Altmann bis heute geschrieben hat!
Wer nicht vorhat, es zu lesen, ahnt nicht, was ihm entgeht!
5 Sterne, natuerlich!
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am 13. November 2014
Im letzten Jahr waren wir mit TAZ-Reisen in Palästina. Dieses Buch entspricht auf jeder Seite unserer eigenen Erfahrungen. Auf vielen Seiten werden die Orte unserer Reise beschrieben, nur dass Altmann als Alleinreisende die Zeit intensiver gestalten konnte. Daher ist sein Buch eine notwendige Ergänzung unserer eigenen Erfahrung. Wir möchten bestätigen, auch wir haben es genauso wie Altmann empfunden. Eine Reise die gleichzeitig schrecklich und schön war. Daher finden wir, das Buch ist eine Pflichtlektüre.
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am 22. Juli 2014
Einfach anders deshalb, weil AA wirklich authentisch den Leser erreicht. Das Thema ist außerordentlich wichtig und es ist ihm gelungen ein eindringliches Bild zu zeichnen über die elenden Zustände in Palästina. Religion und Waffengewalt sind die Gestalter dieser Region....und der Rest der Welt heuchelt vor sich hin und verschließt die Augen. Daher auch Danke an den Autor für seine klaren Worte und Mut auch die eigene Meinung einzubringen ohne manipulieren zu wollen.
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am 24. Mai 2014
Andreas Altmann ist ein begnadeter Schreiber mit einem wachen Blick, der sich leidenschaftlich weigert seine Augen vor der Welt zu verschließen. In kompromissloser Deutlichkeit legt er die unhaltbar verzweifelten Zustände eines geschundenen und unterdrückten Landes offen, die schon viel zu lange von der Weltöffentlichkeit ignoriert und hingenommen werden.
Sein bewegendes Werk zwingt den Leser zu erkennen, wie vermeintliche Gottesfürchtigkeit und Religion in der Lage sein können, das Schlechteste aus den Menschen zu machen.

Andreas Altmann ist eine warmherzige Stimme der Vernunft, der einmal mehr beweist, dass keine Macht der Welt entwaffnender wirkt, als die Schönheit der Sprache und die Gabe des Schreibens.
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