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Verdammt sind sie alle
 
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Verdammt sind sie alle

Frank Sinatra , Dean Martin , Vincente Minnelli    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Frank Sinatra, Dean Martin, Shirley MacLaine
  • Regisseur(e): Vincente Minnelli
  • Komponist: Elmer Bernstein, James van Heusen
  • Format: HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0), Französisch (Dolby Digital 1.0), Spanisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Finnisch, Griechisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 2. Mai 2008
  • Produktionsjahr: 1958
  • Spieldauer: 130 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0015L4WFM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 60.396 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Kriegsveteran und gescheiterter Schriftsteller Dave kehrt in die Heimatstadt Parkman, Indiana zurück. In der zerrütteten Familie des Bruders bleibt er fremd, in die brave Literaturdozentin Gwen verliebt er sich glücklos. Dave gefolgt ist das leichte Mädchen Ginny, die er vertröstet. Freund wird Spieler und Trinker Bama, der nie den Hut abnimmt. Dave heiratet Ginny, das überall aneckende Paar hat keine Chance. Auf der Hundertjahrfeier von Parkman wird Ginny von einem Verfolger erschossen. Auf ihrem Begräbnis nimmt Bama erstmals seinen Hut ab.

Produktbeschreibungen

Warner Home Verdammt sind sie alle, VÃ--Datum: 09.05.08

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Großes Kino auf hochwertiger DVD!, 17. Januar 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Verdammt sind sie alle (DVD)
Autor James Jones schrieb bekannte Romane die in Filmen wie Verdammt in Alle Ewigkeit und Der schmale Grat kongenial umgesetzt worden sind. Geht es in den beiden vorherigen Filmen um den Krieg an sich sieht man in Verdammt sind sie alle die Geschichte eines Kriegsheimkehrer. Allerdings kehrt er erst nach lang nach Kriegsende und einer gescheiterten Schriftstellerkarriere heim in sein kleines Städtchen Parkman. David Hirsh trinkt und reagiert sehr zynisch auf seine Umwelt. So pendelt er zwischen zwei Welten. Einerseits in einer höher gebildeten und besser verdienenden Sphäre von seinem Bruder und seiner Frau, die sehr auf ihre Reputation bedacht ist, sowie des Professors French und seiner Tochter Gwen, die ein Fan seiner Bücher ist. Andererseits in der Welt der Bars und gescheiterten Existenzen die wohl von dem Spieler Barna Dillert (Dean Martin) und dem eher leichtem naivem Mädchen Ginny (Shirley MacClaine) die Dave in seine Heimatstadt gefolgt ist. Eine Tragödie zeichnet sich langsam ab.

Der Film ist mit seinem 130 Minuten ein Meisterwerk unter den Dramen. Filmisch wurde hier einiges geboten. Durch die Interaktion der einzelnen konträren Figuren und die Schönheit der Bilder bleibt dieser Film interessant von der ersten Minute an. Die Ausstattung ist eine Klasse für sich. Regisseur Vincente Minelli ist ein beeindruckender Film gelungen der eine Intensität hat die den Zuschauer nicht so leicht loslässt. Mehr als treffend kann man auch die Musik von Elmer Bernstein bezeichnen. Der Ton trifft die Stimmung genau. Die drei großen Stars dieses Films Frank Sinatra, Dean Martin und Shirley MacClaine zeigen hier großartige Leistungen, vielleicht die besten in ihrer Karriere. Auch neben diesem Gespann überzeugen die anderen Darsteller. Gute Besetzung und gute Leistungen bis zu dem kleinsten Nebendarsteller. Der Film zeigt wie ein Drama spannend in Szene gesetzt werden kann.

Die DVD ist wie alle Frank Sinatra Filme die in dieser Edition erschienen sind von toller Qualität. Bild/Ton ist einfach perfekt. Als ob gerade bei The Voice Frankie die Filme besonders sorgfältig restauriert worden sind. Dazu gibt es noch ein paar nette Specials. Glatte Empfehlung für Fans von gutem und gefühlvollem Kino.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sinatra, Martin und McLaine in einer klassischen Tragödie, 29. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Verdammt sind sie alle (DVD)
Die Story ist vorhersehbar und ohne Überraschung schreitet die Tragödie dem Ende zu. Trotzdem hofft man bis zu letzt mit den Figuren und legt sich am besten einige Taschentücher bereit.
Sinatra spielt großartig den kalten Zyniker, geplagt von Zweifeln. Er wird von der gebildeten aber oberflächlichen Frau die er liebt zurückgewiesen. Die wahre Liebe erkennt er erst als es buchstäblich zu spät ist. McLaine spielt das einfältige Flittchen Giny mit Hingabe und überzeugend. Martin gibt den Säufer so ernsthaft, daß man hier sein großes, meist verschwendetes Talent bewundern kann.
Bis in die Nebenrollen gut besetztes Melodram. Großes Kino
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gute Autoren empfinden viel tiefer als andere Menschen, 24. Juni 2011
Von 
Tonio Gas - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Verdammt sind sie alle (DVD)
"Verdammt sind sie alle" ist ein verdammt guter Film, allein schon als Drama und Lehrstück der filmischen Gestaltung. Darin war Regisseur Vincente Minnelli zumeinst gut; hier hat er zudem eine anspruchsvolle literarische Vorlage von James Jones. Es ist sicherlich nicht zwingend, aber bezeichnend, dass es darin auch um das Schreiben geht, um das Scheiben und das Leben, um einen Autor, um die Autorenschaft des eigenen Lebens aber auch. Dave Hirsh (Frank Sinatra) kehrt 1948 aus dem Krieg heim nach Parkland, eine spießige Kleinstadt. Hier treffen sich (so der deutsche Titel des Romans) "Die Entwurzelten": Dave selbst, der Zocker Bama (Dean Martin), das Flittchen Ginnie (Shirley MacLaine). Erschreckenderweise sind die Alteingesessenen von Parkland ebenfalls sämtlich innerlich wurzellos, alle im falschen Leben hinter dieser oder jener Fassade. Daves Bruder Frank (Arthur Kennedy) hat es mit einem Juweliergeschäft zu einem gewissen Ansehen und Wohlstand gebracht, wird aber in einer nur mühsam aufrechterhaltenen Ehehölle von der Gattin stets daran erinnert, das Geschäft von ihrem Vater bekommen zu haben. Der Flirt Franks mit der Sekretärin, die das Leiden und die unerfüllten Sehnsüchte bei dem Mann sieht, wird katastrophale Folgen für Franks Tochter Dawn haben, in einem Ort, in dem jeder jeden kennt und nichts unbeobachtet bleibt. Für Dawn mit dem sprechenden Namen à la Aufbruch und unschuldiger Neuanfang einer jungen Generation droht beinahe die Abend- statt die Morgendämmerung anzubrechen. "Verdammt sind sie alle" ist tatsächlich ein großartiger deutscher Titel für eine großartige Verliererstudie.

Minnelli schafft ein grandioses Panorama mit vielen Nebenhandlungen, die aber doch alle miteinander zusammenhängen und einen pessimistischen, aber nicht völlig hoffnungslosen Blick auf einen Mikrokosmos werfen. Man muss nicht, wie Dave, aus dem Krieg kommen, um entwurzelt zu sein. Man muss nicht, wie Dave, Schriftsteller sein, um an dem Versuch zu laborieren, der Autor seines Lebens zu werden. Von dem Reigen der Personen seien dennoch Dave und sein Verhältnis zu zwei gegensätzlichen Frauen herausgegriffen. Wie hier Menschen nicht zu sich selbst und nicht zueinander finden, lässt sich anhand dieser drei Personen besonders schön beobachten. Dave - da ist Sinatra ganz Sinatra - ist lässig, trinkt ein bißchen zu viel Whiskey und lässt es sich gefallen, von Ginnie umworben zu werden, die ihm aber (zunächst) nicht sonderlich viel bedeutet. Womit er bei der Spießergesellschaft von Parkland natürlich aneckt. Was ihn aber auch selbst nicht glücklich macht, denn er möchte nach zwei Büchern (was einem heutzutage immerhin schon einen Eintrag bei Wikipedia verschaffen kann) seine dritte Erzählung vollenden, an der er bisher scheinbar gescheitert ist. Die bedingungslos liebende, aber etwas billig wirkende und nicht besonders helle Ginnie versteht keinen Deut von Daves schriftstellerischen Ergüssen. Dies tut stattdessen die Literaturdozentin Gwen (Martha Hyer), die ihm letztlich hilft, seine Angst vor der Leere zu überwinden: Wenn alles gesagt ist, darf und muss ein Autor auch einmal schweigen. Dave hatte nicht gemerkt, dass seine vermeintlich unvollendete Geschichte bereits fertig ist, und grandios. Leider demonstriert die Gegensätzlichkeit von Gwen und Ginnie, warum Dave ein "Verdammter" bleiben muss: Man müsste das Beste der beiden Frauen zusammenfügen, aber solche eine Traumfrau muss vielleicht Traumfrau bleiben. Während die eine ihn liebt, aber nicht versteht, ist es bei der anderen genau umgekehrt bzw. gibt sich Gwen alle erdenkliche Mühe, aus Gründen der "Konvention" eine aufkeimende Liebe zu unterdrücken, vor der sie Angst hat. Auf Gwen trifft der alte Witz zu: Kritiker sind wie Eunuchen. Sie wissen, wie es geht, aber sie können es nicht. "Gute Autoren empfinden viel tiefer als wir anderen Menschen"; dies sagt Gwen in der Unterrichtsstunde, so ist es auch bei Dave, aber Gwen sagt 'WIR anderen Menschen', zählt sich also selbst nicht zu den Autoren, von denen sie doch eine Menge zu verstehen scheint. Sie hat Recht: Sie empfindet nicht tiefer bzw. lässt es nicht zu. In einer entscheidenden Szene öffnet er ihr Haar und küsst sie (man denkt unweigerlich an Loriots "Würden Sie für mich Ihr Haar lösen?"), doch dies verschafft ihr Unbehagen und wird bei allen folgenden Treffen wieder einer strengeren Frisur gewichen sein. In einer weiteren wichtigen Szene lässt Gwen Dave nicht an sich heran; so dass er bildkompositorisch gesehen durch einen Spiegel mit ihr sprechen muss.

Dabei wollen Autoren (eines Werkes welcher Gattung auch immer) doch gerne verstanden werden, und ein dementsprechender Kommentar ist ihnen lieber als ein kurzes "alles ganz toll". Doch sie wollen eben auch als Mensch und nicht nur als Künstler verstanden werden, darum muss sich Dave entscheiden: Gwen kann Dave als Schriftsteller genau verstehen, während Ginnie auf die genervten Fragen à la "WAS GENAU gefällt Dir denn an meiner Geschichte?" NICHTS Präzises antworten kann - aber man könne auch lieben, was man nicht verstehe. Da zählt die Liebe dann doch mehr als das Verstehen - die beiden beschließen eine Blitzhochzeit. Was aber noch nicht das Ende der Geschichte ist...

Minnelli hat seinen Film interessant gestaltet und hervorragend besetzt. Insbesondere die quirlige MacLaine ist diesmal mutig in ihrer Art, noch ein bißchen schriller, noch ein bißchen billiger, noch ein bißchen dümmlicher zu sein. Sie, die gesanglich doch Talent hatte, riskiert sogar im betrunkenen Zustand eine völlig schräge und schlechte Gesangseinlage, mit der sie allen auf die Nerven geht. Sie ist mit entsprechend schrillen Kleidern, zumeinst in einem aggressiven Pink, ausgestattet, das Haar ist orangerot, die Lippen sind tiefrot und voller geschminkt, als die natürlichen Linien sind. Uiuiui, wenn sich diese drei Farben nicht heftigst beißen! Doch wenn Ginnie mit großen Augen, großem Mund und unendlich treuem Herzen zu ihrer hemmungs- und bedingungslosen Liebe steht, möchte man fast weinen. So wie sie auch einmal weint. Gwen hingegen lässt das bei sich nicht zu (innerlich weint sie durchaus!). Sie ist dementsprechend in gediegenen Farben gehalten, sogar ihre Umgebung ist es, hier beißt sich zumindest optisch nichts. Es dominieren warme, dezente Gelb- und Brauntöne, oftmals ein Gold (Haare im Gegenlicht, Kleid, Handtasche). Das Edle ist sichtbar, aber eine Farbe fehlt völlig: Rot. Gwen hat kein Herzblut bzw. unterdrückt es. Ginnie hat es und steht offensiv dazu.

Minnelli assoziiert dergestalt kongenial Schlüsselpersonen mit bestimmten Farben - ohne wie in zahlreichen seiner anderen Filme das Schreiende der Farben stark zu forcieren. Dies hebt er sich geschickterweise für den irren Schluss auf; in den letzten zehn Minuten tobt er sich aus. Menschen im Schatten vor einem komplett roten oder purpurnen Hintergrund, Menschen vor einem beleuchteten Karussell, das sich dreht, so dass rot, gelb, blau und grün wie abstrakte Striche vorbeifliegen, ohne auch nur irgendwie zu verschmelzen. Die Unordnung hat ihren Höhepunkt erreicht, es scheint keinen Ausweg mehr aus dem Chaos und aus der Katastrophe zu geben (hierzu erfolgt eine dramatische Zuspitzung, die nicht verraten sei). Nur in der Schlussszene weicht dies einem warmen Grün bei Tageslicht. Na, ob Grün hier die Hoffnung sein kann? Vielleicht. Immerhin zieht Zyniker Bama hier erstmals den Hut vor der vormals verachteten Ginnie. Und auch ich sage: Hut ab vor diesem Film. Empfohlen für alle, die viel tiefer als andere Menschen empfinden - nicht nur für gute Autoren!
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