Der Titel "'Verdammt, er liebt mich"' suggeriert einen aehnlich debilen Frauenroman a la Gier und Konsorten. Dabei unterscheidet sich Schoenle alleine durch ihren Schreibstil positiv von diesen Groschenromanautorinnen. Paula verliebt sich, normal fuer ein junges Maedchen in ihrem Alter, in ihren Lehrer Adrian, der alle Attribute mitbringt, um auch die Muetter zu betoeren. Was sich im Laufe der Geschichte dann auch einstellen soll. Schoenle beschreibt nun das Innenleben der Heldinnen und ihr Dahinschmachten. Zum Teil absurd ihr Denken und Fuehlen, dass sich im Handeln manifestiert. Typisch Verliebte, des klaren Denkens nicht mehr befaehigt. Aus Mutter und Tochter werden Konkurrentinnen, der Vater merkt natuerlich nichts von den Ambitionen seiner weiblichen Vertreterinnen der Familie. Wie sich dann auch noch herausstellen soll, ist Adrian weiss Gott nicht aller Liebesmuehen wert und der Vater natuerlich der einzig wahre Mann weit und breit. Voller Klischees und dennoch witzig und sprachgewandt mit einem recht ungewoehnlichen Plot, der keineswegs in die heile, kleine Familienwelt passt.