Deutscher Titel: Verdammt in alle Ewigkeit
Originaltitel: From Here To Eternity
Produktionsland: USA
Premiere: 1953
Mit: Montgomery Clift, Burt Lancaster, Deborah Kerr, Frank Sinatra, Donna Reed, Ernest Borgnine u. A.
Kamera: Burnett Guffey
Musik: George Duning
Regie: Fred Zinnemann
Literarische Vorlage: nach dem gleichnamigen Roman von James Jones
Bild: SW / gut
Genre: Literaturverfilmung > Soldatenfilm > Militärfilm
Auszeichnungen: Oscars für Bester Film, Bester Nebendarsteller (Frank Sinatra), Beste Nebendarstellerin (Donna Reed), Bester Regisseur, Beste Kamera (für einen Schwarzweiß-Film), Bester Schnitt (William A. Lyon), Bestes Drehbuch (Daniel Taradash), Bester Ton (John P. Livadary) und viele andere Preise.
Nominierungen: für Montgomery Clift als bester Hauptdarsteller, Burt Lancaster als bester Nebendarsteller, Deborah Kerr als beste Hauptdarstellerin, die Musik und das Kostümdesign (Schwarz-Weiß-Film).
Wer den Roman gelesen hat, wird vom Film enttäuscht sein. Der Roman ist viel direkter, klarer, brutaler in seiner unmittelbaren Sprache und seinem Ausdruck. Er beschreibt organisch nahe das nüchterne und passionale Leben eines Berufssoldaten. Darin werden sehr komplexe, differenzierte Charaktere beschrieben, welche im Film allzu kurz und flach geraten. Der Film ist viel weicher, harmloser als das Buch. Trotzdem ist es ein verhältnismäßig guter Film, obzwar kein Meisterwerk. Es war nicht sehr schwer, ihn zu machen, weil die literarische Vorlage bereits gegeben war. Man mußte den Roman einzig straffen auf ein filmreifes Drehbuch. Die Personen und Charaktere darin waren alle vorgegeben. Man mußte sie einfach nur zum Laufen bringen.
Die idealste Besetzung im Film ist Burt Lancaster als Spieß. Er kommt der literarischen Person nahtlos nahe. Montgomery Clift nimmt man den Boxer nicht ganz ab. Frank Sinatra lümmelt dahin in seiner Art. Aus der Vorlage wäre noch sehr viel mehr herauszuholen gewesen. Aber man kann auch so mit dem Gesamtergebnis zufrieden sein. Doch Pathos, Emotionalität, Leidenschaft sind eher im Roman verkörpert - im Film mittelmäßig.
Pearl Harbor auf Hawaii im Jahre 1941.
Der junge Soldat Prewitt (Clift) ist ein Militär-Boxmeister im Mittelgewicht und ein guter Zapfenstreich-Trompeter. Er weigert sich jedoch für seine neue Kaserne zu boxen, da er zuvor in einem Meisterschaftskampf einen Kontrahenten blind schlug. Seine Vorgesetzten wollen das nicht wahrhaben und versuchen brutalen Druck auf ihn auszuüben. Er bleibt standhaft. Parallel dazu entfaltet sich die Geschichte vom Spieß Warden (Lancaster), der mit seinem eigensüchtigen, jedoch äußerst labilen und leicht manipulierbaren Vorgesetzten macht, was er will. Zudem geht er mit dessen innerlich verbitterter Gattin ein riskantes Verhältnis ein. Warden ist gegenüber Prewitt immer korrekt und trachtet danach, ihn angesichts der Schikanen der anderen Vorgesetzten möglichst in Ruhe zu lassen. Prewitt lernt eine Prostituierte kennen, in die er sich verliebt. Im Film wird sehr gut aufgezeigt die Liebe und Passion zum Leben eines Berufssoldaten im Kontrast zu den vielen grausamen Details verursacht durch gefühlslose Vorgesetzte, welche ihre persönlichen Interessen verfolgen. Emotionen und Leidenschaften finden auch in der Armee statt, und die aufgestauten Spannungen, Vorurteile, Brutalitäten, Ängste, Irrwege können sich erst entladen, wenn der Krieg beginnt (Angriff auf Pearl Harbor). Aus dem Grund auch rennt Warden in einer aberwitzigen Euporie mit dem Maschinengewehr in der Hand, süchtig danach, endlich gegen den Feind zu kämpfen, statt die eigene Selbstzerfleischung mit anzusehen.
James Jones, der auch "Der schmale Grat" (The Thin Red Line) schrieb, hat in seinem Werk Außergewöhnliches an Realität und Subtilität offengelegt, so dass sein Roman sicher einer der besten Soldatenpsychogramme überhaupt ist. Obwohl der Film an ihn nicht heranreicht, so vermittelt er doch dessen wesentliche, charakterliche Eigenschaften.