Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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155 von 169 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannende Thrillerkost mit nur vereinzelten Schönheitsfehlern, 26. März 2007
Mit "Verdammnis" führt Larsson konsequent fort, was er mit "Verblendung" begonnen hat. Diesmal steht Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander im Mittelpunkt des Interesses. Lisbeth ist eine wunderbar ambivalente Figur mit einer geheimnisvollen Vergangenheit. Sie ist scharfsinnig und gewitzt, moralisch, aber nicht gesetzestreu, und schlägt aus dem Umstand, dass sie aufgrund ihrer körperlichen Erscheinung immer wieder unterschätzt wird, Kapital. Im Grunde reicht schon allein die Betrachtung von Lisbeth dazu, einen Roman zu füllen.
Der Blick in Lisbeths Vergangenheit ist dabei gleichermaßen spannend wie düster. Stück für Stück kommt eine unheimliche Wahrheit ans Tageslicht, deren ganzes Ausmaß durchaus erschreckend ist. Der um Realismus besorgte Leser wird hier aber auch so manchen Kritikpunkt finden. Manches mag ein wenig zu konstruiert klingen und auch die Figur der Lisbeth Salander, die manchmal wie eine moderne Ausgabe einer technikbegabten und aggressiven Pippi Langstrumpf wirkt, erscheint teils ein wenig zu überzeichnet. Dennoch geht von der Figur eine nicht zu leugnende Faszination aus, die den Leser zu fesseln vermag.
Am Ende schießt Larsson zwar ein wenig über das Ziel hinaus, lässt Salander zu sehr wie einen mutierten Superhelden erscheinen, der übermenschliches zu leisten vermag und reizt damit ihre Möglichkeiten bis an die Grenze aus, dennoch ist "Verdammnis" absolut spannende Kost mit "Page-Turner"-Potenzial.
Der gemächliche Start täuscht ein wenig darüber hinweg, aber wenn der Krimi-Plot erst einmal richtig losgeht, zieht Larsson kontinuierlich die Spannungsschraube an. So entwickelt "Verdammnis" sich zu einem Roman, den man kaum aus der Hand legen mag und bei dem man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, Larsson hätte auch nur eine Seite zu viel geschrieben. Das Ende der Geschichte kommt dann leider etwas abrupt und der Leser wird ohne Vorwarnung und ohne, dass eigentlich die Handlung richtig abgeschlossen wird, aus der Geschichte gerissen und muss sich wohl bis zum driten Band der "Millennium-Trilogie" gedulen, um zu erfahren wie es weitergeht.
Für Quereinsteiger ist die "Millennium-Trilogie" übrigens gänzlich ungeeignet. Die Handlung baut aufeinander auf und in "Verdammnis" werden viele Details ausgeplaudert, die man vor der Lektüre von "Verblendung" definitiv nicht wissen sollte.
FAZIT: Bleibt unterm Strich trotz kleinerer Mängel und einem etwas überzogenen Finale immer noch ein sehr guter Eindruck zurück. Ein Thriller, der von Anfang bis Ende die Spannung auf einem so hohen Niveau hält, dass man das Buch kaum zur Seite legen mag. Und so siegt am Ende eben doch die freudige Erwartung des dritten Teils der Trilogie über das Stirnrunzeln über die vereinzelten Kritikpunkte an "Verdammnis".
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Die Trilogie kommt ins stocken..., 30. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2 (Taschenbuch)
Der zweite Teil der Trilogie birgt deutliche Unterschiede im Gegensatz zu seinem Vorgänger. Ich muss gestehen, mich hat diesmal weniger die Geschichte fasziniert, sondern vielmehr die Tatsache oder das Gefühl alte Bekannte wiederzutreffen und deren Lebensweg zu verfolgen. Stand noch im ersten Teil eine verworren-komplizierte Geschichte um das düstere Familiengeheimnis des Vanger-Clans im Vordergrund, so treffen Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander diesmal auf ein unschönes Kapitel der Neuzeit und ein grosses Problem der Gesellschaft: den Mädchenhandel.
Salander gerät mehr oder weniger durch einen Zufall ins Fadenkreuz der Ermittlungen eines Dreifach-Mordes. Somit beschäftigt sich der Roman auch überwiegend mit ihr und lässt Blomkvist sogar zeitweise links liegen. Dafür werden häufiger der Leiter der Ermittlungen, Kommissar Bublanski und sein Ermittlerteam ins Spiel gebracht. Dementsprechend schildert das Buch die Geschichte aus drei Sichtweisen.
Zur Story selbst will ich nicht mehr sagen, da vieles auf dem ersten Teil aufbaut und man ihn unbedingt gelesen haben sollte um nicht des öfteren mit einem Fragezeichen auf dem Gesicht dazusitzen.
Ansonsten wird wieder fleissig Kaffee gekocht und getrunken, Powerbooks hochgefahren, IKEA-Möbel aufgebaut und natürlich, als wäre es das normalste auf der Welt, hingegangen, gefragt: "willst du sex?", gerne, danke, bett.
Nüchtern betrachtet fehlt "Verdammnis" einfach die Dichte, die "Verblendung" hatte. Die Geschichte hat mich nicht so berührt und auch die Spannung hielt sich in Grenzen. Trotzdem sind mir Mikael und Lisbeth so richtig an Herz gewachsen und deswegen freue ich mich auch auf den dritten und letzten Teil den ich mir für den Urlaub aufhebe und übe mich solange in "Vergebung".
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der schwächste Teil der Trilogie, 4. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2 (Taschenbuch)
Während mich der erste Larsson noch extrem begeistert hatte und ich diesen in einem Stück durchgelesen hatte, so sehr musste ich mich über Tage zwingen den zweiten Teil zu lesen. <Auch wenn das letzte Drittel des Buches an Fahrt aufnimmt und extrem Spaß macht (ganz so wie das erste Buch), so schwer ist der Anfang und Mittelteil. Irgendwie plätschert alles etwas langsam vor sich hin und Larsson braucht lange, bis wirklich Spannung aufkommt. Dabei ist das Buch an sich sehr konsequent als Fortsetzung geschrieben (kann aber auch alleine gelesen werden), wie immer flott übersetzt und liest sich flüssig. Das alleine reicht aber nicht aus um die dahin tröpfelnde Story zu beschleunigen und so wird leider anfangs zum Beispiel zu lange auf Lisbeth eingegangen und die eigentliche Geschichte in den Hintergrund gestellt.
Verdammnis ist gänzlich anders geschrieben als Verblendung (Teil 1) und erfordert vom Leser einiges an Selbstdisziplin sich durch den Anfang zu beißen (vor allem wenn man die flotte erste Geschichte kennt). Belohnt wird man zwar mit einem furiosen Ende, das entschädigt aber nicht für den flauen Beginn.
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