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Verdacht

Cary Grant , Joan Fontaine , Alfred Hitchcock    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Cary Grant, Joan Fontaine, Sir Cedric Hardwicke
  • Regisseur(e): Alfred Hitchcock
  • Komponist: Franz Waxman
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono), Englisch (Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 3. Dezember 2002
  • Produktionsjahr: 1941
  • Spieldauer: 99 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00007B8VU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 56.322 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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Selbst wenn man diesen klassischen romantischen Krimi aus dem Jahre 1941 mehrfach anschaut, wird man immer wieder von der letzten Szene geschockt: eine kurze, aber verwirrende Konfrontation, die den Zuschauer zwingt, sich sprichwörtlich jede Szene nochmals durch den Kopf gehen zu lassen, da die wachsende Überzeugung der Heldin einen Mörder geheiratet zu haben, plötzlich ins Gegenteil verkehrt wird. Regisseur Alfred Hitchcock, der hier ein Rätsel geschaffen hat, das sich um die zersetzende Macht der Verdächtigung rankt, ist damit ein Meisterstück voller geschickter Mehrdeutigkeiten gelungen, das beinahe in jeder Einstellung mit dramatischen Konventionen und rollentypischem Verhalten spielt.

Lina McLaidlaw, die von Joan Fontaine verkörpert wird, welche in dieser zweiten Zusammenarbeit mit dem Regisseur einen Oscar erhielt, ist eine zugeknöpfte, gebildete Erbin, deren sprödes Äußeres ihr Verlangen nach einem mehr von Gefühlen bestimmten Leben verbirgt. Der auf geheimnisvolle Art und Weise attraktive Johnnie Aysgarth scheint dabei die Lösung des Problems darzustellen -- er ist ein Spieler und Frauenheld, ein Verschwender, der mit ihr flirtet, ihr nachstellt und sie schon bald danach heiratet. Cary Grant wirkt als Aysgarth unwiderstehlich, obwohl er ein finsterer Geselle ist -- fähig zum Betrug und kleineren Diebereien, wobei er auch große Pläne mit dem schwindenden Vermögen seiner Braut schmiedet.

Linas Leidenschaft für Johnnie wird von jeder neuen Enthüllung über seine augenscheinliche Unehrlichkeit überschattet: er spielt heimlich und gibt vor, mit Immobilien zu handeln. Noch beunruhigender sind jedoch Hinweise, die Johnnie mit dem Tod seines besten Freundes in Verbindung bringen, ebenso wie die Vorstellung, dass er Lina womöglich langsam vergiftet. Die Beweise scheinen eindeutig gegen ihn zu sprechen, als wir ihn dabei beobachten, wie er mit einem verdächtig aussehenden Glas Milch die Treppe hinaufgeht -- ein Bild, das sich besonders ins Gedächtnis brennt, da der Regisseur das Glas zum Leuchten bringt.

Tatsächlich zeigt Hitchcock auch während er Johnnie praktisch überführt und dabei von Cary Grants Fähigkeit profitiert, eine solche Bedrohung darzustellen, bildhafte Hinweise auf Linas eigener neurotischer (und erotischer) Besessenheit. Die letzte Szene zwingt den Zuschauer schließlich dazu, ihr Verhalten neu zu bewerten, wobei genug im Unklaren bleibt -- was verhindert, dass sowohl der Zuschauer als auch Johnnie komplett entlastet werden. Ein seltsamer, unangenehmer Schluss für diesen brilliant gemachten Thriller. --Sam Sutherland

Produktbeschreibungen

Lina, Tochter aus gutsituiertem Haus, verliebt sich in den charmanten Playboy Johnny und heiratet ihn gegen den Willen ihrer Eltern. Doch Lina hat keine Ahnung, dass der extravagante und vornehme Lebensstil, den beide nach der Hochzeit führen, nur auf Pump basiert. Sie kann ihrem immer optimistischen und voller Zukunftspläne steckenden Johnny einfach nichts ernsthaft übel nehmen. Erst ganz allmählich keimt in ihr der Verdacht auf, dass Johnny vielleicht doch nicht so harmlos ist, wie er andere glauben lässt. Lina befürchtet, dass Johnny ihre Lebensversicherung kassieren will. Doch um an diese zu gelangen, müsste er sie umbringen...

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Guten Abend, Mutziputzi!" 1. März 2005
Format:DVD
- wenn diese Worte ertönen, fährt jedesmal ein Schauer durch den Zuschauer, da Hitchcock einmal mehr offenläßt, ob es sich dabei um eine zärtliche, frivole Begrüßung handelt oder um eines der berühmten "letzten Worte".
"Verdacht" ist ein Film, der seinerzeit ein Thema in den Mittelpunkt rückte, das bei früheren Hitchcock-Filmen noch eher nebenbei aufgetreten war: Die Bedrohung eines Menschen durch den eigenen Ehepartner, die Beunruhigung innerhalb der eigenen vier Wände und schließlich das Grauen im eigenen Kopf, das die äußere Gefahr noch übertrifft. Die "Verdachts"-Momente dieses Films unterteilen sich in mehrere Abschnitte, die den psychischen Verfall der jungen Ehefrau innerlich und äußerlich begleiten: Aus Verblendung wird traurige Erkenntnis, aus Erkenntnis vage Befürchtung, aus Befürchtung blanke Angst. Das so oft kritisierte Ende ermöglicht es dem Zuschauer, sich den Film immer wieder anzuschauen, da es mehr Fragen aufwirft, als daß es sie beantwortet - der Zuschauer steigt von jetzt an mit derselben unterschwelligen Unruhe in den Film ein, die die Heldin zu Beginn noch erwartet. Hätte Cary Grant sich dagegen als Mörder offen herausgestellt, wäre die gesamte Wirkung des bisherigen Films verpufft gewesen. Diese und zahlreiche andere Merkmale machen "Verdacht" neben "Der Auslandskorrespondent" und "Im Schatten des Zweifels" zum Besten, was Hitchcock in seiner frühen 40er Jahre-Periode geschaffen hat.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kann Gary Grant ein Mörder sein? 17. Oktober 2011
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Dieser sanfte Psychothriller aus dem Jahre 1941 lebt von der Darstellung der Hauptdarsteller Gary Grant und Joan Fontaine. Wie kann eine reizende Frau wie Lina Aysgarth nur glauben, dass ihr verliebter Ehemann John, sie des Geldes wegen vergiften will? Der Altmeister Alfred Hitchcock lässt keine Gelegenheit aus, die Gedankengänge der zunehmend verzweifelten Ehefrau überzeugend darzustellen und die Spannung subtil zu steigern. Gebannt starrt man als Zuschauer ebenso wie Joan Fontaine auf das Glas, welches der besorgte Gary Grant eben als Schlummertrunk auf den Nachttisch gestellt hat, bevor er das Zimmer verließ. Unheilvoll schimmert der Inhalt des Glases, welches der Regisseur wegen des Effekts mit einem leuchtenden Lämpchen ausstattete.

Die erste Begegnung zwischen John und Lina findet im Zug statt. Es ist schon ein Kunststück die Schönheit Joan Fontaines zu verbergen und hier erfolgt der Versuch mit einer großen, unattraktiven Brille, einer unkleidsamen Frisur und altjüngferlicher Kleidung. Komplett gemacht wird der Eindruck eines Blaustrumpfs durch das aufgeschlagene Sachbuch auf dem Schoß der sittsamen Dame. Doch jemand wie der erfahrene Playboy John Aysgarth lässt sich nicht so leicht täuschen. Auch Linas Gedanken sind nicht so sachlich, wie es den Anschein haben mag. In ihrem Buch verborgen liegt ein Bild eines attraktiven Mannes und wie die Betrachterin erschreckt und etwas verwirrt feststellt, handelt es sich um den Portraitierten um eben den Herrn, der ihr jetzt gegenüber sitzt. In der nächsten Szene erlebt Aysgarth seine Zugbegleiterin in einem ganz anderen Licht. Während er umschwärmt von den Damen bei einer Reitveranstaltung umherschweift, fällt sein Blick auf die kühne Reiterin auf einem temperamentvollen Pferd. Wie er feststellt, handelt es sich tatsächlich um die nüchterne Mitreisende im Zug und sein Interesse an der jungen Dame ist eindeutig geweckt.
Nachdem Aysgarth mit Miss McLaidlaw einen zweisamen Sparziergang unternommen hat, statt mit ihr brav zur Kirche zu gehen, kehrt die sonst so brave Lina sehr verwirrt nach Hause zurück. Bevor sie das Haus betritt wird sie Zeuge eines Gesprächs ihrer Eltern, die in ihr schon eine alte Jungfer ohne Heiratschancen sehen. Ein wenig trotzig und mit neuer Hoffnung auf Liebe beseelt, beginnt Lina nun entschlossen, ihr Glück voranzutreiben. Am Jägerball sieht sich die erstaunte Gesellschaft einer völlig veränderten Miss McLaidlaw gegenüber, die sich bereitwillig von John Aysgarth entführen lässt. Die beiden Verliebten heiraten überstürzt und verbringen leidenschaftliche Flitterwochen an den romantischsten Plätzen in Europa.
Als John seine Ehefrau schließlich in das Haus führt, welches er für sie beide gemietet hat, glaubt sie, dass ihr Glück vollkommen wäre. Doch schon sehr bald stellt sich heraus, dass John nicht nur über seine Verhältnisse lebt, sondern auch bedeutende finanzielle Sorgen hat. Es ist ausgerechnet Johns alter Freund Beaky Thwaite, der die junge Ehefrau über ihren Mann aufklärt. Lina stellt fest, dass ihr geliebter Ehemann einige Geheimnisse vor ihr hat und dass seine finanziellen Probleme so groß sein müssen, dass er nicht einmal davor zurückschreckt, hinter ihrem Rücken wertvolle Erbstücke ihrer Familie zu verhökern. Lina steigert sich in ihrer Besorgnis immer mehr in die Hysterie hinein und nicht einmal das an sich harmlose Hobby ihres Mannes, Kriminalromane zu lesen, scheint ihr jetzt bedeutungslos zu sein. Wie weit wird John Aysgarth gehen, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen? Würde er tatsächlich den Tod seines besten Freundes und vielleicht sogar den Tod seiner Ehefrau in Kauf nehmen?

Die Romanvorlage sah ein anderes Ende der Geschichte vor und Hitchcock selbst soll mit dem Filmschluss nicht ganz zufrieden gewesen sein. Tatsache ist jedoch, dass die Auflösung die psychologische Komponente des Werkes verstärkt.
Der Fokus der Betrachtung liegt sehr stark auf der weiblichen Hauptdarstellerin, die wirklich alles für ihre Rolle gibt. Ihr Selbstbild wird hauptsächlich durch ihre Umwelt geprägt. Durch die eher negativen Signale ihrer wohlmeinenden Eltern hat sie sich in die Rolle der langweiligen Jungfer gefügt. Allerdings verraten uns kleine Details die geheimen Leidenschaften der jungen Frau, die sehr nahe an der Oberfläche brodeln und nur darauf warten, entdeckt zu werden. Dem erfahrenen Frauenkenner John ist es ein Leichtes, die junge Frau zum strahlen zu bringen und dass er sich in die hinreißende Lina verliebt, ist für den Zuschauer keine große Überraschung. Für Lina selbst ist diese Liebe allerdings ein großes Wunder und ihr Selbstbewusstsein ist noch nicht so stark, für den Schlag, den sie erhält, als sie hinter die Fassade des respektablen Ehemannes blickt. Da sie selbst unsicher ist, gelingt es ihr ebenso wenig den Charakter von John zu durchschauen, wie ihre eigenen Motive zu reflektieren. Für sie wird ihr Ehemann zunehmend zu einem Fremden, von dem sie sich zwar angezogen fühlt, wodurch aber ihre Furchtgefühle zusätzlich verstärkt werden. Da durch den eingeschränkten Blickwinkel auch für den Zuschauer John Aysgarth immer undurchsichtiger wird, fühlt man zunehmend mit Lina und wartet gespannt auf die Auflösung der Geschichte.

Fazit: Das intensive Spiel von Joan Fontaine und Gary Grant ist ein Fest. Dieses Paar sollte man sich nicht entgehen lassen!

Die DVD-Ausgabe enthält jedoch nur die deutsche Sprache.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Hitchcock-Thriller 25. Januar 2002
Format:Videokassette
Mit diesem Film hat Alfred Hitchcok, der "Master Of Suspence" einen filmischen Meilenstein gesetzt.

Cary Grant und Joan Fontaine überzeugen durch ihr subtiles Spiel und garantieren für Spannung bis zum Zerreißen. Vor allem der Komödienspezialist Cary Grant wirkt unglaublich düster und undurchschaubar. Joan Fontaines Spiel wurde 1941 mit einem Oscar prämiert.

Obwohl die meisten Filme Alfred Hitchcocks exzellente Meisterwerke sind, sticht dieser durch die Klarheit und dennoch Undurchschaubarkeit der Story hervor. Allein schon die an dem Milchglas festgemachte Spannung hält den Zuschauer über Minuten hinweg in Atem.

Hitchcocks 1941er Schwarz-Weiß-Klassiker ist einer seiner besten.

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