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Verbrechen und Strafe
 
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Verbrechen und Strafe [Taschenbuch]

Fjodor Michailowitsch Dostojewski , Swetlana Geier
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 768 Seiten
  • Verlag: Fischer; Auflage: 15 (2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596129974
  • ISBN-13: 978-3596129973
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.980 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Fjodor Michailowitsch Dostojewski
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Raskolnikow entstammt einer verarmten bürgerlichen Familie. In der schrankähnlichen Enge seines Zimmers ist der »euklidische Verstand«, der der Diener des Lebens sein sollte, zum Herrscher geworden. Raskolnikow ist Utilitarist. Um eines naturgemäß unklar gefaßten Begriffs des wissenschaftlichen oder sozialen Fortschritts willen, scheint es ihm erlaubt, eine alte Wucherin, die »nicht besser als eine Laus ist«, zu töten und mit dem geraubten Geld sein Studium zu finanzieren. Sein Herz wehrt sich ebenso wie sein Unterbewußtsein gegen die geplante Tat, doch von sozialer Not gedrängt und gefangen in lebensfeindlichen Ideen, wird er zum Mörder. Das Delirium und die grenzenlose Einsamkeit, die dem Verbrechen folgen, lassen ihn erkennen, daß die Funktionen des »euklidischen Verstandes« nicht die einzige bestimmende Dimension der menschlichen Persönlichkeit ausmachen. Leidvoll, aber bereichert durch die einfühlsame Scharfsicht des Untersuchungsrichters Porfirij und durch die frisch erwachte Liebe zu Sonja Marmeladowa, erfährt er, daß der Weg aus der Vereinsamung nur über Geständnis und Strafe führen kann. Auch wenn die »Reue« ihm eher fremd ist, die Liebe errettet ihn schließlich.

Über den Autor

Fjodor Dostojewskij wurde am 11. November 1821 in Moskau geboren, wo er als Sohn eines Arztes aus verarmter Adelsfamilie aufwuchs. Mit seinem Romandebüt Arme Leute hatte Dostojewskij 1846 auf Anhieb Erfolg. Aufgrund seiner Teilnahme an den Treffen des Petraschewskij-Kreises, der für einen utopischen Sozialismus eintrat, wurde er zum Tode verurteilt, 1849 jedoch, kurz vor seiner Hinrichtung, zu vierjähriger Verbannung nach Sibirien begnadigt. 1859 kehrte er nach St. Petersburg zurück, 1866 erschien der erste seiner großen Romane, Verbrechen und Strafe, der zum Inbegriff des psychologischen Erzählens wurde. In den folgenden Jahren hielt er sich häufig im Ausland auf, in England, der Schweiz, in Florenz und Dresden. 1868 folgte Der Idiot, 1871 Böse Geister und 1880 das abschließende Meisterwerk Die Brüder Karamasow. Am 9. Februar 1881 starb Dostojewskij in St. Petersburg. Mit der frühen Veröffentlichung seiner Romane Der Spieler (1888), Der Gatte (1889) und Der Idiot (1889) hatte der S. Fischer Verlag im deutschsprachigen Raum entscheidenden Anteil an der Durchsetzung Dostojewskijs wie der russischen Literatur insgesamt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anatomie des Masochismus 29. Dezember 2009
Format:Broschiert
REZENSION ZU DOSTOJEWSKIJ: VERBRECHEN UND STRAFE - FISCHER TASCHENBUCH - 2008

Warum sollte man sich 750 Seiten eines russischen Klassikers antun?

Dafür gibt es zwei mögliche Gründe.

Erstens. Dostojewskij hat in diesem Roman das Columbo-Prinzip erfunden.
Der Mörder, aus dessen Perspektive die Handlung geschildert wird, wiegt sich überlegen und in Sicherheit, doch der ermittelnde Staatsanwalt bringt ihn durch betont harmloses Nachfragen in Bedrängnis. Der "perfekte Mord" bleibt daher nicht ungesühnt. Doch für diesen Teil der Handlung, der spannend ist, insbesondere weil der Mörder immer wieder Lust verspürt, den Staatsanwalt zu provozieren, brauche ich keinen dicken Schmöker - dafür reicht mir auch Detective Columbo im Fernsehen. Gibt es also noch andere Argumente? Die gibt es durchaus.

Zweitens: Die Innenperspektive des Mörders. Damit ist Dostojewskij meiner Meinung nach das entscheidend Neue gelungen: Ein Student entschließt sich ein Verbrechen zu begehen, und wir beobachten ihn hautnah - von den verworrenen Motiven für die Tat, über den grausamen Mord selbst, bis hin zu seiner Verfolgung, die den größten Teil ausmacht, und schließlich seiner Strafe. Dabei haben wir an seinen Gedanken gleichsam völlig ungeschützt teil, etwa an seinem wiederkehrenden, masochistisch anmutenden Bedürfnis, seine Verfolger zu provozieren, an seiner sich ins irrationale steigernden Angst, und auch an seiner zur Tat im (scheinbar) krassen Widerspruch stehenden Menschlichkeit.

Bei der Schilderung all dessen gelingt Dostojewski meiner Meinung nach eine psychologische Genauigkeit und Schonungslosigkeit in der Darstellung, wie ich sie bisher noch nicht gelesen habe. Und dabei ist es überhaupt kein kompliziertes Buch, man muss nicht stundenlang über einzelne Sätze nachdenken sondern kann die anschaulichen Beschreibungen flüssig und schnell lesen.

Na Gut... hier und dort, die eine oder andere Länge blieb nicht aus... . Trotzdem: Ein Buch, dass ich aufgrund seiner Intensität und Reife nicht vergessen werde.

Noch ein Hinweis zur Übersetzung: Früher galt die Übersetzung von E. K. Rahsin (Piper Verlag) als Standard. Seit Swetlana Geier das Werk 1994 komplett neu und "Schuld und Sühne" mit dem treffenderen Titel "Verbrechen und Strafe" übersetzt hat, gilt diese als neuer Standard.

Diese habe ich gelesen und halte sie für sehr empfehlenswert!
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59 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Daß es sich bei Dostojewskis "prestuplenie i nakazanie" um ein Meisterwerk allerersten Ranges handelt ist sicher jedem Leser dieser Zeilen bereits zu Ohren gekommen. Ich spare mir daher eine Inhaltsangabe, etc.

Das wirklich Besondere an diesem Buch ist seine Übersetzung. Auf beeindruckende Weise schafft es die Übersetzerin (Svetlana Geier) die Subtilität und Energiegeladenheit der Sprache Dostojewskis im Deutschen wiederzugeben. So werden in dieser Übersetzung die Figuren bereits anhand ihrer Ausdrucksweise ausführlichst charakterisiert: Frau Geier läßt zum ersten Mal verschiedene Figuren mit verschiedenen Soziolekten und Dialekten auftreten. Eine Selbstverständlichkeit, wenn man sich den russischen Originaltext einmal anschaut. Dennoch ein komplettes novum in der Tradition deutscher Dostojewski-Übersetzungen. Besonders gelungen schon der jeglicher religiösen Konnotation entledigte Titel: "Verbrechen und Strafe" anstatt "Schuld und Sühne".

Hier können sie zum ersten mal Dostojewski auf Deutsch lesen!

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45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Endlich ! 25. Juli 2007
Von Roland Freisitzer TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Endlich gibt es diesen wunderbaren Roman in einer brillanten Übersetzung. Schon der Titel ist endlich korrekt übersetzt, da der Originaltitel "Prestuplenje i Nakazanje" schlicht und einfach "Verbrechen und Strafe" bedeutet, nicht "Schuld und Sühne". Swetlana Geier schafft, was vor ihr kein Übersetzer geschafft hat, nämlich den Tonfall Dostojewskis aus dem russischen Original (das ich mehrfach gelesen habe) genau und vor allem, staubfrei in die deutsche Sprache zu bringen.
Fazit: ein großartiger Roman, glänzend übersetzt (wie übrigens alle von Swetlana Geier übersetzten Dostojewski Romane), Glück für alle Leser.
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