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Verbrechen: Stories [Taschenbuch]

Ferdinand von Schirach
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (291 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 2010
Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 19 (1. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492259669
  • ISBN-13: 978-3492259668
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (291 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 430 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein erfolgreicher Berliner Strafverteidiger erweist sich als bestürzend scharfsichtiger Erzähler, der in schlaglichtartigen Geschichten zeigt, wie sich die Parallelwelt des Verbrechens in der bürgerlichen Welt einnistet.« Literarische Welt

»Schirach schreibt so souverän, klar und einfach, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Er ist ein großartiger Erzähler, weil er sich auf die Menschen verlässt, auf deren Schicksale... Geschriebenes Kino im Kurzformat« Der Spiegel

»Im atemberaubenden Erzähldebüt ›Verbrechen‹ des Rechtsanwalts Ferdinand von Schirach geht es um die Wahrheit – nichts als die Wahrheit.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wunderbar, fesselnd von der ersten Seite an und ohne jeden falschen Ton.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Eine faszinierende Auseinandersetzung mit dem Thema Schuld. Und, nebenbei bemerkt, auch noch eine sehr gut geschriebene.« titel, thesen, temperamente

»Von Schirach blickt in Randgebiete der Gesellschaft, die die meisten von uns niemals sehen (und auch nicht sehen möchten).« Westdeutscher Rundfunk

»Diese Geschichten sind deswegen so ergreifend, weil der Erzähler kontrolliert jegliches Pathos vermeidet. Seine kühle Prosa ist die literarische Entdeckung des Jahres.« Abendzeitung

Über den Autor

Ferdinand von Schirach, geboren 1964, arbeitet seit 1994 als Strafverteidiger in Berlin. Seine Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« wurden, genau wie sein erster Roman »Der Fall Collini«, zu internationalen Bestsellern. In mehr als dreißig Ländern erschienen Übersetzungen. Schirach wurde mit dem Kleist-Preis und anderen - auch internationalen - Literaturpreisen ausgezeichnet. »Verbrechen« wird als Serie im ZDF gezeigt, »Schuld« wird demnächst verfilmt. Weitere Kinofilme sind angekündigt.

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119 von 133 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Realität oder Fiktion? 6. September 2009
Von Jupiter
Format:Gebundene Ausgabe
Schirach ist Anwalt und angeblich sind die Fälle, die er in der vorliegenden Sammlung von Stories beschreibt, wahr. Ich bin geneigt, das für einen Trick zu halten. Aber ich mag mich täuschen, und schließlich ist es egal. Denn die klare, knappe Sprache, die häufig kurzen Sätze, in denen neutral und mitleidlos die Lebensumstände der "Verbrecher" beschrieben werden, sprechen für sich. Vielleicht konnte sich Herr von Schirach diese Schicksale nicht ausdenken, vielleicht musste er es auch nicht. Auch das ist gleichgültig. Sie werden zu Literatur, indem sie notiert, gedruckt und gelesen werden. Und gelobt. Und das zu recht. Schirachs Sprache ist intensiv und elegant gleichzeitig, sie besitzt eine Sogkraft, der man sich nicht entziehen kann. Dazu kommt: Was der Autor hier offeriert ist nicht wenig, er bietet seinen Lesern einen Blick in das Leben von "Verbrechern". (Weil sie dem Leser nicht als solche erscheinen, stehen hier die Anführungszeichen.) Vielleicht ist es für viele Leser ein zusätzlicher Anreiz, dass es hier vorgeblich (?) um wahre Begebenheiten geht. Aber ich möchte noch einmal betonen: es ist nur ein stilistischer Unterschied. Oder sollte ich mich täuschen? Denn eines kann Schirach mit seinem Erzählansatz nicht, nämlich in den Verstand seiner Protagonisten eindringen. Schirach beschreibt Fakten, keine Gedanken. Wer zu den Fakten noch die Gedanken der "Verbrecher" kennen will, der muss sich doch wieder auf die bekennende Fiktion verweisen lassen, auf Jan Costin Wagner, der in "Nachtfahrt" einen Mörder auf dem Weg zu seiner Tat begleitet und in "Das Schweigen" von den Jahren nach der schändlichen Tat berichtet, oder auf Sabine Alt, die in "Weras Talent" einer Professorin beim Morden über die Schulter sieht und In "Vergiss Paris" die missglückende Rehabilitation einer bereits Verurteilten begleitet. Diese Stoffe sind Fiktion, darum dürfen die Autoren über die Gedanken ihrer Figuren verfügen. Schirach tut dies nicht, er hält sich an die Fakten. Und die Gedanken der "Verbrecher" entstehen im Kopf des Lesers. Das ist geschickt und es ist allemal Literatur!
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98 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faszination und Eitelkeit 2. Dezember 2009
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Vorbemerkung: Die Stories des Berliner Strafverteidigers Ferdinand von Schirach habe ich an einem längeren Leseabend regelrecht "verschlungen". Ich war einerseits begeistert; andererseits aber blieb ein mir zunächst unverständliches Mißbehagen zurück. Also las ich "Verbrechen" nach ein paar Tagen noch einmal. Jetzt verstehe ich, warum ich nicht ungeteilt loben mag...

Der Autor versammelt elf Geschichten, die allesamt eins gemeinsam haben: Die Protagonisten geraten mit den Gesetzen in Konflikt. Zum Beispiel der Arzt im Ruhestand, den ein in jungen Jahren geleisteter Eid zu einer entsetzlichen Tat treibt; die beiden aggressiven Glatzköpfe, die in der Person eines eher unscheinbar wirkenden Herrn an den Falschen geraten; die Schelmengeschichte mit den 9 libanesischen Brüdern; oder - für mich die beste, weil anrührendste Geschichte ("Der Äthiopier") - der Bankräuber, für den die Schöffen zusammenlegen, um ihm ein Flugticket zu schenken... Die spannenden Stories sind in einer an amerikanischen Vorbildern geschulten souveränen, glasklaren,kunstvoll schlicht gehaltenen Sprache gehalten, die man einem Juristen kaum zutrauen würde, wenn man nicht wüßte, daß auch ein Goethe, ein Storm, ein Kafka usw. Juristen waren. Ob die Geschichten "wahr" sind, wie es der Waschzettel suggerieren möchte? Nein, natürlich nicht; allenfalls einige bis zur Unkenntlichkeit verfremdete Versatzstücke mögen aus realen Prozessen stammen. Abgesehen davon, daß von Schirach seine Approbation als Anwalt aufs Spiel setzen würde - nicht zufällig stellt er seinem Buch ein bestimmtes Motto von Werner K. Heisenberg voran ("Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich").

Was mir weniger gefällt? Der gar nicht so heimliche "Held" der meisten Geschichten ist - Ferdinand von Schirach selbst, als kenntnisreicher, gewitzter, cleverer, belehrender, eben: großartiger und damit erfolgreicher, aber auch eitler Anwalt seiner Mandanten agierend. Sein Plädoyer für ein "abwägendes Schuldstrafrecht" hätte er wohl besser an anderer Stelle gehalten. Hier stört es, mich jedenfals, nur - bis hin zur in diesen Textpassagen eher juristisch-ausschweifenden Sprache.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung - aber wirklich wahr? 11. Januar 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Ferdinand von Schirach hat ein unterhaltsames Buch geschrieben, keine Frage. Der besonderen Reiz seiner Erzählungen, die sie aus der Masse ähnlicher, fiktiver Stoffe herausstechen lassen, besteht in der angeblichen Authentizität.

Angeblich deshalb, weil ich ihm das nicht abkaufe. Die Umstände der Verbrechen sind teilweise so speziell, dass entweder ein Rückschluss auf konkrete Fälle möglich sein müsste oder aber die Beschreibung von der Realität meilenweit entfernt ist. Zu letzterem würde ich neigen, da z.B. die Geschichte mit dem zerstückelten Politiker in der Öffentlichkeit ein breites Echo gefunden hätte. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass das irgendwie unter den Tisch gekehrt wurde, aber nach von Schirachs Beschreibung waren an der Aufklärung so viele Leute beteiligt, dass das in meinen Augen nicht besonders realistisch sein dürfte.

Letztendlich vollends von der Fiktionalität des Buches hat mich die Lektüre der Story über die ermordete Studentin überzeugt: Zu sehr klingt der Trick mit der Zeitumstellung nach Mason & Matlock. Insbesondere dass keiner, auch nicht die anwesenden Pressevertreter bzw. deren Leser/Hörer/Zuschauer durchschaut haben, dass dieses angeblich entlastende Indiz eher belastend ist, ist völlig unglaubwürdig.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen kurzweilig
Das Buch liest sich sehr gut, die lakonische Art des Erzählens gefiel mir sehr. Tolle Lektüre auch für den Urlaub.
Vor 7 Tagen von Kunde aus Dresden veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kurz aber spassig!
Nicht nur für Juristen unterhaltsam, auch für Laien Spass und interessante Einblicke in den Gerichtsbetrieb.
Freue mich auf eine Fortsetzung.
Vor 10 Tagen von Protrust veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Verbrechen:Stories
Spannend erzählte außergewöhnliche Kriminalfälle. Das Buch hat mich gefesselt, weil es Geschichten sind, die eigentlich im eigenen Wohnumfeld passieren... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Tagen von Rosemarie Döhler veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Verbrechen
die Geschichten sind kurz und nett zu lesen, mehr aber auch nicht, ich hatte mir das spektakulärer vorgestellt, die Fernsehserie fand ich auch nicht so dolle - Geschmackssache
Vor 12 Tagen von Stephan Pasda veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Buch
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch.
Es ist hervorragend geschrieben.
Dann war ich auf die Verfilmumg sehr gespannt.
Buch und DVd sind hervorragend!
Vor 13 Tagen von Käthe Maaß veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Verbrechen
dito, das Gleiche wie bei " Schuld"! Ein sehr empfehlenswerter deutscher Autor..hoffentlich noch viele Lesemöglichkeiten,sie sind kurz, intensiv und bleiben in... Lesen Sie weiter...
Vor 25 Tagen von Petra Anschütz veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Virtuose Erzählung, Celebrieren des Verbrechens.
Eine virtuose, tempo- und bildreiche Erzählungssprache, die fünf Sterne verdient. Leider diese glanzvolle Schrift trägt zwischen ihre Zeilen eine lustvolle... Lesen Sie weiter...
Vor 29 Tagen von Syros veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Verstörend
Die Kombination aus großem Realismus und Lebensnähe in der Beschreibung der Charactere mit zum Teil extremen, brutalen und unvorstellbaren Taten bedeutet einen... Lesen Sie weiter...
Vor 29 Tagen von M. Steinberg veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Urteile - authentische Gerichts Stories aus erster Hand
Treffend, originell und flott - mit so viel Esprit und Herz, dass der Glaube an deutsche Justiz wieder eine Chance hat!
Vor 1 Monat von Dr. Petra Loewenthal veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kurzweilig, spannend, empfehlenswert
Brilant geschrieben, sehr unterhaltsam, unglaubliche Geschehen interessant geschrieben. Alles in allem kurzweilig und oft viel spannender als ein Krimi. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Hilsheimer veröffentlicht
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