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Verbrechen: Stories [Gebundene Ausgabe]

Ferdinand von Schirach
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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [220kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 20 (19. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492053629
  • ISBN-13: 978-3492053624
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (250 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.663 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ferdinand von Schirach
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ferdinand von Schirach schreibt so souverän, klar und einfach, als hätte er nie etwas anderes gemacht … er ist ein großartiger Erzähler.« Der Spiegel  »Ein wunderbares Debüt, fesselnd von der ersten Seite an und ohne jeden falschen Ton.« Frankfurrter Allgemeine Sonntagszeitung  »Um die Vielschichtigkeit einer Tat geht es ihm. Sie beschreibt er nüchtern, wortkarg und immer so, dass der Leser am Ende Verständnis, fast Mitleid mit dem Täter hat.« Literarische Welt »Ein unglaublich beeindruckendes Buch …« BZ »›Verbrechen‹ ist das gemeinste, hinterhältigste und tollste Buch, das ich seit Langem gelesen haben. Es schleicht sich an … Aber dann haut einen jedes einzelne Kapitel aus den Schuhen.« WDR 2 »Eines ist den Geschichten allen gemein: Sie erzählen von menschlichen Dramen und geben den Blick frei in seelische Abgründe. Schirach ist nicht nur ein erfolgreicher Strafverteidiger, er erweist sich auch als begnadeter Erzähler … Das reale Leben hält mehr Tragödien bereit, als Krimiautoren erfinden könnten. Sehr lesenwert.« Buchmarkt  »Mitunter kamen mir, wenn ich über die Lakonie lachen musste, mit der da finstere Vorgänge beschrieben werden, Jörg Fauser und Thomas Bernhard in den Sinn. Natürlich sind Schirachs Texte nicht genuin komisch, es sind eher kleine komische Funken, die vor dem meist rabenschwarzen Hintergrund manchmal trivialer, manchmal tragischer Verbrechen um so heller leuchten.« Titanic  »Was sind das für Geschichten? Warum fesseln sie? Weil sich hinter der Sachlichkeit Parteinahme verbirgt, die keine politische Korrektheit kennt. Schirachs Moral ist eigenwillig. Eigensinnig. Ruhig: aber äußerst störrisch. Seine Texte verschließen ein Rätsel in sich. Was ist Schuld?« WAZ   »Jede einzelne Geschichte beweist, dass die Wirklichkeit viel bizarrer sein kann als die abseitigste Phantasie eines Krimiautors. Schirach erzählt ganz nüchtern und undramatisch, was ebendeshalb seine Wirkung nicht verfehlt.« Der Standard

Kurzbeschreibung

Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
105 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Realität oder Fiktion? 6. September 2009
Von Jupiter
Format:Gebundene Ausgabe
Schirach ist Anwalt und angeblich sind die Fälle, die er in der vorliegenden Sammlung von Stories beschreibt, wahr. Ich bin geneigt, das für einen Trick zu halten. Aber ich mag mich täuschen, und schließlich ist es egal. Denn die klare, knappe Sprache, die häufig kurzen Sätze, in denen neutral und mitleidlos die Lebensumstände der "Verbrecher" beschrieben werden, sprechen für sich. Vielleicht konnte sich Herr von Schirach diese Schicksale nicht ausdenken, vielleicht musste er es auch nicht. Auch das ist gleichgültig. Sie werden zu Literatur, indem sie notiert, gedruckt und gelesen werden. Und gelobt. Und das zu recht. Schirachs Sprache ist intensiv und elegant gleichzeitig, sie besitzt eine Sogkraft, der man sich nicht entziehen kann. Dazu kommt: Was der Autor hier offeriert ist nicht wenig, er bietet seinen Lesern einen Blick in das Leben von "Verbrechern". (Weil sie dem Leser nicht als solche erscheinen, stehen hier die Anführungszeichen.) Vielleicht ist es für viele Leser ein zusätzlicher Anreiz, dass es hier vorgeblich (?) um wahre Begebenheiten geht. Aber ich möchte noch einmal betonen: es ist nur ein stilistischer Unterschied. Oder sollte ich mich täuschen? Denn eines kann Schirach mit seinem Erzählansatz nicht, nämlich in den Verstand seiner Protagonisten eindringen. Schirach beschreibt Fakten, keine Gedanken. Wer zu den Fakten noch die Gedanken der "Verbrecher" kennen will, der muss sich doch wieder auf die bekennende Fiktion verweisen lassen, auf Jan Costin Wagner, der in "Nachtfahrt" einen Mörder auf dem Weg zu seiner Tat begleitet und in "Das Schweigen" von den Jahren nach der schändlichen Tat berichtet, oder auf Sabine Alt, die in "Weras Talent" einer Professorin beim Morden über die Schulter sieht und In "Vergiss Paris" die missglückende Rehabilitation einer bereits Verurteilten begleitet. Diese Stoffe sind Fiktion, darum dürfen die Autoren über die Gedanken ihrer Figuren verfügen. Schirach tut dies nicht, er hält sich an die Fakten. Und die Gedanken der "Verbrecher" entstehen im Kopf des Lesers. Das ist geschickt und es ist allemal Literatur!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch umfasst etwas über 200 Seiten und insgesamt elf kurze Geschichten. Es stellt in meinen Augen eine herausragende schriftstellerische Leistung dar, einem Leser auf gerade mal 15-25 Seiten eine rundum gelungene Geschichte zu erzählen, ohne dabei oberflächlich, unpräzise oder langweilig zu sein. Auf dieser lächerlich geringen Anzahl von Seiten skizziert Ferdinand von Schirach mit scharfem Blick die wesentlichen Details kleiner aber überaus präziser Welten.

Der erste große Pluspunkt des Buches ist von Schirachs Schreibstil. So wie es manche Zeichner fertigbringen, mit nur wenigen Tuschestrichen auch komplexeste Szenarien zu transportieren, so gelingt es auch dem Autor, seinen Mikrokosmen mit nur wenigen Sätzen Leben einzuhauchen, ohne dabei banal zu wirken. Die Figuren erscheinen greifbar und stimmig, jeder unnötige erzählerische Ballast wurde vermieden. Gerade dadurch erzeugt jede Erzählung eine dichte, charakteristische Atmosphäre.

Ebenfalls positiv fällt auf, dass sich die Geschichten in Aufbau und Durchführung nicht an einem oder wenigen Grundmustern orientieren. Jede Geschichte hat gewissermaßen ihr eigenes Muster. Dadurch wird das Lesen zu keinem Zeitpunkt eintönig oder gar langweilig. Dies setzt sich auch konsequent bei den Rahmenhandlungen und Stimmungen fort, die die einzelnen Geschichten wiedergeben bzw. hervorrufen. Ferdinand von Schirach verwendet eine große Bandbreite von zugrunde liegenden Verbrechen. Seine Geschichten haben es dabei nicht nötig, mit ständig neuen Superlativen oder Effekten aufzuwarten, obwohl es durchaus Geschichten gibt, in denen es mal beklemmend, mal schockierend und manchmal grotesk zur Sache geht. So wird es den meisten Lesern bei der Geschichte um Tanatas Teeschale eiskalt den Rücken herunterlaufen, während sich bei den Schilderungen aus dem Leben des Äthiopiers sicher Tränen der Rührung sowie menschlicher Ergriffenheit und Sympathie einstellen.

Alle Geschichten haben nur eine Gemeinsamkeit - der Autor taucht in jeder einzelnen Episode in der Rolle des Anwalts auf. Und selbst das verpackt Ferdinand von Schirach so zurückhaltend und unaufdringlich, dass es an keiner Stelle aufgesetzt oder selbstdarstellerisch wirkt.

Mein Fazit: Kriminalistische Kurzgeschichten sollten sein wie diese! Wenn es überhaupt einen Nachteil an diesem Buch gibt, dann den, dass man es viel zu schnell durchgelesen hat. Aber man liest es auch gerne noch ein zweites oder drittes Mal.

Volle und hochverdiente 5 Sterne *****.
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93 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Faszination und Eitelkeit 2. Dezember 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Vorbemerkung: Die Stories des Berliner Strafverteidigers Ferdinand von Schirach habe ich an einem längeren Leseabend regelrecht "verschlungen". Ich war einerseits begeistert; andererseits aber blieb ein mir zunächst unverständliches Mißbehagen zurück. Also las ich "Verbrechen" nach ein paar Tagen noch einmal. Jetzt verstehe ich, warum ich nicht ungeteilt loben mag...

Der Autor versammelt elf Geschichten, die allesamt eins gemeinsam haben: Die Protagonisten geraten mit den Gesetzen in Konflikt. Zum Beispiel der Arzt im Ruhestand, den ein in jungen Jahren geleisteter Eid zu einer entsetzlichen Tat treibt; die beiden aggressiven Glatzköpfe, die in der Person eines eher unscheinbar wirkenden Herrn an den Falschen geraten; die Schelmengeschichte mit den 9 libanesischen Brüdern; oder - für mich die beste, weil anrührendste Geschichte ("Der Äthiopier") - der Bankräuber, für den die Schöffen zusammenlegen, um ihm ein Flugticket zu schenken... Die spannenden Stories sind in einer an amerikanischen Vorbildern geschulten souveränen, glasklaren,kunstvoll schlicht gehaltenen Sprache gehalten, die man einem Juristen kaum zutrauen würde, wenn man nicht wüßte, daß auch ein Goethe, ein Storm, ein Kafka usw. Juristen waren. Ob die Geschichten "wahr" sind, wie es der Waschzettel suggerieren möchte? Nein, natürlich nicht; allenfalls einige bis zur Unkenntlichkeit verfremdete Versatzstücke mögen aus realen Prozessen stammen. Abgesehen davon, daß von Schirach seine Approbation als Anwalt aufs Spiel setzen würde - nicht zufällig stellt er seinem Buch ein bestimmtes Motto von Werner K. Heisenberg voran ("Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich").

Was mir weniger gefällt? Der gar nicht so heimliche "Held" der meisten Geschichten ist - Ferdinand von Schirach selbst, als kenntnisreicher, gewitzter, cleverer, belehrender, eben: großartiger und damit erfolgreicher, aber auch eitler Anwalt seiner Mandanten agierend. Sein Plädoyer für ein "abwägendes Schuldstrafrecht" hätte er wohl besser an anderer Stelle gehalten. Hier stört es, mich jedenfals, nur - bis hin zur in diesen Textpassagen eher juristisch-ausschweifenden Sprache.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Aber vielleicht war's ja wirklich so
Genial, aus welch einfachem Stoff man so spannende Geschichten machen kann. Das ist Reality-TV für Buchleser, also für eine etwas anspruchsvollere Zielgruppe. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von CasSandra veröffentlicht
Genial
Wie immer: Amazon ist unschlagbar. Lieferung superschnell, Artikel klasse. Man kauft ja sozusagen die "Katze im Sack", Storys und Erzähler können gut sein oder nerven,... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Tagen von Lilly K. veröffentlicht
Kinoversion von VERBRECHEN
Ferdinand von Schirach
Er ist seines Zeichens Anwalt und Schriftsteller ' er kann beides perfekt vereinbaren. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Tagen von Heidi Zengerling veröffentlicht
Verbrechen
Hier hat ein sehr kluger Autor ein sehr kluges Buch geschrieben, das absolut 5 Sterne verdient.

Ferdinand von Schirach ist Strafverteidiger, und er erzählt in 11... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Tagen von Philo veröffentlicht
geht so
Möglicherweise habe ich zu viel erwartet, weil der Autor viel und immer sehr gut besprochen worden ist in Druckerzeugnissen, auf deren redaktionelle Meinung ich viel gebe. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von beberlin veröffentlicht
Interessant, jedoch fraglich, wie viel den "wahren Fällen"...
Ich resensiere hier die Audio-CDs (inhaltlich gleich dem Buch):

Ich finde die einzelnen Fälle sehr interessant, die Geschichten sind flüssig geschrieben und... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von M.W. veröffentlicht
Nichts ist so erschütternd wie die Realität.
Ferninand von Schirach, ein Berliner Anwalt und Strafverteidiger berichtet in seinem Buch "Verbrechen" von Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Mianna veröffentlicht
Verbrechen
passieren leider täglich. Diese kriminalistischen Stories zeigen uns, wie unsicher unser Leben ist. Ferdinand von Schirach's Schreibstil ist klar und nüchtern. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Annabell veröffentlicht
consoul
Ich gehöre zu den Leuten, die gerne Krimis im Fernsehen ansehen, aber möglichst vorhersehbar und einfach, also nichts, was mich zu sehr gruselt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von MexxBooks BuchClub veröffentlicht
Unglaublich ...
... aber ich bin sicher, dass im Leben alles möglich ist. Herr von Schirach hat einen sehr klaren Schreibstil, den ich - in diesem Fall - sehr angenehm empfinde. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Monika Schwirtz veröffentlicht
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Blut auf den Seiten?! 0 13.10.2011
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