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Verbrechen: Stories
 
 
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Verbrechen: Stories [Gebundene Ausgabe]

Ferdinand von Schirach
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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [220kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 20 (19. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492053629
  • ISBN-13: 978-3492053624
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (239 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.394 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ferdinand von Schirach
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ferdinand von Schirach schreibt so souverän, klar und einfach, als hätte er nie etwas anderes gemacht … er ist ein großartiger Erzähler.« Der Spiegel  »Ein wunderbares Debüt, fesselnd von der ersten Seite an und ohne jeden falschen Ton.« Frankfurrter Allgemeine Sonntagszeitung  »Um die Vielschichtigkeit einer Tat geht es ihm. Sie beschreibt er nüchtern, wortkarg und immer so, dass der Leser am Ende Verständnis, fast Mitleid mit dem Täter hat.« Literarische Welt »Ein unglaublich beeindruckendes Buch …« BZ »›Verbrechen‹ ist das gemeinste, hinterhältigste und tollste Buch, das ich seit Langem gelesen haben. Es schleicht sich an … Aber dann haut einen jedes einzelne Kapitel aus den Schuhen.« WDR 2 »Eines ist den Geschichten allen gemein: Sie erzählen von menschlichen Dramen und geben den Blick frei in seelische Abgründe. Schirach ist nicht nur ein erfolgreicher Strafverteidiger, er erweist sich auch als begnadeter Erzähler … Das reale Leben hält mehr Tragödien bereit, als Krimiautoren erfinden könnten. Sehr lesenwert.« Buchmarkt  »Mitunter kamen mir, wenn ich über die Lakonie lachen musste, mit der da finstere Vorgänge beschrieben werden, Jörg Fauser und Thomas Bernhard in den Sinn. Natürlich sind Schirachs Texte nicht genuin komisch, es sind eher kleine komische Funken, die vor dem meist rabenschwarzen Hintergrund manchmal trivialer, manchmal tragischer Verbrechen um so heller leuchten.« Titanic  »Was sind das für Geschichten? Warum fesseln sie? Weil sich hinter der Sachlichkeit Parteinahme verbirgt, die keine politische Korrektheit kennt. Schirachs Moral ist eigenwillig. Eigensinnig. Ruhig: aber äußerst störrisch. Seine Texte verschließen ein Rätsel in sich. Was ist Schuld?« WAZ   »Jede einzelne Geschichte beweist, dass die Wirklichkeit viel bizarrer sein kann als die abseitigste Phantasie eines Krimiautors. Schirach erzählt ganz nüchtern und undramatisch, was ebendeshalb seine Wirkung nicht verfehlt.« Der Standard

Kurzbeschreibung

Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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100 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Realität oder Fiktion?, 6. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Verbrechen: Stories (Gebundene Ausgabe)
Schirach ist Anwalt und angeblich sind die Fälle, die er in der vorliegenden Sammlung von Stories beschreibt, wahr. Ich bin geneigt, das für einen Trick zu halten. Aber ich mag mich täuschen, und schließlich ist es egal. Denn die klare, knappe Sprache, die häufig kurzen Sätze, in denen neutral und mitleidlos die Lebensumstände der "Verbrecher" beschrieben werden, sprechen für sich. Vielleicht konnte sich Herr von Schirach diese Schicksale nicht ausdenken, vielleicht musste er es auch nicht. Auch das ist gleichgültig. Sie werden zu Literatur, indem sie notiert, gedruckt und gelesen werden. Und gelobt. Und das zu recht. Schirachs Sprache ist intensiv und elegant gleichzeitig, sie besitzt eine Sogkraft, der man sich nicht entziehen kann. Dazu kommt: Was der Autor hier offeriert ist nicht wenig, er bietet seinen Lesern einen Blick in das Leben von "Verbrechern". (Weil sie dem Leser nicht als solche erscheinen, stehen hier die Anführungszeichen.) Vielleicht ist es für viele Leser ein zusätzlicher Anreiz, dass es hier vorgeblich (?) um wahre Begebenheiten geht. Aber ich möchte noch einmal betonen: es ist nur ein stilistischer Unterschied. Oder sollte ich mich täuschen? Denn eines kann Schirach mit seinem Erzählansatz nicht, nämlich in den Verstand seiner Protagonisten eindringen. Schirach beschreibt Fakten, keine Gedanken. Wer zu den Fakten noch die Gedanken der "Verbrecher" kennen will, der muss sich doch wieder auf die bekennende Fiktion verweisen lassen, auf Jan Costin Wagner, der in "Nachtfahrt" einen Mörder auf dem Weg zu seiner Tat begleitet und in "Das Schweigen" von den Jahren nach der schändlichen Tat berichtet, oder auf Sabine Alt, die in "Weras Talent" einer Professorin beim Morden über die Schulter sieht und In "Vergiss Paris" die missglückende Rehabilitation einer bereits Verurteilten begleitet. Diese Stoffe sind Fiktion, darum dürfen die Autoren über die Gedanken ihrer Figuren verfügen. Schirach tut dies nicht, er hält sich an die Fakten. Und die Gedanken der "Verbrecher" entstehen im Kopf des Lesers. Das ist geschickt und es ist allemal Literatur!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Beklemmende Fälle aus dem realen Leben, 3. Januar 2011
Von 
Astrid L. "Lesekatze" (Mittelfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Verbrechen: Stories (Taschenbuch)
Ferdinand von Schirach beschreibt reale Verbrechen, die er als Strafverteidiger kennengelernt hat und was soll ich sagen, seine Fälle gehen alle miteinander unter die Haut.
11 Geschichten legt er uns als Leser vor und man liest diese Fälle anders als jeden guten Kriminalroman, einfach aus dem Wissen heraus, das das alles wirklich geschehen und nicht erfunden ist.
Mit diesem Bewußtsein lassen diese Verbrechen eine beklemmende Atmosphäre entstehen und man sieht manche Schicksale von Tätern und Opfern aus einer anderen Sicht. Nämlich aus der Sicht eines Mannes, der ganz nah dran ist an diesen Geschehnissen und seine lakonisch, distanzierte Art, darüber zu schreiben geben dem Ganzen eine noch etwas realistischere Note.
Er beschönigt nichts und auf manche detaillierte Schilderung hätte ich gerne verzichtet und doch ist es genau das, was mich auf der anderen Seite so beeindruckt hat. In diesen Fällen braucht es keinen künstlichen Knall, wie man sie oft in einem Thriller liest, denn diese Fälle sprechen alle für sich und soetwas kann man sich nicht ausdenken...
Nicht jedes Verbrechen wird aufgeklärt und so läßt uns der Autor auch mit dem Wissen zurück, das manch ein Straftäter oder Mörder nicht verurteilt wurde und somit immer noch auf freiem Fuß ist; und mit diesem Wissen und Gedanken bin ich noch nie am Ende eines Buches angelangt, das Realität und keine Fantasie ist!

5 Sterne für einen Tatsachenbericht an den ich noch lange denken werde!
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87 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Faszination und Eitelkeit, 2. Dezember 2009
Von 
Dr. Reinhard Lahme "t 43 t" (Borgwedel SH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Verbrechen: Stories (Gebundene Ausgabe)
Vorbemerkung: Die Stories des Berliner Strafverteidigers Ferdinand von Schirach habe ich an einem längeren Leseabend regelrecht "verschlungen". Ich war einerseits begeistert; andererseits aber blieb ein mir zunächst unverständliches Mißbehagen zurück. Also las ich "Verbrechen" nach ein paar Tagen noch einmal. Jetzt verstehe ich, warum ich nicht ungeteilt loben mag...

Der Autor versammelt elf Geschichten, die allesamt eins gemeinsam haben: Die Protagonisten geraten mit den Gesetzen in Konflikt. Zum Beispiel der Arzt im Ruhestand, den ein in jungen Jahren geleisteter Eid zu einer entsetzlichen Tat treibt; die beiden aggressiven Glatzköpfe, die in der Person eines eher unscheinbar wirkenden Herrn an den Falschen geraten; die Schelmengeschichte mit den 9 libanesischen Brüdern; oder - für mich die beste, weil anrührendste Geschichte ("Der Äthiopier") - der Bankräuber, für den die Schöffen zusammenlegen, um ihm ein Flugticket zu schenken... Die spannenden Stories sind in einer an amerikanischen Vorbildern geschulten souveränen, glasklaren,kunstvoll schlicht gehaltenen Sprache gehalten, die man einem Juristen kaum zutrauen würde, wenn man nicht wüßte, daß auch ein Goethe, ein Storm, ein Kafka usw. Juristen waren. Ob die Geschichten "wahr" sind, wie es der Waschzettel suggerieren möchte? Nein, natürlich nicht; allenfalls einige bis zur Unkenntlichkeit verfremdete Versatzstücke mögen aus realen Prozessen stammen. Abgesehen davon, daß von Schirach seine Approbation als Anwalt aufs Spiel setzen würde - nicht zufällig stellt er seinem Buch ein bestimmtes Motto von Werner K. Heisenberg voran ("Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich").

Was mir weniger gefällt? Der gar nicht so heimliche "Held" der meisten Geschichten ist - Ferdinand von Schirach selbst, als kenntnisreicher, gewitzter, cleverer, belehrender, eben: großartiger und damit erfolgreicher, aber auch eitler Anwalt seiner Mandanten agierend. Sein Plädoyer für ein "abwägendes Schuldstrafrecht" hätte er wohl besser an anderer Stelle gehalten. Hier stört es, mich jedenfals, nur - bis hin zur in diesen Textpassagen eher juristisch-ausschweifenden Sprache.
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