Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für mich der beste Thriller seit langer Zeit, 17. November 2009
An seinem 82.Geburtstag erhält Henrik Vanger wie jedes Jahr per Post eine gepresste Blüte zugeschickt und vermutet hinter dem Absender den Mörder seiner Nichte Harriet, die vor 37 Jahren spurlos verschwunden ist. Da Ihre Leiche nie gefunden wurde, beauftragt Henrik Vanger den verurteilten Journalisten Mikael Blomkvist mit der Recherche über die Vangersche Familiengeschichte und mit der Aufklärung von Harriets Verschwinden.
Mikael kommt der Auftrag fast gelegen, weil er eine Sensationsstory in den Sand gesetzt hat und nun ziemlich unglaubwürdig bei den Medien dasteht. Je weiter Mikael in der Familiengeschichte nach versteckten Leichen im Keller gräbt, umso unheimlicher wird das ganze. Lisbeth Salander, eine "sozial nicht kompetente" Persönlichkeit, die mir aber von Anfang an recht sympathisch war, hilft Mikael bei seinen Recherchen. Beide stellen fest, dass sie auf die Spuren eines Serienkillers gestoßen sind.
Die Geschichte entwickelt sich unglaublich spannend weiter und die Auflösung ist hochinteressant. Die Story empfand ich schon im Buch als sehr originell und kurzweilig. Die Idee wurde auch sehr überzeugend umgesetzt. Der Film ist zwar an einigen Stellen noch etwas härter, ich hatte vor lauter Anspannung ständig eine Gänsehaut. Die Schauspieler, die mir alle unbekannt sind, spielen überragend, allein schon die Mimik des Hauptdarstellers ist schon gigantisch. Die Filmmusik ist sehr schön und passt zum Film, macht eine gute Atmosphäre.
Mir hat der Film so gut gefallen, dass ich mich schon sehr auf die DVD freue.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungener Thriller mit einer außergewöhnlichen Heldin, 26. Oktober 2009
Der erste Eindruck täuscht nicht. Die Heldin in diesem gelungenen Krimi-Thriller, die uns mit ernster Miene vom Cover der DVD anschaut, ist etwas außergewöhnlich (anders). Vielleicht (krass formuliert) das genaue Gegenteil einer braven und bodenständigen Erscheinung wie der Jodie Fosters aus dem Genre-Klassiker DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER (übrigens mein Lieblingsfilm Aller Zeiten). Denn Lisbeth Salander (überzeugend und toll gespielt von NOOMI RAPACE) hat eine dunkle Vergangenheit voller Unpässlichkeiten, wirkt geheimnisvoll introvertiert und am Anfang recht unsympathisch, raucht wie ein Schlot, hat jede Menge Piercings im Gesicht, einen Riesen Drachen-Tattoo auf dem Rücken und liebt bisexuell.
Darum geht es, knapp geschildert:
- Schweden. Der gerade wegen Verleumdung verurteilte Journalist Mikael Blomkvist (MICHAEL NYQVIST) wird von dem reichen Industriellen Henrik Vager (SVEN-BERTIL TAUBE) beauftragt, das Verschwinden seiner Lieblingsnichte Harriet aufzuklären, die im Sommer 1966 spurlos verschwand. Obwohl nie die Leiche der Nichte gefunden wurde, ist Vanger felsenfest davon überzeugt, dass jemand aus seiner eigenen Familie der Täter sein muss. Bevor Mikael seine dreimonatige Gefängnisstrafe absitzt, willigt er ein, zieht auf die Insel und begibt sich auf Spurensuche. Gerade als seine Ermittlungen etwas ins stocken geraten, erhält er von der Hackerin Lisbeth (die Mikael seit geraumer Zeit online ausspioniert) einen entscheidenen Hinweis aus dem Tagebuch der Vermißten. Nach anfänglichen Berührungsängsten bemühen sich schließlich Beide, unter Lebensgefahr den Fall so schnell wie möglich aufzuklären. -
Der Film schont seine Zuschauer dabei nicht, denn wir bekommen teilweise harten Tobak zu sehen, wie z.B. die Vergewaltigung an Lisbeth von Ihrem männlichen, sadistischen Vormund, ebenso die anschließende Rache an Ihrem Peiniger zeugt von brutaler Intensität.
Hart sind auch die gezeigten Folterszenen und der Überfall in der S-Bahn, in der Lisbeth von betrunkenen Jugendlichen zusammengeschlagen wird. Sie und Mikael erleben Misshandlungen, Folter und psychische Gewalt spürbar am eigenen Leib.
Natürlich kann man den Film nicht mit Klassikern wie SIEBEN oder DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER auf eine Stufe stellen, welche Filme haben das in den vergangen Jahren auch schon geschafft?
Auch der am Ende entlarvte Killer besitzt nicht mal annährend das Charisma eines genialen Anthony Hopkins.
Aber darum geht es auch nicht, ich gebe diesem Film trotzdem volle 5 Sterne, weil es sehr erfrischend ist, einen so stark fesselnd und vor allem europäischen Thriller zu sehen, abseits jeglicher Hollywood-Klischees, bei dem es außerdem der Regisseur NIELS ARDEN OPLEV versteht, bei über 150 Min Länge keine Minute zu langweilen, hervorragende und überzeugende Schauspieler bietet (allen voran das ungleiche Ermittler-Duo) und natürlich mit der einen oder anderen Überraschung und Wendung aufwartet.
Männer, die Frauen hassen, heißt der Film im Original vom Bestsellerautor Stieg Larsson.
Packend, düster, atmosphärisch und auf alle Fälle sehenswert! Kann sich International messen lassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Top Ten des Jahres 2009, 21. November 2009
Dieses Jahr 2009 hat großartige Filme hervorgebracht.Nicht ganz so viele,wie 2008,aber einige wirklich hervorragende Sachen.So unterschiedlich,wie "Coraline" oder "The Hurt Locker".Und nun,wo sich der Filmliebhaber bereits gen Jahresende wähnt und zum Weihnachtsgeschäft mit lauter Familienschmonzes rechnet,plötzlich DAS hier.Ein grandioser,bis zur Neige spannender Thriller,der neben fingernägelkauender Spannung auch noch erschütternde Szenen persönlichen Schicksals enthält und mit der für den schwedischen Film typischen Beleuchtung der trostlosen sozialen Dunkelzonen dieses Landes aufwartet.
Der Film enthält viele,verschiedene Elemente.So ist er Thriller,aber auch Sozialdrama,ein wenig Romanze und vor allem eine Glanzvorstellung einiger wahnsinnig guter Schauspieler.
Die ausgefeilte Story ist eine von vielen Kriminalromanen des Schweden Stieg Larsson,der hierzulande stetig steigende Popularität geniesst.Sie dreht sich um die verschiedenen versteckteren Aspekte,die hinter der biederen Maske der westlichen,demokratischen Gesellschaften wuchern:häusliche Gewalt,sexueller Misbrauch,Triebe und lang vergessene Verbrechen.
Der alternde Stockholmer Industrielle und Wirtschaftsmäzen Henrik Vanger
bekommt jedes Jahr regelmäßig ein gerahmtes Bild mit einer getrockneten Blume zugeschickt.Der Absender fehlt jedes Mal und er vermutet,das die Pakete etwas mit seiner vor über 20 Jahren verschwundenen Nichte zu tun haben.Die Polizei sah ihr Verschwinden nach einer Weile als Verbrechen und stellte die Suche nach dem vermeintlichen Mordopfer schließlich ein.Das sie ermordet wurde,kann Vanger aber nicht glauben und engagiert,unterstützt von seinem Sicherheitschef,den verurteilten,linken Journalisten Mikael Blomqvist,genannt "Kalle Blomqvist",um mittels seines untrüglichen,journalistischen Spürsinns die verschwundene Nichte Harriet ausfindig zu machen.Hilfe bekommt Blomqvist hierbei von der Detektivin und Hackerin Lisbeth Salander,die ihre ganz eigene Motivation hat,in dem Fall tätig zu werden.
Nachdem das ungleiche Duo sich zögernd annähert,führt die Suche in einen Sumpf familiärer Gewalt und sexueller Abhängigkeiten,wie sie sich oft durch skandinavische Romane ziehen und mündet schließlich in der Spur eines Serienkillers...
Nervenaufreibende Spannung ist nur ein Element dieses perfekten Krimis.Neben einer abgründigen Auflösung,die selbst hartgesottene Krimi-Liebhaber trotzdem der Sprachlosigkeit anheim schicken dürfte,nimmt der Film sich die Sorgfalt und die Zeit,vor allem Lisbeths Schicksal näher zu beleuchten.Diese ist wahrhaftig keine Ottonormalbürgerin.Irgendwo zwischen Junkie,Punk und Verwahrlosung angesiedelt ist sie eher sperrig und verschlossen.Nach und nach erfährt der Zuschauer,dass sie aufgrund früherer Verbrechen einen Bewährungshelfer und Vormund hat,der,leider Gottes,sehr goße Macht über sie hat.Im Zuge ihrer Abhängigkeit von diesem Mann entwickeln sich während des Films markerschütternde und mitleiderregende Zustände,unter denen Lisbeth zu leiden hat und die wirklich extrem unter die Haut gehen.
Neben der vielschichtigen Story lebt der tolle Film auch insbesondere von der Leistung seiner Darsteller.Allen voran Noomi Rapace,die Lisbeth Salander eine trotzige,aufmüpfige und doch furchtbar kaputte Note gibt,die den Zuschauer sehr direkt erreicht.Noomi Rapace,Frau von Ola Rapace (Stefan Lindman in den "Wallander"-Filmen)dürfte mit diesem Film sicherlich Europaweit-,wenn nicht bis in die USA,von sich reden machen.
Andere Bekannte Gesichter sind "Kommissar Beck"-Darsteller Peter Haber und Michael Nykvist in der Rolle Mikael Blomqvists,der unter anderem aus "Die fünfte Frau" (einem der besten Wallander-Filme)und aus "Jäger des Todes" mit Wallander-Darsteller Rolf Lassgard bekannt ist.
Der Film ist bedenkenlos zu empfehlen;Zartbesaitete und allzu radikale Feministinnen sollten ihn vielleicht trotzdem ob seiner sexuell extrem brüskierenden Szenen eher meiden.Kommt ganz klar in die Top Ten 2009.
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