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Verantwortung: Nein danke! Weibliche Opferhaltung als Strategie und Taktik
 
 
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Verantwortung: Nein danke! Weibliche Opferhaltung als Strategie und Taktik [Taschenbuch]

Beate Kricheldorf
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 108 Seiten
  • Verlag: R. G. Fischer Verlag; Auflage: 4. Aufl. (16. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895016179
  • ISBN-13: 978-3895016172
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,7 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 347.845 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Beate Kricheldorf
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
96 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mit unmissverständlich klaren Formulierungen belegt Beate Kricheldorf - die selbst in einem Frauenförderprogramm aktiv tätig war und hautnahen Kontakt mit Klagen und Anspruchshaltung zahlreicher Frauen gehabt hat - den fantasielosen Egoismus vieler heutiger Frauen in Deutschland: Wahlmöglichkeiten in der Lebensführung - etwa die Wahl zwischen Karriere und Hausfrauendasein - gestehen Frauen nur sich selbst zu, während der Mann 1. selbst sehen soll, wo er bleibt und 2. seine Existenzberechtigung nur dadurch hat, dass er ihre Ansprüche erfüllt... Als Mitmenschen mit eigenen Bedürfnissen werden Männer heute immer weniger gesehen. Und gleichzeitig gelingt es Frauen, sich mit rhetorischem Geschick selbst in die Opferrolle zu manövrieren.

Sogar heikle Punkte (wie z. B. Sex als weibliches Macht- und Erpressungsmittel, will heißen: sexuelle Verweigerung, wenn der Mann mal wieder nicht lieb war im Sinne der Frau und ihrer Wünsche) spricht Kricheldorf ohne Scheuklappen an.

Auch sagt sie dankenswerterweise, dass Männer zum Teil an ihrer eigenen Misere mitschuldig sind, weil sie ihre eigene Lage nicht erkennen wollen und statt dessen aus Eitelkeit in die Illusion verliebt sind, die Mächtigen und die Unterdrücker zu sein.

Eine Lektüre, die sich lohnt!

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144 von 155 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Beate Kricheldorf ist als Diplompsychologin eine Frau mit Fachwissen und als Lehrerin sowie Projektleiterin eines Frauenförderungsprogramms eine Frau aus der Praxis, statt aus der akademischen Theorie des feministischen Elfenbeinturms. Beides merkt man ihrem Buch "Verantwortung, nein danke!" deutlich an. Ihre Analysen beginnen häufig mit konkreten Beobachtungen: Werden Frauen etwa gebeten, zu einem der Themen Liebe, Freundschaft, Angst, Gewalt, Zivilcourage und Macht einen Aufsatz zu schreiben, werden Zivilcourage und Macht regelmäßig nicht gewählt. Macht scheint für viele Frauen also etwas zu sein, mit dem sie sich eher ungern auseinandersetzen. Dafür muss es Gründe geben, und diese werden von der Autorin mit wachem Auge herausgearbeitet: Beispielsweise können Frauen, die sich der Macht entziehen, die Verantwortung an all dem Elend dieser Erde den Männern aufbürden. Oder in Kricheldorfs Worten: "Um meine Unschuld zu sichern, muss ich meine Fremdbestimmtheit beweisen." Ihre selbstgewählte und immer wieder neu inszenierte Machtlosigkeit stellt für viele Frauen insofern ein Schutzgehege dar: Wenn etwa Mütter ihre Kinder misshandeln, ist oft von Überforderung und Affekthandlungen die Rede, während Männer schon für unerwünschte Avancen unter dem Label "sexuelle Belästigung" voll verantwortlich gemacht werden.

Diese weibliche Selbstinszenierung als machtlos und unterdrückt, so Kricheldorf, sichere Frauen aber auch zu, für ihr individuelles Versagen keine volle Verantwortung übernehmen zu müssen. Kommt eine Frau in eine schwierige Lebenssituation, ist eben die Benachteiligung des weiblichen Geschlechts in unserer Gesellschaft daran schuld. Ein Mann hingegen wird selbst verantwortlich gemacht. Wenn ein Junge nichts leistet, dann weil er faul ist; leistet ein Mädchen nichts, dann ist es "aufgrund seiner Sozialisation zu mangelndem Ehrgeiz erzogen worden". Kann eine Frau sich in einer Veranstaltung kein Gehör verschaffen, dann liegt das daran, dass sie als Frau übergangen wird; einem Mann in derselben Situation fehlt einfach das nötige Durchsetzungsvermögen oder seine Argumente waren zu schwach.

Aktuell zeige sich, dass auch zum heutigen Zeitpunkt, zu dem die Gleichberechtigung der Geschlechter längst erreicht ist, Frauen noch immer Macht und Karriere aus dem Weg gingen, aber auch dafür keine Verantwortung übernehmen wollten. Obwohl Frauen heute sämtliche Berufszweige offenstehen, drängen sie immer noch gerade in die einfacheren Berufe wie Verkäuferin oder Friseuse. Da unterdrückerische Männer als Schuldige dafür nicht mehr in Frage kommen, wird auf nebulöse und dadurch unbeweisbare Begründungen wie "patriarchale Strukturen" zurückgegriffen. Dieselben Feministinnen, die sich über zu wenig Frauen in den Chefetagen beklagen, wählen eben nicht die mühsame Karriere hin zum Management, sondern betätigen sich beispielsweise lieber im sozialpädagogischen Bereich. Kricheldorf stellt klar: Dass eine Frau doppelt so gut sein müsse wie ein Mann, um voranzukommen, ist nicht mehr als ein feministischer Glaubenssatz, der durch häufiges Zitieren auch nicht beweiskräftiger werde. Bezeichnenderweise würden wirklich emanzipierte und beruflich erfolgreiche Frauen in feministischen Kreisen angegiftet und seien neidvollen Feindseligkeiten ausgesetzt. Und gerade nach Scheidungen zeige sich, dass schwache Frauen überhaupt nicht unabhängig und eigenverantwortlich sein möchten, sondern stattdessen wie Löwinnen kämpften, um die finanzielle Abhängigkeit von ihrem Ex-Partner aufrechtzuerhalten.

Dabei ist Kricheldorf völlig klar, dass Frauen gerade aus ihrer selbstgewählten Machtlosigkeit große Vorteile ziehen können: beispielsweise sich von ihren auf der Karriereleiter aufreibenden Männern finanziell versorgen zu lassen, und zwar noch über das Ende einer Ehe hinaus. Grotesk ist es schon, dass etwa eine Schuhverkäuferin, die einen Manager heiratet und sich dann wieder von ihm scheiden lässt, auf Unterhaltszahlungen Anspruch hat, die seiner beruflichen Lebensleistung entsprechen und nicht der ihren. Damit dies überhaupt funktioniere, so Kricheldorf, müssen natürlich auch Frauen Macht ausüben. Dies geschehe aber eher auf indirekte Art wie beispielsweise durch das Einflößen von Schuldgefühlen. Insbesondere den Feminismus sieht Kricheldorf hier als Sonderform des weiblichen Jammerns, denn seine erklärte Botschaft laute: "Wir sind Opfer, also gebt uns Privilegien." Selbst heute noch.

Das alles ist eine mutige, kluge, wenn auch natürlich politisch nicht korrekte gesellschaftskritische Analyse. So klar wie Kricheldorfs Gedanken sind, so klar ist auch die Sprache, in der sie vorgetragen werden. Widersprechen möchte man der Autorin lediglich, wenn sie befindet, die einzigen konkreten Erfolge der Frauenbewegung seien die Abschaffung des Paragraphen 218 und die selbstverständlichere Berufstätigkeit von Frauen. Letzeres ist nämlich gerade nicht feministischen Aktionen zu verdanken, sondern zum einen der Entdeckung der Pille (von einem Mann), aufgrund dessen sich Frauen bewusst für Beruf statt Mutterschaft entscheiden konnten, sowie dem ebenfalls durch männliche Erfindungen geprägten Übergang von der industriellen in die Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft.

Das neue weibliche Rollenbild, das Kricheldorf einfordert, ist die autonom und verantwortlich handelnde Frau. Eine solche Geschlechterrolle habe aber mit der heutzutage immer häufigeren Herabsetzung von Männern nichts zu tun. Wer nämlich wirklich stark und selbstbewusst ist, hat es nicht nötig, andere anzuprangern oder zu diffamieren, um sich selbst zu erhöhen. Eine Frau, die einen wirklich starken Mann für sich gewinnen möchte, müsse sich vor allem selbst als starke Partnerin erweisen. Hierin wie in der Gesamtheit ihrer Analyse ist Kricheldorf unumwunden zuzustimmen.

Arne Hoffmann

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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In kurzer und präzisem Duktus wird hier versachlicht was schon lange vermutet wurde - Frauen neigen zur Opferhaltung und wollen allen dieses mitteilen. Die Autorin Beate Kricheldorf erfasst die Seelenwelt ihrer Geschlechtsgenossinen in spektakulärer Offenheit. Ein lesenswertes Buch vorallem um im "Geschlechterkampft" neu argumentativ bestehen zu können. Gerade bei traumamtischen Scheidungen und Kämpfen ums Sorgerecht ist dieses Buch ein "muß".
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Bei Bestellung dieses kurzgehaltenen Buches hatte ich übersehen, dass es sich um die vierte unveränderte Neuauflage seit dem Erscheinen 1998 handelt. Lesen Sie weiter...
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Vor 15 Monaten von Onte veröffentlicht
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Nicht lesenswert!
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Veröffentlicht am 16. November 2002 von Beer Peter Pbeer@gmx.de
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