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Die Verachtung / Studio Canal Collection [Blu-ray]
 
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Die Verachtung / Studio Canal Collection [Blu-ray]

Jack Palance , Michel Piccoli , Jean-Luc Godard    Freigegeben ab 6 Jahren   Blu-ray
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Jack Palance, Michel Piccoli, Georgia Moll, Fritz Lang, Brigitte Bardot
  • Regisseur(e): Jean-Luc Godard
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Japanisch
  • Region: Region A/1, Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 18. September 2009
  • Produktionsjahr: 1963
  • Spieldauer: 103 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002DOSVL6
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.006 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Der Regisseur Fritz Lang dreht für den Produzenten Jeremy Prokosh einen Film über den griechischen Helden Odysseus. Paul Javal, ein junger Autor, wird engagiert, um das Drehbuch umzuschreiben. Nach einer ersten Besprechung lädt Prokosh Javal und dessen Frau Camille in seine Villa ein. Prokosh ist an Camille sehr interessiert und lässt nichts unversucht, um sie nach Hause zu fahren. Ihr Mann Paul hat nichts dagegen, im Gegenteil: Er besteht darauf, dass Camille Prokoshs Angebot annimmt. Camille ist überzeugt, dass Paul nur seine Karriere im Kopf hat und sie deshalb mit Prokosh verkuppeln will. Sie schreibt an Paul einen Brief, in dem sie ihre Verachtung für sein Handeln unmissverständlich darlegt. Doch zu einer Aussprache soll es nicht mehr kommen...

Produktbeschreibungen

VERACHTUNG,DIE - LE MEPRIS

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von j.h. VINE™-PRODUKTTESTER
Jeremy Prokosh (Jack Palance) ist ein Hollywood-Produzent, wie man ihn kennt: Bitte keine Kunst - wir müssen Geld verdienen! Daher ist er mit der eher philosphisch inspirierten Umsetzung der Irrfahrten des Odysseus durch Fritz Lang (spielt sich selbst!) auch wenig zufrieden. Er engagiert daher den jungen Autor Paul Javal (Michel Piccoli) zum Umschreiben des Drehbuchs. Als Pauls attraktive Frau Camille (Brigitte Bardot) zu glauben beginnt, sie solle bei Prokosh seine Karriere befördern, kann sie nur noch Verachtung für Paul empfinden ...
Jean-Luc Godards Reflexion über das Filmemachen im Spannungsfeld zwischen Kommerz und Kunst ist in diesem Falle durchaus persönlich: Für seinen ersten Farbfilm stand ihm ein hohes Budget und mit Brigitte Bardot (in einer ihrer wenigen Charakterrollen) ein großer Star zu Verfügung. In der Verfilmung des Romans von Alberto Moravia geht es Godard vor allem um die zwischenmenschlichen Beziehungen: "... die Geschichte der Menschen, die sich von ihresgleichen abgeschnitten haben, von der Welt, von der Realität. Sie versuchen ungeschickt, das Licht zu finden, während sie in einem finsteren Raum eingeschlossen sind." Godard, der selbst Fritz Langs Regieassistenten spielt, zeigt die Entfremdung der Personen untereinander ebenso wie die der Filmemacher innerhalb des - durch den Hollywood-Produzenten verkörperten - kommerziellen Studiosystems. In einer Szene lässt er Fritz Lang Bertolt Brechts Hollywood-Gedicht aus dem Jahr 1942 zitieren:
Jeden Morgen, mein Brot zu verdienen
Gehe ich auf den Markt, wo Lügen gekauft werden
Hoffnungsvoll
Reihe ich mich ein zwischen die Verkäufer.
LE MEPRIS (1963) sollte in keiner cineastisch orientierten Sammlung fehlen.
Die in ansprechender Verpackung in Buchform mit Schuber gelieferte Blueray aus der Studiocanal-Collection bietet den 48 Jahre alten Film in hervrorrangender Bildqualität (von einigen - nun absolut dem Alter geschuldeten Abstrichen abgesehen). Als Extra sind mehrere informative Dokumnetationen sowie ein informativer Text im 20-seitigen Booklet enthalten.
Unverständlich bleibt allerdings, dass die auf der Canalplus-Kinowelt-DVD als Extras enthaltenen Kurzfilme "Paparazzi" und "Bardot et Godard" (während der Dreharbeiten auf Capri in und um Casa Malaparte, die wegen ihrer architektonischen Formsprache gerühmte Villa des italienischen Schriftstellers Curzio Malaparte (1898-1957) entstanden) auf der Blueray fehlen. Das scheint wohl weniger eine Frage der Rechte als vielmehr mangelnder Sorgfalt zu sein. Ferner ist es technisch schon sehr gewöhnungsbedürftig, dass man die Extras jeweils zu Ende sehen oder schnell vorlaufen lassen muss - anders ist nicht mehr ins Menü zu kommen.
Letzteres musste einmal gesagt werden - aber alles in allem ist die Blueray als Veröffentlichung eines bedeutsamen Films letztendlich lobenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
An Jean-Luc Godards Film "Le Mépris" ("Die Verachtung", 1963) dürfte in den vergangenen Jahrzehnten wohl kaum ein Programmkino vorbeigekommen sein. Weniger als eine Million US-Dollar hat es den erst 33-jährigen Meister gekostet, aus dem Roman Alberto Moravias ein namhaftes Kunstwerk zu schaffen und den großen Stars Michel Piccoli und Brigitte Bardot Denkmäler zu setzen.

Filmlegende Fritz Lang - er spielt sich selbst, mit Godard als Assistenten - dreht im Auftrag von Jeremy Prokosch (herrlich eklig: Jack Palance, 42) einen Film über Odysseus. Paul (Michel Piccoli, 38) soll das Drehbuch schreiben. Doch Prokosch beansprucht, mit seinem großzügigen Scheck auch Camille (Brigitte Bardot, 27), Pauls aufregende Frau, mitgekauft zu haben. Camille erwartet von Paul ein Bekenntnis zu ihr, doch er taktiert. Zudem bemerkt sie, wie Paul in einer Begegnung mit Francesca (Giorgia Moll, 25), der mysteriös-faszinierenden Assistentin seines Produzenten, einer intimen Berührung nicht widerstehen kann. Im Mittelpunkt des Films erleben wir die große Auseinandersetzung der Liebenden - mal blond, mal schwarz. Doch bald, während der Dreharbeiten auf Capri, enttäuscht Paul seine Frau ein zweites Mal in einer ähnlichen Situation: Aus der großen Liebe wird Verachtung.

Mehrschichtigkeit ist Programm. Besondere Raffinesse erhält der Film durch die Parallelen zwischen der Drehbuch-Diskussion und der Realität der Dreiecksgeschichte: War Penelope ihrem Odysseus untreu? Ist Odysseus nur deswegen der Heimat fern geblieben, weil ihn keine Liebe erwartete? Das Spiel mit den großen Wirkungen kleinster Entscheidungen fasziniert noch heute. Aber auch die Entscheidung zwischen der Liebe und Geld spielt in zwei Ebenen hinein: Nicht nur Paul fällt es schwer, sich gegen das Geld zu seiner Liebe zu bekennen, sondern auch dem Filmschaffenden, wenn Hollywood hineinregiert. Godard konnte ein Lied davon singen, saß ihm die Produktion doch ständig auf dem Pelz, um mit möglichst viel Haut von Brigitte Bardot das voyeuristische Publikum anzulocken.

Denn Godard nutzte den Hintergrund der Filmproduktion auch zu einigen Seitenhieben auf die amerikanische Film-Industrie, was aber dezent geschieht, ohne zum Selbstzweck auszuufern. Gekonnt sorgt die Szenerie des Sets von Beginn an für eine Verfremdung, führt die Technik des Film im Film, des Buchs im Buch für ständige Standortwechsel des Betrachters zwischen subjektivem Erleben und Reflexion.

Gedreht wurde der berühmte Film in Rom und auf der Insel Capri, wo die traumhafte Avantgarde-Architektur der Villa des Schriftstellers Curzio Malaparte liebevoll abfotografiert wird. Godard war der Wegbereiter der modernen Kameraführung. Es muss nicht wundern, dass die Bilder durch besonderen Präsenz und Realität beeindrucken. Man ist schon fasziniert dadurch, dass man zwar durchgehend ein Gefühl der Unwirklichkeit empfindet, dennoch aber stets verlockt ist, das Geschehen als echt, gegenwärtig und hier zu erleben, so, als wäre man in einem Wachtraum gefangen.

Die legendäre Verbalerotik zwischen den Liebenden - das Titelzitat der Bardot: "Qu'est-ce que tu préfères? Mes seins ou la pointe de mes seins?" ging in der deutschen Synchronisation "leider verloren" - findet man unmittelbar zu Beginn des Films. Ich meine übrigens, mich an eine ähnliche Szene zu erinnern, in welchem dieser Quiz plagiiert wird - oder umgekehrt. Wenn mir jemand in dieser Frage weiterhelfen kann, wäre ich für einen Hinweis dankbar.

film-jury 4* A0403 5.12.2010eg 6A Genre: Drama
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wenn das Bild gut, d.h. einer Blu ray entsprechend ausfällt (was 95% der Laufzeit der Fall ist), dann macht das Anschauen durchaus Vergnügen und stellt eine klare Verbesserung gegenüber der DVD dar.
Allerdings wird man gezwungen, geschlagene 70 Sek. zu warten, bis der Film endlich beginnt. (Daß man sich dabei aber gleich 2fach den wolkigen Image-Trailer von Studio Canal (animiert + in Farbe!) anschauen soll...)
Die in der dt. Verleihversion fehlenden Passagen wurden mit frz. Ton und dt. UT eingefügt, jedoch lassen sich diese UT nicht ausblenden. Will man den Film OHNE jegliche UT anschauen, muß man in die frz. Version wechseln - das ließe sich doch sicher noch verbessern?
Die Extras sind überwiegend s/w bzw. SD, aber dafür durchaus interessant.
Will man jedoch eins der Extra-Features nicht zu Ende anschauen, so kann man nicht mehr ins Hauptmenu zurück wechseln, sondern muß die Disc komplett NEU starten, womit wir wieder in der 70-sekündigen Zwangswarteschleife wären... was soll das!?

Einige Einstellungen sind leider nicht in Blu ray-Qualität:
TC 00:27:22-40;
00:29:38-43;
00:33:01-34:32;
00:36:29-37:05;
01:25:47-30:08
- Summe = 5'21"

Laufzeit Film: 1:42'56"; 24 fps
erzwungene Wartezeit bis Beginn d. Films: 70 Sek.
Bildformat: 2,35:1, Orig.-Format
Ton: GB, F, D, E
UT: GB, F, D, E, NL, DK, N, SU, S, JPN
Region Code: A, B
Kapitel: 12
Dual Layer, 47 GB (Film: 29 GB)
Bonus:
- Einführung durch Colin MacCabe [Buchautor von
"J.-L. Godard - Portrait of the Artist at Seventy"; Vlg. faber&faber] 5'31"
- "Es war einmal: Die Verachtung"; 52'28"
- "Die Verachtung... zärtlich"; 31'31"
- "Der Dinosaurier und das Baby" (J.-L. Godard im Gespräch mit Fritz Lang) 1:00'57"
- "Begegnung mit Fritz Lang" von P. Fleischmann, 14'27"
- Trailer
- BD Live
- 20-seitiges farbiges Booklet
- Digipak
ASIN: B002DOSVL6
Studio: KInowelt / Studio Canal (mk2)
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