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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
44 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Selbstdarstellung statt Sprachenlernen,
Direkt nach dem Schauen dieser DVD waren meine Freundin und ich noch recht angetan und wollten das Gehörte umzusetzen. Allerdings wich der zunächst noch positive Eindruck und wir sind nun doch ziemlich enttäuscht über diesen Seminar-Mitschnitt, der uns wohl zunächst etwas eingelullt hat.Die Birkenbihl-Methode wird erst am Ende in einem verhältnismäßig kleinen Teil vorgestellt. Zuerst demonstriert Sie die Unzulänglichkeiten anderer Methoden (besonders versagt das Schulsystem) und zeigt dem Publikum, wie toll sie japanisch oder arabisch schreiben kann (und verhaspelt sich da schon mal). Dabei bleibt sie die ganze Zeit irgendwie vage, schneidet viel an, wird aber nie konkret. Dass Arabisch eine Konsonantenschrift hat und wie sich chinesischen Schriftzeichen zusammensetzen ist sicherlich interessant - jedoch hauptsächlich für Lerner dieser speziellen Sprachen. Wir haben die DVD jedoch bestellt, um etwas über den generellen Prozess des Sprachenlernens zu erfahren und hätten es lieber gesehen, wenn sie sich dafür mehr Zeit genommen hätte. Teilweise stellt die Moderatorin Aufgaben ans Publikum, der Sinn und Zweck dieser Aufgaben bleibt oft jedoch verborgen. Ihre Ausführungen unterstreicht sie mit handschriftlichen Notizen auf den Overhead-Projektoren. Diese sind wohl als Rätselaufgabe gedacht, da man die ganze Zeit mit dem Entziffern beschäftigt ist. Sie kürzt teilweise noch Wörter ab, die eh nur 5 Buchstaben haben und malt Bilder, die man wohl nur mit Müh und Not deuten kann. Ab und zu legt sie eine Art Birkenbihl-MindMap auf. Dabei handelt es sich um völlig überladene Folien, auf denen ein Wort in schreienden Farben zu sehen ist, um welches dann verwirrende Gedanken angeordnet sind. Uns hat das Ganze erschlagen - ein einfaches MindMap wäre unserer Meinung nach besser gewesen. Der Einsatz der Technik hakt leider generell ein wenig - bei einer "ganz Großen der Seminar-Szene" hätten wir doch mehr Professionalität beim Umgang mit Medientechnik erwartet. Uns hat auch der starke deutsche Akzent bei den von ihr gesprochenen Fremdsprachen verwundert, sie hatte irgendwie den Eindruck erweckt, dass man durch ihre Methode akzentfrei sprechen kann. An einer anderen Stelle teilt sie staatstragend mit, dass sie einen speziellen Fakt näher erforschen wollte und dies dann auch getan hat - indem sie dazu das Buch einer Wissenschaftlerin gelesen hat. Welch eine Leistung! Genau durch solche Stellen haben wir den Eindruck gewonnen, dass es bei ihrem Seminar hauptsächlich um das Produkt Birkenbihl geht, also eine Art Verkaufsveranstaltung mit vielen Allgemeinplätzen und weniger um eine zielgerichtete Präsentation zum Thema Sprachenlernen. Ein Tipp von ihr war beispielweise das Schauen einer DVD in einer Fremdsprache mit Untertitel. Auf diese spannende Funktion unseres DVD-Players sind wir vor ein paar Jahren seltsamerweise schon ganz alleine gekommen. Und dann kommt die Birkenbihl-Methode. Dabei wird ein Text Wort-für-Wort von der Fremdsprache in Deutsch übersetzt, dann wird das ganze aktiv und danach passiv gehört und zum Schluss kommen Aktivitäten. Frau Birkenbihl scheint es dabei egal zu sein, welche Art von Lerntyp man ist. Bei mir versagt aber ihre Methode, da ich als visuell veranlagter Lerntyp intuitiv erst alles lesen will und das Hören bei mir erst später dazukommt. Eine andere Reihenfolge macht für mich gar keinen Sinn, da dies für mich eben nicht gehirngerecht ist und ich so die Motivation des Sprachenlernens verlieren würde. Und genau hier liegt unseres Erachtens auch das große Problem von Frau Birkenbihl - sie stellt ihre Methode als alleinseligmachend hin. Alle anderen Methoden sind falsch und die Sprachlehrer in den Schulen sind so dreist, nicht nach der Birkenbihl-Methode zu unterrichten. Die Birkenbihl-Methode ist EINE Möglichkeit eine Sprache zu lernen, aber sie ist bestimmt nicht für jeden Lerntyp gleich gut geeignet. Und sie ist kein Allheilmittel, auch wenn die Moderatorin genau dies glauben machen will. Vielmehr sollte eine Vielzahl Methoden - abgestimmt auf den jeweiligen Lerntyp, die zu lernende Fremdsprache und das bereits vorhandene Wissen - eingesetzt werden. Japanisch lernt ein Deutscher anders als Niederländisch und fortgeschrittene Sprachlerner wollen sicherlich keine Texte mehr decodieren, zumindest geht es uns so. Die konsequente Umsetzung ihrer Methode dürfte auch nicht leichtfallen, da man nicht für jede Sprache einen Muttersprachler mal so einfach zur Hand hat, der einem die Texte vertont. Weil Kinder nach dem Schema Hören-Sprechen-Schreiben-Lesen lernen, soll das Lesen erst als letzter Schritt des Spracherwerbs durchgeführt werden. Eine andere Reihenfolge ist für Kinder logischerweise aber auch gar nicht möglich! Ich versuche mich gerade an Arabisch und lerne zuerst das Lesen, weil ich erst dann Sinn und Klang der Wörter erschließen kann. Als Erwachsener kann ich mir die Reihenfolge nach persönlichen Präferenzen heraussuchen und möchte diesen Vorteil auch nutzen. Somit ist die Inflexibilität, die Frau Birkenbihl bei anderen Methoden bemängelt, bei ihr ebenfalls vorhanden. In der anschließenden "Diskussionsrunde" zeigt sie dann wieder ihre selbstdarstellerische Fähigkeiten. Mit Kritik kann sie nicht umgehen, Fehler machen immer nur die Anderen. Als Fazit bleibt uns nur zu sagen, dass uns die DVD nichts gebracht hat, da es hier hauptsächlich um das Produkt Birkenbihl und seine Breitenwirkung geht und weniger um das Sprachenlernen. Es wird leider nur eine einzige Methode vorgestellt, die sich wahrscheinlich einfacher vermarkten lässt als die schmerzliche Erkenntnis, dass es das Patenrezept zum Spracherwerb nicht gibt. Es wird gerne demonstriert, was andere falsch machen aber weniger, wie man es selbst besser machen kann. Uns haben die Bücher der Autoren Robert Kleinschroth ('Sprachen lernen'), Christian Grüning und Gunther Karsten viel mehr gebracht. Tiefere Erkenntnisse haben wir durch das populärwissenschaftliche Buch des renommierten Gehirnforschers Manfred Spitzer ('Lernen') erhalten. Er schreibt übrigens schon auf den ersten Seiten seines Buches, dass es DIE Methode zum Lernen eben nicht gibt. Vielleicht sollte Frau Birkenbihl dieses Buch mal genauer lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
43 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sprachenlernen leichtgemacht,
Diese DVD enthält den Mitschnitt eines Vortrages vom 1.7.2004 in Landsberg.Frau Birkenbihl erläutert - wie in ihren Vorträgen üblich - mit viel Humor die von ihr entwickelte Methode, Fremdsprachen zu lernen. Bei dieser Methode ist Vokabellernen verboten, Grammatikwissen hilfreich, aber nicht notwendig. Es gibt zwar eigene Sprachkurse nach der Birkenbihl-Methode, Frau Birkenbihl gibt jedoch auch Tipps, wie man Sprachkurse nach anderen Methoden verwenden kann. Der Vortrag selbst dauert ca. 90 Minuten, danach folgt eine halbstündige Frage/Antwortrunde mit den Seminarteilnehmern. Die DVD ist von der Bildqualität her sehr gut, lediglich beim Ton gibt es ein geringes Störrauschen, das ich aber nicht weiter ablenkend fand. Fazit: ein ausgezeichnetes Preis/Leistungsverhältnis Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Einfach nur schlecht!,
Rezension bezieht sich auf: Vera F. Birkenbihl - Sprachen lernen leicht gemacht (DVD)
Nach der anfänglichen Begeisterung (wahrscheinlich durch Einlullen wie bei Kaffeefahrten) waren wir von dieser DVD sehr schnell ernüchtert. Hier geht es hauptsächlich um das Produkt Birkenbihl. Die von ihr vorgestellte Methode setzt auf der Assimil-Methode auf und sie hat noch das Passivhören zugefügt. So kann sie das Ganze dann unter ihrem Namen verkaufen, so denken meine Frau und ich darüber. Der ganze Vortrag wirkt wenig strukturiert und verwirrend, die Folien sind chaotisch und bestimmt nicht gehirngericht. Die Folien erstellt sie teilweise während des Vortrags (die Schrift erinnert dann an Hieroglyphen und man ist mit Entziffern beschäftigt) oder sie legt fertige Folien mit so einer Art Mindmap auf (die aussehen wie das Ergebnis der Malstunde eines Kleinkinds). Diese nennt sie Kawa oder Kaga. Hauptsache, sie kann einer vorhandenen Sache ihren Namen aufdrücken. Wenn man nach ihrer Methode Sprachen lernt, soll man angeblich auch bald ohne Akzent sprechen können, leider hat das bei ihr nicht gewirkt. Ihre Sprachvorführungen wirken eher als Abschreckung denn als Unterstützung "ihrer" Methode. Einer ihrer Tipps ist das Sprachenlernen mittels DVD, weil da verschiedene Sprachversionen mit Untertitel drauf sind, auf diese Idee kommt man von ja von alleine gar nicht!!! Sie beschwert sich ständig über die Schulmethoden und preist ihre Methode als einzig wahre an. Ich kenne jedoch niemanden, der erfolgreich und nachweisbar mir ihr eine Sprache gelernt hat. Mir scheint eher, das diese Frau über Verkaufstalent verfügt und die Leute so motiviert, immer wieder ihre immer wieder gleichen Produkte zu kaufen (wir hatten davor ein Buch bestellt, das war genauso verwirrend, unstrukturiert und marktschreierisch Birkenbihl-bezogen wie diese DVD). Hilfreicher zum Thema Sprachen lernen ist der alte Klassiker von Sebastian Leitner und die auf der Methode von Herrn Leitner aufsetzenden Langenscheidt Vokabeltrainer. Diese DVD ist rausgeschmissenes Geld.
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