Venus im Pelz 2014

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Nach einem langen Tag voller enttäuschender Castings ist der Pariser Theaterregisseur Thomas (Mathieu Amalric) kurz davor alles hinzuwerfen. Keine der Schauspielerinnen, die sich bei ihm vorstellen, entspricht seinen Vorstellungen. Dann taucht Vanda (Emmanuelle Seigner) auf. Vanda scheint all das zu verkörpern, was Thomas zutiefst verabscheut: Sie ist grob, naiv und einfältig, und würde vor nic...

Darsteller:
Emmanuelle Seigner,Mathieu Amalric
Laufzeit:
1 Stunde, 31 Minuten

Verfügbar auf unterstützten Geräten

Venus im Pelz

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Details zu diesem Titel

Genre Komödie
Regisseur Roman Polanski
Darsteller Emmanuelle Seigner, Mathieu Amalric
Studio R.P. Productions/A.S. Films/Monolith Films
Altersfreigabe Freigegeben ab 16 Jahren
Sprachen Deutsch, Französisch
Verleihrechte 48 Stunden Nutzungszeitraum. Details
Rechte nach dem Kauf Sofort streamen und auf zwei Geräte herunterladen Details
Format Amazon Instant Video (Streaming und digitaler Download)

Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von zopmar am 8. Januar 2014
Format: DVD
Polanski hat wieder einmal bewiesen, dass er einer der größten lebenden Regisseure ist. Was er hier mit den beiden Hauptdarstellern Emmanuelle Seigner (Vanda) und Mathieu Amalric (Thomas) in diesem Kammerspiel sich vor der Kamera abspielen lässt, ist Arthouse at its best, ist ein Blick in menschliche Abgründe. Ausgehend von Regisseur und Vorsprechtussi schlüpfen beide probeweise in zwei Rollen eines historischen Theaterstücks, das zu einer Reise in ihr jeweiliges Innenleben wird. Hier glänzt vor allem die Seigner, die von jetzt auf gleich in Tonfall und Habitus von einer kaugummikauenden, plollhaften Nachwuchsschauspielerein zu einer mondänen Dame der Gesellschaft des vorigen Jahrhunderts mutiert. Blitzschnell wechseln die Realitäten der Akteure mit den Dialogen des Stückes, ganz persönliches mit dem üblichen Theaterdonner. Und indem Vanda sich zur Domina und Göttin steigert und Thomas zum servilen Hündchen und Füßeküsser wird deutlich, dass es neben dem Lustgewinn beim Sex vor allem um Macht geht. Das macht der Rollentausch der Geschlechter deutlich, die völlige Selbstaufgabe geht mit der Unterwerfung bis zur totalen Verleugnung der eigenen Existenz. Und das bei witzig spritzigen Dialogen. (‘Und abends schaust du Arte und gehst schlafen und stirbst…‘) oder es wird mehrfach ‘Ambivalenz‘ mit ‘Ambiguität‘ verwechselt. Klar ist, dass bei Polanski die Frau als Siegerin die Manege verlässt. Selten ist ein Abspann so interessant wie hier, nachdem sich die Kamera zurückzieht d.h. die Anfangssequenz rückwärts läuft. Ein Geniestreich ohne den das Kino etwas ärmer wäre.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Igneus am 26. April 2014
Format: Blu-ray Verifizierter Kauf
Achtung dies ist ein Theaterstück. Es spielen lediglich zwei Personen und es gibt keine Verfolgungsjagten, keine Landschaftsaufnahmen, keine Toten...

Für Zuschauer die Erotik mit Pornographie gleichsetzen wird es ebenfalls eine Entäuschung geben. Es gibt nicht viel nackte Haut und keine kopulierende Schauspieler.

Für die Zuschauer bei denen Erotik im eigenen Kopf beginnt, die bereit sind die eigene Phantasie zu bemühen, wird Venus im Pelz einige Überraschungen bereit halten.

Für mich waren die Wandlungen der Personen/Rollen überaus unterhaltsam. So verwandelt sich Emmanuelle Seigner in völlig unterschiedliche Personen. Diese Verwandlung ist der Schauspielerin vielleicht sogar etwas zu gut gelungen. So gibt es Szenen in denen das Tempo der Verwandlungen den Zuschauer fordert. Auch die Dialoge sind nicht gerade langsam und bestimmt ist mir die ein oder andere Anspielung entgangen. Das ist, für mich, ein gutes Argument, dass Stück noch einmal zu sehen.

Dabei geht es in diesem Stück nicht nur um Träume, geheime Wünsche und Erotik sondern auch um Macht und Rollenverteilung, Selbstaufgabe und Verwandlung. Schauspielerisch gelingt Seigner und Amalric eine atemberaubende Darbietung. Mit viel Sarkasmus zeigt Polanski warum der Geschlechterkampf lange schon entschieden ist. Die Gewinnerinnen zieren sich den Sieg anzunehmen. Vielleicht weil die Verlierer nicht fair gekämpft haben oder weil die neue Rolle nicht nur Vorteile hat.

Das es Polanski gelingt dem Zuschauer viel Freiraum für eigene Sichtweisen und Interpretationen zu lassen, hat mir sehr gut gefallen.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von UZ am 23. März 2014
Format: Blu-ray
meine erste Filmrezension ;-)
... und ich will meine Motivation gleich voranstellen: ich bin euphorisch!
Dieses Stück hat das Zeug ein Klassiker zu werden(!) was Polanski hier vorlegt ist atemberaubend und fesselnd.

Wenn DAS "Arthouse " ist, wie einer meiner Vorredner meint, hat Arthouse einen neuen Fan. Ich bin froh das heute noch solche Filme möglich sind und (Achtung Spoiler ;-) ) danke denen auf Knien die Füße küssend die solch ein Projekt möglich gemacht haben.

Die Handlung wurde hier ja schon umrissen, daher lass ich sie mal außen vor. Was mich fasziniert hat ist die Flexibilität in der die Rollen angelegt sind und wie grandios spielerisch-virtuos sie auch umgesetzt wurden. Zeitweise beschleicht einen das Gefühl das die Beiden oder zumindest einer improvisiert. Das Theater wird zur Bühne des Kammerspiels über Kunst und Leben, Erotik und Lust, Macht und Manipulation.

Meines Wissens spielte Polanskis Ehefrau, Emmanuelle Seigner, 1999 in "Die neun Pforten" das letzte mal unter seiner Regie.
http://www.amazon.de/neun-Pforten-Blu-ray-Frank-Langella/dp/B00516WP0Q/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1395568989&sr=8-2&keywords=Die+neun+Pforten
Einziger Wermutstropfen für mich ist ihr leicht holpriges Intro. Die vulgäre, Kaugummi kauende Bewerberin gelingt Emmanuelle Seigner, meinem Gefühl nach, nicht so sehr. Sie spielt sich da noch etwas "warm" um im Theaterjargon zu bleiben. Als die keifende, überdrehte und laute Vanda nach der Stimmübung ihre Werte offenbart hat es mich fast aus den Schuhen gehoben. Da die Wendung so überzeugend gelingt und ich mir nicht sicher bin ob Polanski das nicht auch bezweckte mag ich dafür auch keinen halben Punkt Abzug geben.
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