Nach den positiven Rezensionen der Filmpresse, die hier ebenso nachzulesen sind, war ich gespannt auf diesen Film, denn ich bin intensiv vertraut mit diesem großartigen Text von Sacher-Masoch. Nichts von dieser Vorlage kommt in diesem Film rüber. Über Besetzungen kann man streiten - ich finde die Venus falsch besetzt, Severin - geht so.
Dieser Schwarz-Weiß-Film ist Sparfilm in erster Linie. Eine Zugfahrt mit Gleisbildern (Eisenbahnromantik?), dann Zeitblenden in Palastumgebung, dann der Zoo - (textinspiriert) da der "Grieche" den Vergleich vom Löwen und seiner Löwin bringt (hier ist es ein Tiger.)
Das Entscheidende ist wohl die Sprachlosigkeit - beinahe Stummfilm und damit kann man der Vorlage keineswegs gerecht werden, was ja nicht zwingend aber in jedem Fall besser gewesen wäre.
Also:
Fürchterlich langweilig, man sehnt sich den Schluss herbei; dieser wiederum ist einfach bedeutungsschwanger! Severin bekommt ein Brandzeichen eingebrannt - wie ein Rind im Western, die Sinne schwinden (Christus am Kreuz).
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"Venus im Pelz" im Original ist in erster Linie ein Spiel mit Regeln (Vertrag) und ein intensiver Dialog.
Von diesem Spiel, von den Hoffnungen und Enttäuschungen Severins und der ambivalenten Haltung der Venus, wird nichts deutlich (wenn auch anzudeuten versucht) - der interessanteste Aspekt fehlt somit.
Wer jetzt noch denkt, die erotischen Bilder könnten entschädigen - Pech gehabt. Eine gute alte Photografie aus den 20ern ist mehr Genuss als diese Zeitverschwendung.