Obwohl ich eine sehr große Tori Amos Anhängerin bin und war, obwohl sie in meinem Olymp der Göttinnen (und Götter) die erste, die allererste ist und war - trotzdem muß ich leider sagen, von ihrer neuesten CD etwas enttäuscht gewesen zu sein. Gewiß, ihre Musik ist zu intelligent, zu wenig nur tra la la la, als das sie einen gleich beim ersten Hören der Realität unbedingt entreißen müßte. Wer - wie ich - immer noch besonders die Art der Musik liebt, die Tori z.B. in „Under the Pink" oder „Earthquakes" aber auch in „Boys for Pele" vorstellt, muß sich nun wohl damit abfinden, daß diese Zeiten vorbei sind. Ihr - wie ich finde- „klassisches" Element war doch die wundervolle, oft kaum mehr irdische Kombination von Klavier (oder klavier ähnlichen Tasteninstrumenten) und ihre berauschende Stimme, deren viele Nuancen einen schwindlig machen können. Leider findet sich genau DIESE Tori auf der neuen CD nicht mehr. Das Klavier, das sie immer als ihr „Girl" sah, verschwindet vor dem Hintergrund einer ewtas zu lauten , zu erdrückenden Band mit all ihren Instrumenten. Aber das kennen wir doch alle schon! Gerade die Intimität zwischen Stimme und Klavier war doch das Besondere! Trotzdem kann das Album durchaus gefallen, wenn man bereit ist, eine ganz andere Tori Amos kennenlernen zu wollen !!!