So wird Eric Johnson in Fachkreisen oftmals genannt: "Mr. Tone", weil er seiner E-Gitarre einfach tolle Klänge entlockt. Nach seinem phänomenalen Album "A Via Musicom" war dies der langersehnte nächste Wurf von Eric Johnson. Stark gitarrenorientierte Alben stellen für Nicht-Musiker häufig eine monotone Angelegenheit dar. Oft wird darauf kaum mehr als der Nachweis rasanter Fingerfertigkeit und Spieltechnik erbracht. Eine empfehlenswerte Ausnahme hier: was man auf dieser CD zu hören bekommt ist melodiöser Gitarren-Rock vom Allerfeinsten. Von soft bis zur etwas härteren Gangart. Aber immer absolut hörbar. In "s.r.v." spielt er mit dem Gitarristen Jimmy Vaughn zusammen eine Hommage an den legendären Stevie Ray Vaughn. Hier ist der Klassenunterschied der beiden Gitarristen unüberhörbar. Mit welcher Leichtigkeit Johnson perlige Läufe auf dem Griffbrett darbietet, ist schlichtweg brilliant. Und davon gibt's genügend auf in "lonely in the night", wohl eines der Highlights der CD. Im darauf folgenden Stück "manhattan" zeigt er auf eindrucksvolle Weise, dass nicht nur Lee Ritenour die Oktavtechnik eines Wes Montgomery beherrscht. Also kein Wunder, dass die beiden Guitar- Heroes Joe Satriani und Steve Vai diesen Ausnahmegitarristen für ihre G3-Tournee auswählten. Soviel Musikalität und exzellente Gitarrenarbeit ist sonst selten zu hören. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)