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Venus
 
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Venus [Gebundene Ausgabe]

Else Buschheuer
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Diana (23. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453290127
  • ISBN-13: 978-3453290129
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 134.158 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nicht viel los an diesem heißen Frühsommertag in New York. Spielen wir also ein wenig Superman und fliegen ein paar Runden auf unserer Suche nach einer spannenden Sommergeschichte. Hallo, schon auf der Upper East Side werden wir fündig. Eine Frau, splitternackt hinter einem Panoramafenster, zu ihren Füßen die Leiche eines Mannes. Ein perfekter Anfang für unsere Story. Nun muss noch ein Retter her, der die Mörderin (!?), die ohne Erinnerung und barfuß durch New Yorks Straßen eilt, unter seine Fittiche nimmt. Nicht irgendwer -- nein, ein barhäuptiger Mönch in orangefarbener Kutte sollte es schon sein. „Nennen wir ihn Bliss Swami“.

Ein neuer Wurf von Helge Schneider? Oder hat Gott selbst einem unserer Pop-Literaten die Feder geführt, wie der durchgängige Pluralis majestatis der Erzählerstimme nahelegt? Gar nicht so daneben. Else Buschheuer, ewiges Enfant terrible der deutschen Literatur- und Internetszene, lässt erneut ihren Fabulierkünsten freien Lauf. Man muss schon bereit sein für das Zufallsprinzip, nach dem die Autorin Personal und Handlungsstränge frei aus dem Hut zaubert. Im Tempel des Bliss Swami, dem „God’s Motel“, wartet alsbald allerlei schellenklimperndes und heiligmäßiges Gelichter auf Venus (wie sie inzwischen getauft wurde). Hare Krishna, Hare …

Normalos haben keinen Zutritt. Nur das absolut Grelle und Ausgeflippte erhält bei Frau Buschheuer die allerhöchsten Weihen, ihren Kosmos betreten zu dürfen. In „God’s Motel“, einer Art ökumenischer Sozialstation für Geläuterte und Erleuchtete, begegnen wir Toga, dem haarigen Zwergen, Mau, dem Indianer und „Glücklichen Sklaven Gottes“, Sun Baba, einem scheintoten Maharishi-Double, sowie Bringfriede, die sich wechselweise für Buddha oder Satan hält. Angesichts dieser Traumbesatzung beschließt Venus, sich schnell und heftig in Bliss Swami zu verlieben.

Buschheuer-Report aus dem Big Apple. Das heißt Eso-Sprüche, Zeitgeistiges und jede Menge Knallchargen-Bios, die den Fortgang der Story oft behindern. Schließlich gilt es, einen Mord aufzuklären, oder? Am Ende dieser in ihrer Supercoolness oft unfreiwillig komischen Liebesgeschichte gewahrt unser göttliches Späherteam auf seinem Weiterflug über Berlin einen potentiellen Selbstmörder. Stoff für die Herbstausgabe. What a bliss! --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Komisch, klug und kosmopolitisch: So ist die "Venus" von Else..

Else Buschheuer erzählt die ungewöhnlichste Liebesgeschichte, die man sich denken kann: zwischen einer mutmaßlichen Mörderin ohne Gedächtnis und einem Mönch ohne Vergangenheit in einer Stadt, die sich jeden Tag neu erfindet.

Am Anfang steht eine Frau über der sehr blutigen Leiche eines Mannes und weiß nicht, wer und warum und wohin. Wie unter Schock läuft sie barfuß in ihrem roten Kleid durch die gleichgültige Stadt, bis rettende Arme sie auffangen und entführen. Der Ort, an dem sie sich wiederfindet, ist God's Motel, eine skurrile Mischung aus Touristenlager und Tempelkirche, in der Zeitungen und Fernsehen verboten sind, dafür ist jedwede Form von Gottsuche erwünscht. God's Motel ist wie eine stille Insel in der tosenden Großstadt, ein Hort der Ruhe und Besinnung. Zu viel Ruhe und Besinnung für Venus, die schon bald versteht, dass sie in einem »kleinen Irrenhaus inmitten eines großen, inmitten eines ganz großen« gelandet ist. Doch da hat sie sich schon besinnungslos in ihren Retter verliebt, einen riesigen, meist stummen, orangen Mönch. Darum treten brennende Fragen, wer sie ist und ob sie einen Mord begangen hat, für sie schnell in den Hintergrund. Nicht jedoch für die Polizei. Denn der Tote war reich und prominent, und die barfüßige Frau im roten Kleid ist bekannt. Während Venus überlegt, wie man einen Mönch rumkriegt, sucht die Stadt eine Mörderin.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fantastisch gut, 11. März 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Venus (Gebundene Ausgabe)
Für mich gehört dieses Buch zu jenen, die, wenn das Ende der Lektüre naht, ich nach mehr giere. Es hat so viel Klarheit für mich, den berühmten Else-Humor, den ich sehr liebe und Weisheit hier und da, ungleichmäßig auf die Buchseiten verteilt.
Eine Geschichte über die Liebe und die nur allzu menschlichen Probleme. Es tut gut zu wissen, dass man nicht allein ist. Es tut gut über die Tollheiten der Romanfiguren zu schmunzeln und dann vielleicht über die Eigenen und das Leben leicht zu nehmen.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die Prinzessin und der Mönch, 8. September 2009
Von 
Günter Nawe "Herodot" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Venus (Gebundene Ausgabe)
Über der blutigen Leiche eines Mannes steht eine sehr schöne Frau "und weiß nicht wer und warum und wohin". So beginnt der ungewöhnliche Roman der Else Buschheuer aus Eilenburg, wohnhaft in New York. Venus nennt sich die junge Frau im roten Kleid. Sie läuft wie unter Schock durch die gleichgültige Stadt. Sie hat alles vergessen - außer der Tatsache, dass sie niemanden ermordet hat. Ankommen wird sie in God's Motel, eine skurrile Mischung von Tempelkirche und Touristenhotel. Skurril auch die Bewohner: eine kleine Gemeinschaft von verkrachten Existenzen, die teilweise ihre Lebenszwänge gegen Glaubenszwänge getauscht haben. "Bei den Glücklichen Sklaven Gottes" haben sich verschiedenste Charaktere aus unterschiedlichsten Ländern und unterschiedlichen Glaubens zusammengefunden. Sie haben als eine Art Orden religiöse Rituale und besondere Formen der Nächstenliebe entwickelt. Und sind dabei doch sehr menschlich und irdisch geblieben.

Auf dieser stillen Insel, in diesem Hort der Besinnung und Gottsuche inmitten des Molochs New York, findet Prinzessin Venus Zuflucht und Liebe. Eine "Verliebung" muss stattfinden, fordert die allwissende Autorin - "jetzt und hier", um aus der Geschichte, die wie ein Krimi begann, ein Märchen zu machen, eine Romanze, denn "die schönsten Romanzen spielen unserer Meinung nach in New York". Gesagt, getan. Wie vom Blitz getroffen verliebt sich Venus, gern auch als "küssender Engel" aktiv, in den riesigen, orangenen Mönch Bliss Swami. Gleichzeitig mutiert die Prinzessin zur Küchenmagd.

Dieses Haus ist "für Flüchtlinge, für Müde, für Suchende, für Menschen, die vergessen wollen, die finden wollen". Das richtige Haus für Venus - und das richtige Haus wie für viele andere auch für Inspektor Boone, selbst ein Mensch am Rande des Abgrunds, der zudem auf der Suche nach dem Mörder ist. Auch er findet hier Zuflucht und die Wahrheit. Und ebenfalls eine neue Liebe. Und all diese Liebenden wie alle Liebenden haben "keine Gebrechen...keinen Seniorentarif. Liebende haben eine Gegenwart".

Eine Sommergeschichte wollte Else Buschheuer, so der Anfang dieses Romans, schreiben. Eingefallen ist ihr eine ganz ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einer mutmaßlichen Mürderin ohne Gedächtnis und einem Mönch ohne Vergangenheit. Eingefallen ist ihr ein Krimi voller interessanter Verwicklungen. Und nicht zuletzt hat sie ein bezauberndes modernes Märchen geschrieben. Mit überraschend komischen Einfälle, voller Witz und überaus klug. Und so ungewöhnlich wie die Geschichte ist auch der Ton, den Else Buschheuser in die Literatur einbringt. Das Buch hat, wenn man das so sagen darf, einen eigenen Sound. Es ist ein Buch für lange Abende oder kurze Nächt
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Oberfläche täuscht gelegentlich., 12. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Venus (Gebundene Ausgabe)
Irritierend zunächst das Cover: das Etikett 'schrill' klebt ohnehin schon zu Unrecht an der Autorin und prägt nun ebenso irreführend die Optik des Werkes. Auch für den Inhalt ist es hilfreich, Etiketten und Schubladen zu vergessen - das volle Lesevergnügen haben diejenigen, die der Autorin in den vergangenen Jahren durch die verschiedenen Romane und Tagebücher gefolgt sind und diejenigen, die bereit sind unter die schillernde Oberfläche dieser New York-Saga zu tauchen. Else-Erstleser mag der Wechsel von gelegentlich banaler Sprache und perfektem Wortwitz verwirren und manchmal ist es nicht ganz einfach, die religions- und kulturkreisübergreifende Weisheit hinter den skurrilen Figuren und den abstrusen Schicksalslinien in diesem Roman zu finden. Aber wenn man erst mal in Schwung gekommen ist, unterhält man sich prächtig und hat dennoch Stoff zum Nachdenken: "Else für Fortgeschrittene".
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