Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Teilweise sehr speziell, aber dennoch mit genialen Höhepunkten, 8. Dezember 2006
Im Schaffen der begnadeten Tori Amos nimmt "To Venus and Back" eine Sonderstellung ein. Aus dem ursprünglich geplanten Doppeldecker aus verloren geglaubten Tori-B-Seiten-Schätzen und Liveperlen wurde schließlich ein Hybrid aus 11 komplett neuen Studioaufnahmen auf der ersten, "Venus orbiting" titulierten Albumhälfte und 13 Livemitschnitten auf der mit "Venus still orbiting" titulierten zweiten Hälfte.
Auch wenn kaum eines der Alben der Pianogöttin den Hörer gleich in seinen Bann zu schlagen vermag und lange Zeit braucht, um dem Hörer all seine Schönheit und Magie zu entfalten und schließlich dauerhaft zu begeistern, so macht "Venus orbiting" dies besonders schwer. Außer den als Singles ausgekoppelten Songs - dem hypnotischem "Bliss", dem Ohrwurm "Concertina", dem schrägen "Glory of the 80's" und dem leicht schwülstigem, aber dennoch gelungenem "1,000 oceans" - mag kaum eines der restlichen Stücke - mit Ausnahme des wunderbaren, aber viel zu kurzen und herrlich instrumentiertem "Josephine" - wirklich vom Hocker zu reissen. Alles bleibt mehr oder weniger blass und wirkt dennoch oftmals überproduziert. Zwar klingt das alles keineswegs schlecht, ist aber auch nicht wirklich Tori Amos, höchstens Tori light. Dass das Ganze auch anders geht, beweist etwa die tolle Liveversion von "Concertina" auf der "Welcome to Sunny Florida"-DVD. Somit zeigt "Venus orbiting" zwar sehr gute Ansätze, ist im Ganzen aber doch eher durchwachsen und bleibt leider gewöhnungsdürftig.
Während die Studioaufnahmen und damit der erste Albumteil eher enttäuschend ausfallen, so machen dies die Livemitschnitte auf "Venus still orbiting" wieder wett. Neben Klassikern wie "Precious things" (was für ein Intro!), "Cornflake Girl" und dem überragenden "Cloud on my tongue" findet sich hier auch so manches Schmankerl, das davor oft nur als B-Seite erschien.
Besonders hervorzuheben sind hier das tief berührende, impulsiv gehauchte "Cooling" (das sich frappant von der Version auf der "Sparks"-Single unterscheidet, indem es etliche Verse kürzt, aber eine zusätzliche Huldigung durch Tori selbst erfährt), das herrlich beschwingte, aber viel zu kurze "Mr. Zebra" (war auf "Boys for Pelé" schon ein Hammer, löst jetzt aber verdientermaßen Begeisterungsstürme aus) und das wuchtige, völlig neu erfundene "Sugar", das gehörig die Bühne rockt und kaum mehr wieder zu erkennen ist.
Betrachtet man "To Venus and Back" als Gesamtprojekt, so muss man es leider fast als gescheitert bezeichnen. Dass das Ganze doch noch halbwegs gelungen ist, verdankt es den 5 bereits erwähnten Höhepunkten auf der ersten Scheibe und den durchweg gelungenen Livemitschnitten auf der zweiten.
Wer bislang noch kein Toriwerk sein Eigen nennt, sollte hier erst mal reinhören und sich dann entscheiden; einen weitaus besseren Beweis für Toris geniales Talent liefern aber immer noch das ungeschlagene Debüt "Little Earthquakes" und der neueste Streich "The Beekeeper".
Wenn meine Kritk bisweilen auch etwas negativ klang, so ist das Doppelalbum "To Venus and Back" dennoch wert, gehört und entdeckt zu werden, nicht zuletzt dank phänomenaler Highlights wie "Josephine", "Cooling" oder "Bliss". (Im Schnitt 3,5 Sterne macht 4)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
leider anders, aber auch schön anders, 2. November 1999
Von Ein Kunde
Obwohl ich eine sehr große Tori Amos Anhängerin bin und war, obwohl sie in meinem Olymp der Göttinnen (und Götter) die erste, die allererste ist und war - trotzdem muß ich leider sagen, von ihrer neuesten CD etwas enttäuscht gewesen zu sein. Gewiß, ihre Musik ist zu intelligent, zu wenig nur tra la la la, als das sie einen gleich beim ersten Hören der Realität unbedingt entreißen müßte. Wer - wie ich - immer noch besonders die Art der Musik liebt, die Tori z.B. in „Under the Pink" oder „Earthquakes" aber auch in „Boys for Pele" vorstellt, muß sich nun wohl damit abfinden, daß diese Zeiten vorbei sind. Ihr - wie ich finde- „klassisches" Element war doch die wundervolle, oft kaum mehr irdische Kombination von Klavier (oder klavier ähnlichen Tasteninstrumenten) und ihre berauschende Stimme, deren viele Nuancen einen schwindlig machen können. Leider findet sich genau DIESE Tori auf der neuen CD nicht mehr. Das Klavier, das sie immer als ihr „Girl" sah, verschwindet vor dem Hintergrund einer ewtas zu lauten , zu erdrückenden Band mit all ihren Instrumenten. Aber das kennen wir doch alle schon! Gerade die Intimität zwischen Stimme und Klavier war doch das Besondere! Trotzdem kann das Album durchaus gefallen, wenn man bereit ist, eine ganz andere Tori Amos kennenlernen zu wollen !!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nur mit ordentlichem Gerät, 26. April 2001
Zuerst ob der eingesetzten supports ein wenig verwirrt - ich dachte erst an eine ein wenig kommerzielle Pop-CD - entpuppte sich die CD bei richtiger Einstellung des Verstärkers als wahrer Edelstein. Vor allem die Live-CD ist voller power und stringens - sie macht alles aus, was die Tori-Fans so lieben. Wunderbare Live-Version fast schon hard-rockig von Precious Things, elegisch das wunderschöne Cooling und Purple People. Für diese und alle anderen Tori CD's gilt, dass man schon sehr, sehr ! gut Englisch können muss, um zu verstehen, worum es in den Liedern überhaupt geht. Und zusammen mit der stimmlichen Performance ergibt das fantastische Klavierspiel eine Symbiose, von der andere Musikanten und -innen nur träumen können. Dabei bleibt Tori stets ihrem Stil und ihrer Eigenheit treu, auch wenn sie sich musikalisch seit Little Earthquakes sehr verändert und weiterentwickelt hat. Kann meiner Begeisterung kaum Ausdruck verleihen.
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