Wir haben den Venta jetzt seit knapp 4 Wochen. Gekauft haben wir ihn bei einer Luftfeuchtigkeit im Wohnzimmer von 22%. Mit dem Venta Luftbefeuchter hat sich diese Feuchtigkeit bei 32-34% eingependelt. Das ist eigentlich immer noch zu wenig. Warum dennoch 5 Sterne?
Der Luftbefeuchter (die Wirkung als Luftreiniger hat uns nicht wirklich interessiert) soll für eine Wohnfläche von 68qm reichen. Da meine Frau es liebt, Türen offen zu lassen übersteigt die Fläche bei uns diese 68qm deutlich. Dazu kommt, dass man natürlich trotz allem lüften muss und wir zur Zeit Temperaturen von -10° bis -20° haben. Da ist die Luft von außen sehr trocken. Auch dagegen muss der Venta ankämpfen. Wenn ich aber sehe, dass das Gerät in 24 Stunden rund 6 Liter Wasser in die Luft bläst, kann man hier nicht meckern. Es läuft dabei meistens in Stufe 2.
Wie ist es mit der Lautstärke?
Wie gesagt, der Venta läuft bei uns meistens auf 2. Stufe 3 schalten wir bestenfalls in Abwesenheit ein. Bei Stufe 2 hört man permanent ein Rauschen, das ich jetzt nicht als störend empfinde. Da wir Katzen haben, die im Wohnzimmer schlafen, bleibt es auch nachts bei 2 (und die Katzen haben sich bis jetzt nicht beklagt ;-) ... sind also nicht aus dem Wohnzimmer geflohen).
Warum haben wir uns für den doch recht teuren Venta LW44 entschieden?
Wenn man sich andere Luftbefeuchter ansieht, dann gibt es prinzipiell eigentlich nur zwei Verfahren:
- Wasserzerstäubung per Ultraschall
- Wasserdampf durch Erhitzen
Beim Ultraschallverfahren liest man immer wieder von weißem Staub, der sich überall absetzt. Ist eigentlich auch logisch, da hier das komplette Wasser verdampft und in die Luft geblasen wird. Komplettes Wasser heißt inklusive Kalk, der dann natürlich liegen bleibt, wenn das Wasser sich irgendwo absetzt und dann verdunstet.
Das Erzeugen von Wasserdampf durch Erhitzen bedeutet einen hohen Stromverbrauch. Hier täglich 6 Liter in die Luft zu blasen wird wohl recht teuer. Ich habe mich auch gefragt, wie heiß der Dampf ist, der hier letztlich raus kommt.
Das Verfahren des Venta erscheint recht einfach, aber effektiv. Ich vermute ein Patent darauf, da ich sonst keinen Luftbefeuchter nach diesem Prinzip gefunden habe.
Grundsätzlich gibt es zwei große Wasserräder mit vielen Lamellen. Das Ganze ist - so wie es aussieht - ein einziges Spritzgussteil pro Rad. Diese beiden Wasserräder bewegen sich langsam in der Wasserwanne. Der obere Teil der Räder ist in der Luft. Der Ventilator liegt darüber und saugt von der Seite Luft rein, die über die Wasserräder streift. Dabei verdunstet das Wasser und wird in die Luft mitgenommen. Das dürfte ähnlich funktionieren, wie wenn man Wäsche zum Trocknen aufhängt. Bläst der Wind, trocknet die Wäsche schneller weil der Wind die Feuchtigkeit mit nimmt. Den Wind übernimmt hier der Ventilator, die Wäsche sind die Wasserräder.
Jemand hat auch geschrieben, ihm ist das Gerät zu teuer, er legt lieber feuchte Tücher auf die Heizung. Funktioniert sicher auch, aber mal abgesehen von der Optik braucht mal viele Tücher, um 6 Liter pro Tag in die Luft zu bringen oder aber man muss ständig wechseln. Das halte ich nur bedingt für praktikabel.
Bis jetzt sind wir mit unserem Venta recht zufrieden. Da das Verfahren wohl recht einfach ist, besteht die Hoffnung, dass das Gerät lange hält und so diese Zufriedenheit noch lange anhält.