Jorane, junge kanadisch-frankophone Künstlerin - als Autorin, Sängerin und Cellistin - geht auch in dieser CD ganz eigene Wege. Wer glaubt, das Nie-so-Gehörte müsse extrem gewöhnungsbeürftig sein: Hier ist es nicht so. Das ist das Erstaunliche auf dieser CD: Die technische Perfektion der Ausführung, der Verschmelzung von Stimme und Instrument, aber auch von Text und Musik kommt nur aus einem einzigen künstlerischen Gestaltungswillen. Diese Einheit ist so vollkommen, dass sie dem Hörer wie selbstverständlich erscheint und ihn vergessen läßt, was alles neu ist in dieser Musik. Damit steht Jorane außerhalb der üblichen Musikeinteilungen. Wo hat man solche überzeugenden Celloakkorde in der Popmusik gehört? Welche klassische Cellistin würde auf die Idee kommen, sich selbst zu begleiten? Die CD enthält eine ganze Auswahl an Möglichkeiten: Mit und ohne Cello, mit und ohne Band im Hintergrund, mit und ohne Stimme, Texte in französisch und in in Jorane - Sprache. Das Textheft enthält die Originaltexte ohne Übersetzung. Eigentlich schade für die, die das nicht lesen können. Die es können, werden sehen, dass die Texte so poetisch, so zart und so kraftvoll sind wie die ganze Aufnahme.