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Venice. Ein amerikanisches Tagebuch
 
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Venice. Ein amerikanisches Tagebuch [Gebundene Ausgabe]

Armin Mueller-Stahl , Armin Mueller- Stahl
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 141 Seiten
  • Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 1 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351030630
  • ISBN-13: 978-3351030636
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 271.603 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Armin Mueller-Stahl
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In »Venice« erzählt Armin Mueller-Stahl eine faszinierende Geschichte jenseits des Glamours von Hollywood: Es ist die Geschichte eines Liedes und dessen Komponisten, dem Jazzgitarristen Ernest Abram. Ihn umgibt ein Geheimnis, das in eine dunkle Vergangenheit führt. Mit Tagebucheinträgen, Notizen und Zeichnungen nähert sich Mueller-Stahl dieser Figur und entwirft ein Vexierbild des Lebens in Venice Beach, in das er immer wieder auch eigene Erlebnisse einfließen läßt.

Über den Autor

Armin Mueller-Stahl, geboren 1930, ist nicht nur einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler überhaupt, sondern auch ein begnadeter Geiger, Maler und Erzähler. Bevor er zum Schauspielberuf wechselte, absolvierte er ein Geigen- und Musikwissenschaftsstudium, das er 1949 mit dem Examen zum Musiklehrer abschloß. Seit 1952 avancierte er mit unzähligen Theater- und Filmrollen (u. a. in "Königskinder", "Nackt unter Wölfen" und "Jakob der Lügner") zu den bekanntesten und beliebtesten Schauspielern der DDR. Als Mitunterzeichner der Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns erhielt er ab 1976 keine Engagements mehr, verließ 1980 die DDR und setzte seine Karriere nicht nur in Westdeutschland, wo er u.a. mit Rainer Werner Faßbinder ("Lola", 1981) drehte, sondern auch international erfolgreich fort. Zu seinen bekanntesten Filmen zählt "Oberst Redl" (1985) von Istvan Szabo. 1989 gelang ihm mit "Music Box" unter der Regie von Constantin Costa-Gavras auch in Hollywood der Durchbruch. Es folgten Arbeiten mit Barry Levinson ("Avalon"), Jim Jarmusch ("Night on Earth"), Steven Soderbergh ("Kafka") und Volker Schlöndorff ("Der Unhold"). Für seine Nebenrolle des Vaters des australischen Pianisten David Helfgott in "Shine" wurde Mueller-Stahl 1997 für den Oscar nominiert. Im gleichen Jahr debütierte er mit seinem Film "Conversation with the Beast" als Regisseur. 2001 kehrte er in der Rolle Thomas Manns in Heinrich Breloers Familiensaga "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" auf deutsche Bildschirme zurück und erhielt für seine darstellerische Leistung den Grimme-Preis. Seit langem ist Armin Mueller-Stahl auch als Erzähler bekannt. 1981 erschien "Verordneter Sonntag", es folgten u. a. "Drehtage" (1991), Unterwegs nach Hause (Erinnerungen, 1997), "In Gedanken an Marie-Louise. Eine Liebesgeschichte", 1998 und "Rollenspiel. Ein Tagebuch während der Dreharbeiten für den Film ‚Die Manns'" (2001), 2004 erschien bei Aufbau seine Erzählung "Hannah".

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Geschenk für Fans 8. Februar 2007
Format:Gebundene Ausgabe
"Venice" ist einfach spannend, einfühlsam, mit leisem Humor, kurz großartig geschrieben. Der "Homeless" wird nicht als "Abschaum" oder als "bedauernswert", sondern als interessanter Mensch, mit einer ebensolchen Geschichte beschrieben. Man hatte oft den Eindruck, der Autor hätte gerne mal mit ihm getauscht. Auch hier geht es wieder um Musik. Dieses Mal um einen Gitarristen. Erwähnt wird da auch der Komponist Villa-Lobos. Beim Lesen fiel mir ein, dass ich noch 2 CDs mit seinen Werken besitze, die ich lange nicht gehört habe. Nach "Venice" habe ich mir die darin erwähnten Bücher "Erklärt Pereira" und "Der menschliche Makel" geholt. Armin Mueller-Stahl bringt mich dazu, manches neu zu entdecken, aber auch manches wieder zu entdecken. Wer im Dezember 2005 im Deutschen Theater in Göttingen war oder die Aufnahme im Januar 2006 auf NDR-Kultur gehört hat, wird noch manches darüber erfahren haben. Ebenso begeistert mich die Jubiläumsausgabe zu diesem Buch mit vielen Zeichnungen, einer Filmographie, 2 Essays, eine Biographie. Für alle, die diesen großartigen Künstler und Menschen schätzen, ist es eine Bereicherung. Hier findet sich fast die ganze Bandbreite seines Könnens. Diese Ausgabe gehört zu dem Büchern, die ich nicht verleihe, weil sie nicht ganz billig waren. Das Geld dafür ist allerdings gut angelegt. Beim Lesen hatte ich den Wunsch, die Koffer zu packen und den nächsten Flieger nach L.A. zu nehmen. Übrigens ist dieses auch ein wunderbares Geschenk für alle, die 40 werden und denen schon beim Gedanken daran das Grauen packt. Gleich zu Anfang heißt es sinngemäß: "Jeder über 40 ist eine herumlaufende Filmgeschichte." Da sollte man doch den Kopf oben tragen!
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Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Armin-Mueller Stahl, bekannt aus vielen Hollywoodfilmen und der Filmreihe "Die Manns", gehört unbestritten zu den erfolgreichsten deutschen Schauspielern. Dass er nebenbei auch Konzertgeiger, Maler und Schriftsteller ist, wissen die wenigsten - ein Grund mehr, seine Qualitäten als Romancier genauer unter die Lupe zu nehmen.

"Ich wettete mit meinem Freund Joseph Gordon, einem eigenwilligen und großartigen Drehbuchautor, dass man Filmgeschichten auf der Straße auflesen könnte, man muss sich bloß bücken, sie aufheben" - so beginnt Armin Mueller-Stahls neuester Roman "Venice - Ein amerikanisches Tagebuch". Die Wette gilt, und der Ich-Erzähler hebt tatsächlich etwas auf: Einen obdachlosen, verschwiegenen Kauz, einen ehemaligen Bankdirektor, der nun jenseits des Glamours von Hollywood in den Straßen von Venice Beach, Los Angeles, lebt. Erst nach mühsamen Annäherungsversuchen gelingt es, ihm seine Geschichte zu entlocken.

Die Geschichte des "Freunds aus Venice" ist vor allem die Geschichte seines Vaters, den er nie kennen gelernt hat, der Jazzgitarrist gewesen sein soll und deutscher Soldat im Zweiten Weltkrieg, später Kriegsgefangener in New Mexico und sein Leben lang unter falscher Identität auf der Flucht. Alles, was seinem Sohn von ihm geblieben ist, ist eine Komposition, das "Rommel-Trommellied", das er nun in einsamen Momenten auf der Third Street spielt. Sein Zuhörer ist berührt von dieser Geschichte, längst geht es nicht mehr um die Wette, und er beginnt, den Homeless heimlich für einen Dokumentarfilm filmen zu lassen...

Armin Mueller-Stahl spielt sich selbst als Ich-Erzähler dieses Romans, das merkt man spätestens bei kleinen Einschüben aus dem Leben des Schauspielers, etwa bei den "Bayerischen Filmpreisen" oder der Eröffnung einer Galerie. Die autobiografischen Passagen wirken inmitten der fiktiven Geschichte aber eher deplatziert, wie eitle Anekdoten eines selbstverliebten Künstlers. Glücklicherweise dauern solche Ausflüge aber nie länger als einige Absätze, wenig später geht es zurück zum Venice Beach, wo der Roman seine ganz starken Momente hat.

Armin Mueller-Stahl entpuppt sich als Meister des Dialogs, schnell und direkt verlaufen seine Strandgespräche, aber immer ruhig, ohne ein Wort zu viel: "Besonders abends, wenn die Lichter angehen, die Glitzerei beginnt, dann bin ich wer. / Wer sind Sie dann? fragte ich. / Dann bin ich ich. / Der Philosoph von Venice. / Hören Sie auf, nichts will ich sein, weder General noch Dichter oder Philosoph. / Was wollen Sie denn sein? / Warum soll ich was sein wollen? Ich bin doch wer. / Und das genügt Ihnen? / Freilich genügt mir das. / Da staune ich. / Staunen Sie ruhig."

Auch in den längeren Erzählteilen behält Armin Mueller-Stahl seinen wunderbar reduzierten und doch lebendigen Sprachstil bei. Immer wieder wechseln Perspektiven und Treffpunkte, später kommt das Spiel mit dem Kameramann dazu, der versucht, den Obdachlosen unbemerkt zu filmen. Atemlos wird man beim Lesen immer mehr in das Geschehen auf den Straßen von Los Angeles hineingezogen - die Geschichte um den verlorenen Vater entfaltet sich dabei fast beiläufig, bleibt aber bis zum Schluss spannend.

So mag es den Leser vielleicht nicht kümmern, dass der Titel "Venice - Ein amerikanisches Tagebuch" ein Versprechen nicht hält: Der Roman ist mit seinen vielen Dialogen und Schauplätzen eigentlich kein Tagebuch mehr. Zwar beginnt jedes Kapitel mit einer Datumsangabe, der Text selber hat stilistisch jedoch nichts mit einem Tagebuch gemeinsam. Vielmehr hat Armin Mueller-Stahl hier ein Drehbuch geschrieben, gewissermaßen das Drehbuch zu dem Film, den der Kameramann im Laufe des Romans aufzeichnet. Einschübe wie "Pause." wird man wohl in keinem Tagebuch finden, in einem Drehbuch gehören sie zum Standardinventar. Vielleicht brauchte Armin Mueller-Stahl die Tagebuch-Verkleidung, um seine kleinen Selbstreflektionen darin unterzubringen - notwendig ist sie jedenfalls nicht.

Doch wen kümmert der äußere Anstrich - innen, auf den über 140 Seiten des Romans, entwickelt Armin Mueller-Stahl einen ganz eigenen Stil, der Spaß macht beim Lesen, weil er unkompliziert und doch viel sagend ist, schlicht und doch stimmungsvoll. Eitelkeit mag eine der Schwächen des Schriftstellers Armin Mueller-Stahl sein, Pathos ist es nicht. Es ist nur eine kleine Geschichte, die er uns hier erzählt, eine von Millionen kleiner Geschichten des Alltags, die man täglich auf der Straße auflesen kann. Und doch ist man ihm dankbar, dass er sich wenigstens dieses eine Mal gebückt hat und "Venice - Ein amerikanisches Tagebuch" für uns aufhebt.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von db
Format:Taschenbuch
Jeder Hinz und Kunz schreibt inzwischen ein Buch, selbst wenn sie oder er in einer nicht-literarischen Sparte einen Namen haben wie Armin Müller-Stahl. Dann vielleicht auch noch ein zweites oder drittes. "Hannah" mochte ja noch angehen, aber "Venice" ist so überflüssig wie Dünger auf einen moosigen Rasen, sprachlich gelungen, inhaltlich umsonst. Wen interessiert schon dieses Venice-Gedudel? Thomas Mann würde sich in Venedigs Grab umdrehen.
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