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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Seltsam und düster,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Venedig kann sehr kalt sein. (Taschenbuch)
Zugegeben, ich habe zwei Anläufe gebraucht, um das Buch zu lesen. Gerade die Antwort auf die Frage, warum der Protagonist immer wieder die Nähe seines potenziellen Mörders sucht, scheint zunächst unklar und jeder Logik bar. Doch meines Erachtens nach liegt gerade die Stärke dieses Werkes in dem nicht explizit aufgeklärten Beziehungsgeflecht zwischen Edward und Ray, die durch den Tod der Ehefrau bzw. Tochter in einem merkwürdigen Abhängigkeitsverhältnis zueinander stehen. Beide wissen, dass nur die Vernichtung des Anderen die eigene Erlösung bedeutet.Einfach kann der Leser diesem Katz und Maus Spiel nicht folgen, aber für mich war es nach einer Eingwöhnungszeit noch schwerer, das Buch zur Seite zu legen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Krimi oder existentialistischer Roman?,
Von K. Seiler (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Venedig kann sehr kalt sein. (Taschenbuch)
Wer bei diesem Buch einen klassischen Krimi erwartet, wird, fürchte ich, enttäuscht, es ist eher ein Roman, der existentialistische Themen streift und daher auch ein existentielles sujet hat: die Bedrohung des Lebens der Hauptfigur durch seinen Ex-Schwiegervater, der ihm die Schuld am Selbstmord seiner Tochter gibt.Die Probleme, die das Buch behandelt, sind unter anderem das der Unmöglichkeit, sich in den Augen der Anderen als ein Selbst zu etablieren, da jede Fremdsicht (in diesem Fall fast ausschließlich)durch eigene Motive und Persönlichkeit des Betrachtenden bestimmt wird. So versucht Garrett immer wieder verzweifelt und unter Lebensgefahr seinem Schwiegervater sein Leben mit seiner Ehefrau zu schildern und ihn von seiner Unschuld zu überzeugen, woran dieser gar kein Interesse hat, da er ihn als Ventil für seine Trauer braucht, die er, entsprechend seiner Persönlichkeit, als Sieg über ein von ihm bestimmtes Objekt, das er sich bewußt als Projektion seiner Gefühle ausgewählt hat, ausleben will. Wer Freude an einem komplexen Roman hat, der viele Betrachtungsebenen bietet und den Leser, auch auf Grund der aufgebauten athmosphärischen Spannung, lange gedanklich gefangen hält, dem wird dieses Buch gefallen, wer eher auf nette Abendunterhaltung à la Agatha Christie (die durchaus auch ihre Qualitäten hat) steht, den wird es, fürchte ich, eher unbefriedigt lassen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Venedig hat schlechte Presse,
Von
Rezension bezieht sich auf: Venedig kann sehr kalt sein (Broschiert)
Der Selbstmord von Ray Garrett's junger (knapp Zwanzig-jähriger) Frau Peggy wirft Ray aus der Bahn. Vor allem da sein Schwiegervater Ed Coleman in ihm den Schuldigen sieht und dieser nicht bereit ist, Ray und dessen Sorgen Gehör zu schenken. Als Ed in einer verschwiegenen Gasse in Rom mit einer Pistole auf Ray schießt und ihn knapp verfehlt, beschließt Ray seinem Schwiegervater nach Venedig zu folgen, um ihn von seiner Unschuld am Selbstmord Peggy's zu überzeugen. In Venedig angekommen beginnt das am Buchrücken angekündigte Katz-und-Maus-Spiel, das sich auch mehrmals umkehrt.Dieses Katz-und-Maus-Spiel entwickelt sich rasch zu einem echten Katzenjammer. Es zieht sich und zieht sich ohne dabei jemals (bekannte) Highsmith'sche Spannung zu entwickeln. Die Kämpfe zwischen Schwiegervater und -sohn sind verbal wertlos und körperlich von der ganz schmutzigen Sorte alla "Attacke mit Wattebällchen" oder "Kampf der Schmetterlinge". Alle weiteren in das Geschehen verwickelten Personen sind nett und hilfsbereit (falls sie einen italienischen Pass besitzen) oder reine Statisten, die sich bemüßigt fühlen, ihre überflüssigen Erläuterungen zum Geschehen mitzuteilen (Amerikaner). Venedig selbst zeigt sich im November von der Wetter- bedingt schlechtesten Seite, einige nette Restaurants werden beschrieben, der Leser erfährt, welche die besten Hotels waren und wo man schick einkaufen konnte ... längst überholt. Vermutlich bin ich mit den falschen Erwartungen an den Roman herangegangen. Falls es Ihnen ähnlich geht: Besser zu den "Ripleys" oder "Zwei Fremde im Zug" greifen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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