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Venedig - Spätes Feuerwerk: Glanz und Untergang der Republik - 1700-1797
 
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Venedig - Spätes Feuerwerk: Glanz und Untergang der Republik - 1700-1797 [Gebundene Ausgabe]

Ekkehard Eickhoff
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 440 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 3., Aufl. (Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608941452
  • ISBN-13: 978-3608941456
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 16 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 464.231 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Ekkehard Eickhoff
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Von der Macht zum Mythos - die kulturelle Glanzzeit Venedigs

Glücksspieler und Abenteurer, Adlige, Künstler und Kurtisanen zieht es immer wieder in die Stadt der Masken. Ein Leben voll extravaganter Lustbarkeiten und intellektueller Höhenflüge erwartet sie. In diesem fulminanten Meisterwerk wird die kulturelle Glanzzeit Venedigs zu neuem Leben erweckt.

Klappentext

Ekkehard Eickhoff läßt die Venezianer und ihr europäisches Publikum noch einmal auf ihrer »großen Bühne von Marmor und Wasser, schattigen Gassen und lichten Plätzen« tanzen.

Unbeeinflußt von den politischen Wirren einer kriegerischen Zeit vergnügen sich im Venedig des 18. Jahrhunderts die schillernd sten Persönlichkeiten Europas. Vivaldi, Goethe, Casanova und Montesquieu geben sich auf dem venezianischen Karneval, bei prunkvollen Regatten und in den Salons der schönsten Damen Italiens ein Stelldichein.

In diesem späten »Feuerwerk« bewundert das Europa der Aufklärung den Glanz eines unvergleichlichen kulturellen und gesellschaftlichen Lebens. Abwechslungsreich spielt es sich in den unzähligen Theatern und Opernhäusern, Konzerten, Konservatorien und Kaffeehäusern ab. Da wird in kleinem, elegantem Kreise das Gespräch mit Dichtern und Literaten gepflegt und in den Casinos leichtfertig über Schicksale entschieden. Und wenn den deutschen Prinzen und englischen Gentlemen das Geld nicht ausgeht, nehmen sie die Stadt mit nach Hause: in Gemälden gefeierter Künstler, dem neuesten Stück eines berüchtigten Autors oder den kostbaren Produktionen venezianischer Verlagsdruckereien. Das scheinbar immerwährende Fest findet erst 1797 durch den großen General Bonaparte sein jähes Ende.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Über Venedig gibt es bereits viele Bücher. Von in Venedig spielenden Kriminalroman bis zum Kunstführer reicht die Auswahl. Ein Sachbuch, welches aus dem Rahmen fällt ist das Werk von Ekkehard Eickhoff "Venedig spätes Feuerwerk" mit seiner farbigen Beschreibung der letzten 97 Jahre der ehemaligen Großmacht Venedig. Die Zeiten, wo in fast allen Regionen des Mittelmeer das Markusbanner wehte, waren längst vorbei.

Das Buch beschreibt das Leben in Venedig am Ende einer nahezu tausendjährigen Geschichte der Republik. Da gibt es Kapitel die mit vielen Einzelheiten die Entwicklung von Literatur,Mode,Malerei, Diplomatie bis hinzu dem gefürchteten Spitzelsystem unterhaltsam beschreiben. Der Leser verfolgt die Spuren hoher ausländischen Besucher, die nach Venedig reisten, um in den Casinos ihr Glück im Spiel zu wagen oder

sich feiern zu lassen. Auch Johann Wolfgang von Goethe und die Herzogin Anna Amalia aus Weimar besuchten diese faszinierende Metropole.

Ekkehard Eickhoff berichtet über die literarischen Salons der feinsinnigen, schönen Frauen Venedigs wie Giustiniana Wynne, über die Arbeit der reichen Patrizier für die Stadtverwaltung und über die Freimaurer. Europa blickte voller Neid auf den Karneval in Venedig, der wie ein großer Magnet viele Herrscher anzog. Im Jahre 1797 feierte man zum letzten mal dieses rauschende Fest in voller Unabhängigkeit Dann steht Napoleon, der Kunsträuber, mit seinen Soldaten vor Venedig. Am 17.10.1797 löste er die Republik auf. Sie wird danach Teil der Habsburger Monarchie.

Ich habe dieses Buch mit Vergnügen gelesen. Durch seine vielen historsichen Quellen wirkt es sehr authentisch. Der Autor, Historiker und Diplomat, schuf ein Werk, welches noch lange aktuell bleiben wird. Im Anhang findet der Leser von Seite 359 bis 407 aufschlußreiche Anmerkungen zu den einzelnen Kapiteln, dann eine Zeittafel mit den wich-

tigsten Ereignissen zwischen 1700 und 1797. Abgerundet wird der Überblick durch einen Stadtplan Venedigs im 18.Jahrhundert mit dem öffentlichen Gondelverkehr,gezeichnet von Beatrix Eickhoff.

Wer nach Venedig reist oder Venedig bereits besucht hat und liebt,sollte das Buch lesen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ekkehard Eickhoff erweist sich als wunderbarer Erzähler des Endes der Venezianischen Republik. Mit sprachlicher Virtuosität verwandelt er Geschichtsstoff zu unterhaltsamster Lektüre. In zahlreichen Portraits und fein gezeichneten Lebenslinien lässt er die prägenden Persönlichkeiten der venezianischen Gesellschaft des Settecento Revue passieren. Wie nebenbei gelingt es ihm dabei, ein umfassendes facetten- und faktenreiches Bild Venedigs zu zeichnen, seiner Strahlkraft nach ganz Europa und seiner Anziehungskraft auf die Großen dieser Zeit Ausdruck zu verleihen. Innen- wie Außenpolitik, das Musik- und Theaterleben, die Malerei und die Literatur, die Casinos wie der alles übergreifende Carneval werden in seinem Buch zu einem einzigartigen Lesevergnügen verwoben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Grandios 16. August 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Ein wundervolles Kaleidoskop aus der Epoche der Kavaliere und Reifröcke; als Untertanen noch keine Staatsbürger waren, und Stand - häufig genug usurpierter - und Geist wichtiger als ein noch weitgehend sinnleeres Nationalbewußtsein. Zur Zeit, zu der ein dekadentes Ancien Régime in Frankreich die eigene Bevölkerung verhungern liess, ein frühindustrielles England die Zukunft vorweg nahm, und ein agrarisch wie dynastisch zerplittertes heilig-römisches Reich spätmittelalterliche Traditionen konservierte, wurde Venedig zur eigentlichen Inkarnation des 18. Jahrhunderts. Eickhoff beschreibt das mit genauer Detailkenntnis, Lust am Erzählen, und - last not least - der unter heutigen Historikern praktisch verlorenen Fähigkeit zum virtuosen Umgang mit Sprache (die den Diplomaten durch schimmern lässt und von den Unfähigen dann gerne als "essayistisch" abqualifiziert wird). Wer irgend eine Affinität zu dieser Epoche besitzt, für den ist dieses Buch ein Muss.
P.S.: Bin keine Rezensionsmaschine, und wenn, ist mein Tenor im allg. eher negativ. Das hier ist eine echte Ausnahme.
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