Inhalt:
Wer telefoniert von einer heruntergekommenen Bar vor den Toren von Venedig im Industrievorort Mestre mit Osteuropa, Ecuador und Thailand? Und warum finden sich ein paar der angewählten Nummern ohne Namen in den Adressbüchern von zwei einflussreichen Männern, die binnen einer Woche sterben? Fragen, die niemand stellen würde, wäre nicht jener LKW-Unfall in den Dolomiten. Die acht rumänischen Frauen, die in dem Laster nach Italien einschmuggelt werden sollten, verunglücken. Kurz darauf wird im Nachtzug von Padua nach Venedig die Leiche eines Anwalts für internationales Recht entdeckt, der in Kreisen einflussreicher Banker und Industrieller verkehrte. Weitverzweigt sind die Unglücksfälle, doch weitverzweigt sind auch die Connections des aufrechten Commissario Brunetti. Er ist nie um Leute verlegen, die ihm einen Gefallen schulden und auch gerne erweisen: Einiges weiß Richter Beniamin über die besseren Kreise in Venedig zu berichten; Tochter Chiara hört sich bei ihren Schulfreundinnen um, und die Verbindungen der Sekretärin von Brunettis Chef reichen bis in die Telecom. Gerne steht man Brunetti mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, unsauberen Machenschaften auf die Schliche zu kommen und Tätern das Handwerk zu legen, die sich an unschuldigen Opfern vergreifen. (Quelle: Klappentext)
In dem vierten Teil der Brunetti-Reihe geht es anfangs um einen erfolgreichen Anwalt, der in einem Zug erschossen wird. Kurz darauf stirbt ein weiterer bekannter und einflussreicher Mann, scheinbar Selbstmord. Doch Brunetti entdeckt bald darauf die gesellschaftlichen Verbindungen zwischen diesen Männern. Bald findet er sich wieder inmitten von Zwangsprostitution, Frauenhandel und Gewaltvideos, die weltweit verkauft werden sollen.
Schade finde ich allerdings, dass man bereits recht früh (nicht zuletzt auch wegen des Titels) weiß, wer der Mörder ist - und somit ein bisschen Spannung verloren geht.
Dennoch: ein gelungener Krimi mit Commissario Brunetti. 4 von 5 Punkten.