Ich besaß das Stativ ein halbes Jahr. Besonders bei einer mehrtägigen Bergtour konnte ich es stärker austesten. Für das Stativ spricht die ziemlich große Grundhöhe ohne ausgefahrene Mittelsäule, für mich der Grund für das 660er und gegen das 560er. Die Mittelsäulenkurbel ist zwar nett, aber nicht nötig, da sie leichtgängig genug ist um sie einfach per Hand rauszuziehen und in die gewünschte Höhe zu bringen. Dann muss sie nur mehr arretiert werden. Das Stativ wird mit ausgefahrener Mittelsäule ein klein wenig wackelig.
Für seine Größe ist das Stativ ziemlich leicht. Das war mir auch einmal ein Nachteil, als auf einem Bergkamm der mittelstarke Wind das Stativ umwarf, obwohl ich die größtmögliche Standfläche, sprich komplett ausgefahrene Standbeine hatte.
Auf der Bergtour ging mir die Libellenwaage einfach so verloren ging (kalte Nächte, warme Tage > Kleberermüdung?).
Der größte Mangel an dem Stativ ist für mich konstruktionsbedingt. Ich fotografiere gerne Panoramen und da ist eine gute Ausrichtung des Stativs wichtig. Bis man das Stativ auf unebenem Untergrund in eine absolut senkrechte Position gebracht hat, ist es eine ziemliche Spielerei mit den Beinlängen und die Libelle ist nicht sehr präzise. Bei meinem Stativ kam dazu, dass die Hochformatfunktion des Kopfes weiter als 90° ging > schiefe Bilder bzw. manuelle Einrichtung.
Erfahrungstipp: Die Streben zur Mittelsäule hin sollte man immer ganz unten einrasten lassen. Erst dadurch wird es wirklich stabil. Ich denke das ist bei der gesamten Baureihe so.