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Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer Sicht.
 
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Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer Sicht. [Gebundene Ausgabe]

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Gebundene Ausgabe, 1982 --  


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Stuttgart : Ulmer, (1982)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: 3800134284
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Heinz Ellenberg
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Im Jahr 1963 ist das Werk "Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen, in kausaler, dynamischer und historischer Sicht" erstmalig erschienen und schnell als "der Ellenberg" zum Begriff geworden. Nun ist das bisherige Ein-Mann-Werk" von Christoph Leuschner vollständig überarbeitet und stark erweitert worden.

Der Botaniker und Landschaftsökologe Heinz Ellenberg ist einer der Wegbereiter der mitteleuropäischen Vegetations-Ökologie, Pflanzen-Soziologie und Standortskunde. In mitteleuropäischen Breiten sind die "Zeigerwerte nach Ellenberg" seit den 70er-Jahren als Klassifikationsverfahren für mitteleuropäische Pflanzen wie auch für Hinweise auf Bodenbedingungen bekannt und bewährt. In vielen Tabellen des Buches sind diese Zeigerwerte mit angegeben und in Kapitel 27 ausführlich erläutert.

Doch in diesem gewichtigen Buch geht es umfassender um die Vegetation Mitteleuropas vom "Salzstrand" von Nord- und Ostsee bis zur nivalen Stufe und dem ewigen Eis der Alpen, genauer: um die Standorte der Vegetationseinheiten, die durch ihre typische Artenkombinationen gekennzeichnet sind, um eine Gesamtschau der Vegetationsökologie. Bis zur 5. Auflage war dies ein mustergültiges Standardwerk, aber ein "Ein-Mann-Werk" geblieben. Nun, in der 6. Auflage hat Christoph Leuschner mit zahlreichen Fachkollegen den Klassiker auf den neuesten Stand gebracht, anders gegliedert, und mehr als 280 Abbildungen und 100 Tabellen dazugestellt.

Der Band thematisiert die Ökologie der pflanzlichen Lebensgemeinschaften und die Ökosysteme Mitteleuropas aus botanischer Sicht. Sehr ausführlich geht es um Wälder und Gebüsche wie auch um gehölzarme und gehölzfreie Formationen, zu denen Binnengewässer, Moore, Dünen, Salzstellen gehören, aber auch die Lebensgemeinschaften der alpinen und nivalen Höhenstufe. Doch auch der Mensch hat solche Formationen geschaffen wie Wirtschaftswiesen oder naturferne Forsten. Das Werk geht auch auf die Entstehung jener Pflanzendecke ein und auf die aktuellen Einflüsse des Menschen, ist doch Mitteleuropa eine alte Kulturlandschaft. Als ein Beispiel für solch dargestellten Einfluss kann der Zusammenbruch der Ackerwildkraut-Populationen innerhalb für die Natur kurzer Zeit angeführt werden, die der Mensch zu verantworten hat.

Bei der Lektüre des Buches muss - wie bereits Ellenberg betonte - "eine ausreichende Pflanzenkenntnis vorausgesetzt werden", denn die erwähnten Arten können angesichts der breiten Thematik auch nicht kurz beschrieben werden und es ist selbstverständlich, dass keine deutschen Artnamen im Text und in Listen genannt werden, sondern die wissenschaftlichen Bezeichnungen.
Aspekte der Mykologie und der Tierökologie und ihr Zusammenspiel mit der Pflanzenökologie sind ausdrücklich nicht Thema des Buches - von diesen Großthemen gibt es bislang ja auch gar keine derartige Gesamtschau wie in diesem Band, die Vorbedingung dafür wäre.

Die große Stärke des Buches sind die übersichtlichen und faktenreichen Beschreibungen zusammen mit den vielen detaillierten Abbildungen und Tabellen als Zusammenschau des bisherigen Wissens um diese Zusammenhänge. Es sind ab und zu auch besonders für die Praxis brauchbare "Häppchen" dabei, wie z.B. eine Zusammenstellung der Laubblätter unserer Weidenarten zum raschen Bestimmen. Das umfangreiche Werk ist jedoch kein Lehrbuch der Botanik wie es der Strasburger ist, es ist auch kein Bestimmungsbuch und kein Buch für Einsteiger, aber ein wichtiges Nachschlagewerk für viele Berufsgruppen, Studierende und Interessenten, das in der Neuauflage gewaltig gewonnen hat.

Ellenberg, H. & Leuschner, C. (2010): Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen. In ökologischer, dynamischer und historischer Sicht. 6., erweiterte Aufl. 2010. 1334 Seiten, 716 Abbildungen, 6 Karten, 203 Tabellen, gebunden, ISBN 978-3-8252-8104-5.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein Klassiker 16. September 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Bibel der Vegetationsökologie sollte nicht nur für jeden Biologen, Förster, Landwirt, Umweltpolitiker, oder wer auch immer beruflich mit der Natur zu tun hat, eine Pflichtlektüre sein, sondern ich würde sie jedem naturinteressierten Menschen ans Herz legen. Zugegeben, das sind heute nicht mehr viele, denn wer heute seine Freizeit in der Natur verbringt, tut das meistens um sportliche Höchstleistungen zu vollbringen: Laufen, Mountainbiking, Klettern... Da bleibt keine Zeit um auf die Pflanzen links und rechts des Weges zu schauen. Dabei wäre Ellenbergs Buch gerade für Mountainbiker sehr interessant, weil ihnen dann klar würde, dass sie keineswegs die Umweltsünder sind, als die sie von Konkurrenten wie Jäger, Förster und Wanderer gerne hingestellt werden. Denn wenn einmal ein Grashalm umgefahren wird, ändern sich dadurch nicht die Standortfaktoren, und schon gar nicht wird die Pflanzengesellschaft dadurch beeinflusst. Letzteres machen die Land- und Forstwirte in groß angelegtem Stil, und von der Umweltzerstörung durch Zersiedelung brauchen wir gar nicht reden.

Freilich ist ein wissenschaftlich korrektes Werk nicht immer leicht zu verstehen, doch in der letzten Auflage war Ellenberg noch sehr um eine Verbesserung bemüht. So schreibt er auf S. 19: "Wo irgend möglich, verwende ich deutsche Pflanzen- und Gesellschaftsnamen. Doch sind diese oft nicht eindeutig [...]" - was nur allzu wahr ist, denn z.B. nennt er Leucojum vernum "Märzenbecher", während man hierzulande mit Märzenbechern die gelben Narzissen meint (für Leucojum vernum kannte ich nur "Frühlingsknotenblume").

Letztlich wird es für den Leser egal sein, ob im Buch vom Waldmeister oder von Galium oderatum die Rede ist, solang er sich unter beidem nichts vorstellen kann. Bevor man mit Ellenbergs Buch etwas anfangen kann, sollte man - mit einer Exkursionsflora und einer guten Lupe bewaffnet - einige Ausflüge in die Natur gemacht und die häufigsten Arten bestimmt haben, damit man überhaupt weiß, wovon er redet. Dann aber vermittelt er ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur.

Die letzte, 5. Auflage ist mittlerweise schon ein paar Jahre her, es wird aber keine Überarbeitung mehr geben, denn der Autor verstarb kurz nach der Fertigstellung dieser Auflage. Es ist beachtlich, dass er in seinem hohen Alter noch so viel Neues darin einbringen konnte. U.a. räumte er mit der Mär vom Waldsterben auf. Auch den Klimawandel versuchte er sachlich zu betrachten, statt wie heute üblich mit willkürlichen Prognosen Horrorszenarien an die Wand zu malen. Von geringen nomenklatorischen Änderungen und invasiven Neophyten abgesehen, wird das Buch in den nächsten Jahren sicher nichts an Aktualität verlieren.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Wann immer man es in der Botanik, oder Ökologie mit einer Pflanzengesellschaft zu tun bekommt führt kein Weg an diesem Buch vorbei. Ein jeder der Botanik zum Hauptfach wählt sollte dieses Buch im Schrank haben. Grundlegender als all seine Nachahmer beschreibt Ellenberg die Gesellschaften mit all ihren Formen. Dazu gehören auch die Auflistung der zu findenen Pflanzen und Beispiele, wo die entsprechenden Gesellschaften zu finden sind. Ein essentiellens Handwerkszeug zur Benennung der vorgefundenen Strukturen. Selbst bei "einfachen Aufgaben", wie die Auswertung einer Praktikumsarbeit an Transekten oder die gründliche Ausarbeitung eines Exkursionsprotokolls . Die aus diesem Buch zu entnehmenden Informationen geben Einblick in den pflanzensoziologischen Hintergrund des Vorgefundenen und seiner Einordnung. Natürlich muß man die Kritik anbringen, in wie weit diese Gesellschaften in ihrer beschriebenen Reinform jemals so vorzufinden sind. Dennoch werden die Gesellschaften von der heutigen Wissenschaft entsprechend angsprochen und man wird als Student nicht umhin kommen es dem gleich zu tun. Man darf auch nicht vergessen welch gründliche Untersuchungen diesem Werk vorangegangen sein müssen um eine entsprechende taxonomische Wertung der Gesellschaften zu gestatten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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