"Vegetarisch leben" ist ein schönes und vielfältiges Einsteigerbuch in den Vegetarismus, das aber auch für Vegetarier/innen empfehlenswert ist, die sich mit neuen, bisher vielleicht noch nicht bekannten Aspekten des Vegetarismus befassen möchten.
Nicht nur der gesundheitliche Aspekt einer fleischlosen Ernährung wird behandelt, sondern auch die wirtschaftliche und ökologische Notwendigkeit: Die Autoren befreien von dem Irrglauben, Fleisch sei ein notwendiger Bestandteil der menschlichen Ernährung, schlagen vielmehr mit ihren Fäusten auf den Tisch: Denn kaum jemand weiß, dass Fleisch Gifte enthält, die ähnlich wie Nikotin und Koffein auf den menschlichen Körper wirken.
Sie machen auf Massentierhaltung und andere Methoden der Tierquälerei aufmerksam, die zwar schon lange kein Geheimnis mehr sind, doch erfährt darüber hinaus, dass man mit einer vegetarischen Lebensweise den Hunger auf der Welt beseitigen kann. Der Regenwald schrumpft stetig, das ist allseits bekannt, doch wer hätte gedacht, dass die hohe Fleischproduktion mit für die Klimaerwärmung verantwortlich ist?
"Vegetarisch leben" beschäftigt sich darüber hinaus mit ethischen Gründen, vegetarisch zu leben, sowie mit dem Stellenwert des Vegetarismus in den verschiedenen Weltreligionen. Und siehe da: Nicht nur im Buddhismus und im Islam ist eine fleischlose Ernährung sehr willkommen, sondern - und vor allem - auch im Christentum.
Die Auseinandersetzung zum Thema Karma hätte kürzer ausfallen können; auch die Auflistung der Promi-Zitate. Doch wichtig ist die Botschaft: Vegetarismus ist nicht nur eine empfehlenswerte, sondern eine notwendige Lebensweise. Sie dient sowohl dem Tier- als auch dem Umweltschutz und damit dem Menschen. Jede/r Einzelne kann dazu beitragen, indem er oder sie bei sich selbst anfängt. "Vegetarisch leben" ist zu Recht nun in der 8. Auflage erschienen, die bestimmt nicht die letzte sein wird.
Daniela Tannebaum, Vegetarierbund Deutschland e.V. (www.vebu.de)