Der Untertitel "Vollwertige Rezepte aus nah und fern" trifft den Kern des Buchs genau - Suzanne Barkawitz präsentiert darin eine bunte Mischung von Rezepten, die mal vertraut, mal exotisch klingen. Die Rezepte sind teilweise von der Küche Indiens, Mexikos, Japans, Chinas oder Griechenlands inspiriert wie die klangvollen Namen "Fladenbrot mit Hummus bi Tahina", "Chili con Tofu" oder "Hirseauflauf mit Yaki-Nori" zeigen. Aber auch bodenständige, rustikal anmutende Rezepte finden sich in diesem Buch wie z.B. die "Sämige Möhren-Rote Beete-Suppe" oder die "Selleriepuffer". Die Zusammenstellung der Rezepte ist abwechslungsreich und verbindet Bekanntes mit neuen Ideen.
Das Buch ist übersichtlich gegliedert und enthält im ersten Teil eine kurze Zusammenfassung der Gründe für den Veganismus (die meiner Meinung nach in einem Kochbuch nicht unbedingt erforderlich ist) und des Weiteren eine Aufstellung von Lebensmittelgruppen, die in der veganen Küche Verwendung finden: Hülsenfrüchte, Getreide, Sojaprodukte und Seitan, Meeresgemüse und nicht zuletzt Gewürze. Insbesondere letztere finden in den Rezepten vielfältige Verwendung, mit Salz und Pfeffer allein ist es in der Regel nicht getan, um in den Genuss der Speisen zu kommen.
An diesen ersten Teil des Buchs schließt sich dann der Rezeptteil an. Gut gegliedert, präsentiert er Ideen aus verschiedenen Bereichen der Küche wie "Frühstück", "Brotaufstriche", "Suppen", "Schnelle Gerichte" oder "Pikantes Gebäck". Neben aufwändigeren Rezepten, die nach einer Vielzahl an Zutaten verlangen, stellt Suzanne Barkawitz auch einfachere Rezepte vor. Langeweile dürfte kaum aufkommen, wenn man die Speisen nachkocht und zudem sind die meisten Rezepte - wie der Titel schon erklärt - vollwertig und gesund. Leider enthält das Buch keinerlei Fotos, sondern ist zur Auflockerung lediglich hin und wieder mit ein paar schwarz-weiß Zeichnungen versehen. Dennoch: Es ist der Inhalt, der zählt und hier erhält der (Hobby-)Koch einige interessante Anregungen.