Ich liebe diese Fotos! Und das seitdem ich 8 Jahre alt bin und meine erste Postkarte mit einer Fotografie von ihm in den Händen hielt. Heute bin ich 22 und wäre vor Glück fast hintenüber gefallen, als ich den dicken Band in der Buchhandlung sah.
Vavra versteht es wunderschöne, poetische und nicht alltägliche Pferdebilder zu fotografieren. Dieses Buch ist eine gelungene Zusammenfassung der schönsten Fotografien, die in seinem Leben entstanden sind. Den Bildern (Hochglanz, vollseitig, bzw. doppelseitig) wurden passende Pferde-Zitate beigefügt. Erklärende Texte als Einstieg in die einzelnen Kapitel, die die Entwicklung seines Schaffens beschreiben, runden das Buch ab.
Wer sich von Momentaufnahmen mit Pferden inspirieren lassen möchte, sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen. Meiner Meinung nach erzeugt Vavra in seinen Bildern viel mehr Tiefe als zum Beispiel Gabrielle Boiselle, die hierzulande für ihre Pferdefotografien bekannt ist. Vergleichen kann man ihn deshalb mit keinem anderen Fotografen. Er hat seine ganz eigene Art Pferde abzubilden.
Während zum Beispiel Yann Arthus-Bertrand (Pferde) sehr prägnante, körnige Bilder macht, die wie künstlerische, ehrliche, kantige Bestandsaufnahmen wirken (à propos: Sein Bildband ist ebenfalls sehr zu empfehlen.), ist Vavra eher jemand, der in die Seele der Pferde blickt, ihre Freiheit, Schönheit, Perfektion, ihr ganzes Wesen in einem traumähnlichen Ambiente visualisiert, aber in manchen Bildern auch die Rolle des Menschen zeigt, der mal Begleiter, mal Tyrann, mal beides ist. Es sind Bilder fast epischen Ausmaßes, die jedoch nicht kitschig wirken.
Mein Rat also: Kaufen und dann ab aufs Sofa und Bilder und Texte so lange geniessen bis man sich vollkommen mit ihnen vollgesogen hat. -Viel Spaß dabei!