Sechsundzwanzig Menschen als 13 Paare hat die Fotografin Ute Karen Seggelke in diesen Bild- und Erzählband aufgenommen.
In getrennt voneinander geführten Interviews beschreiben ein Elternteil und die Tochter die jeweiligen Erfahrungen, welche sie miteinander, beieinander und füreinander gemacht haben. Die Darstellungen sind sehr offen und zeugen von einer gewissen Abgeklärtheit.
Man akzeptiert sich und begegnet sich mit gegenseitigem Respekt. Alle Interviewpartner/-innen lassen die Lesenden an ihren Lebenswegen sehr einfühlsam teilhaben, ohne die ein oder anderen Umwege und Abwege zu verschweigen.
Die Konstellationen sind hierbei äußerst unterschiedlich. Von der leiblichen, zur angenommenen bis hin zur Stieftochter werden die Lebensläufe und Verbindungen zueinander offensichtlich.
Allen gemein ist ihr Wirken in der Öffentlichkeit in sehr unterschiedlicher Weise. Dabei handelt es sich um wirtschaftliche, rechtliche, politische, kulturelle, handwerkliche, künstlerische Aufgabenstellungen.
So kommen Menschen wie Fintrop, Krökel, Hagena, Gross, Theodorescu oder auch Müntefering zur Sprache.
Die Fotographien drücken die charakteristischen Persönlichkeiten der „Darsteller/-innen" sehr treffend aus, welche auch in gemeinsam abgebildeten Fotos hervorragend Geltung kommen.
Man spürt in diesem Band immer die besondere Nähe der Autorin zu den Menschen, ohne dass man den Eindruck der Heroisierung oder Abgehobenheit empfindet.
Es ist geglückt, die Lesenden zur vertieften Auseinandersetzung aufzurufen: Zu welchem Elternteil habe ich eine besondere Beziehung gepflegt, was hat mich geprägt und wo grenze ich mich ultimativ ab?
In diesem Sinne ist dieses gelungene Werk eine fabelhafte Fortsetzung der „Seggelke-Serie", welche mit „Schwestern", „Frauen über 50" und „Freundinnen" markante Zeichen gesetzt hat, persönliche Weiblichkeit frei und überzeugt zu leben: beieinander, miteinander und füreinander!!!
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