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Vaterland ohne Väter
 
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Vaterland ohne Väter [Gebundene Ausgabe]

Arno Surminski
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 455 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover; Auflage: 1. (1. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550086040
  • ISBN-13: 978-3550086045
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 576.847 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Arno Surminski
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Rebeka Lange, geborene Rosen, ist 60 Jahre und hat keinen Vater. Im Grunde hat sie nie einen gehabt. Denn Robert Rosen ist am Tag ihrer Geburt, am 31. Januar 1943, in Russland gefallen. Rebeka ist eine von Millionen deutschen Soldatenkindern, für die der Vater nicht mehr als eine fast unwirkliche Erzählung der Mutter war.

In Vaterland ohne Väter macht sich Rebeka auf die Suche nach den letzten Wochen des Vaters im Soldatenmantel. Sie lässt die Zeit von seiner Jugend in Ostpreußen bis an die Front an Hand von Tagebucheintragungen und Briefen lebendig werden. Am Ende steht die versöhnliche Gewissheit, dass die Menschlichkeit in den Schützengräben des 2. Weltkriegs keineswegs ermordet worden ist, sondern als Phoenix aus der Asche der Schlachten auferstand. „Ich suchte Mörder und fand Menschen“, schreibt Rebeka am Ende des Romans in die Todesanzeige zur Erinnerung an ihren Vater. Das deckt sich mit den Botschaften echter In-Memoriam-Anzeigen aus dem Jahr 2003, die Arno Surminski seinem Buch in einem Anhang mitgegeben hat.

In seinem beeindruckenden Antikriegs-Epos spannt Surminski den Bogen von den 40er Jahren zurück bis zu den Napoleonischen Kriegen und dem Marsch des französischen Feldherrn gen Moskau 1812, der ebenfalls im blutigen Debakel endete -- ein naheliegender Gedanke, der in Vaterland ohne Väter aber mit logischer Konsequenz und erzählerisch schlüssig entwickelt wird. „Alle Kriege sind miteinander verwandt. Einer zieht den anderen nach sich wie eine Krankheit“, heißt es an einer Stelle des Romans. Eindringlicher als in Vaterland ohne Väter hat diese Erkenntnis schon lange kein deutscher Roman mehr illustriert. --Stefan Kellerer

Pressestimmen

»Vielschichtig, farbig, spannend, ein Zeitdokument!« Welt am Sonntag Zu Sommer vierundvierzig:»… dieses wundervolle Buch, das dem Gang der Geschichte, die für Surminski eine Geschichte von und für Menschen ist, das letzte Wort zuweist.« DIE WELT

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Arno Surminski hat den vielen Opfern der Kriege, insbesonder des 2. Weltkrieges, eine Stimme verliehen, die jeder hören (lesen) sollte. Dieses Buch trägt auf authentische Weise zur Vorbeugung gegen Verführung und falsche Illusionen über das Kriegshandwerk bei. Es ist intelligent gemacht und lässt nicht mehr los. Es geht fast jeden an, da auch nach 70 Jahren noch in sehr vielen Familien die Nachwirkungen dieses grauenhaften Krieges und der Ära schlimmster Unrechtszustände zu spüren sind. Mein tiefster Dank und große Hochachtung für Herrn Surminski! Dieses Buch werde ich auch meinen Kindern empfehlen.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ulf Borkowski VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
"Vaterland ohne Väter" ist ein beindruckender Roman, der sowohl den Eltern ohne Väter, als auch den Enkeln ohne Großväter, gewidmet ist.

Die soeben pensionierte Rebeka Lange begibt sich auf Spurensuche nach ihrem unbekannten Vater, Robert Rosen, der am Tag ihrer Geburt am 31. Januar 1943 in Rußland gefallen ist. Anhand der Kriegstagebücher ihres Vaters, sowie eines Kameraden nähert sich Rebeka ihrem unbekannten Vater an und findet einen jungen Mann in einem grausamen Krieg, der so gar nicht in das Bild der vermeintlichen Tätergeneration paßt. Ein Mann der seine ostpreußische Heimat verlassen muß, seine noch frische Liebe und sein Elternhaus, um in einen Krieg zu ziehen, den er kaum verstehen kann, der gegen Menschen kämpft, die er nicht hassen kann, der geliebte Kameraden sterben sieht, bis er selbst auf groteske Art Opfer dieses Krieges wird.

"Vaterland ohne Väter" ist ein wichtiges Buch, nicht nur für die Nachkriesgeneration, auch für die Generation der Enkel. Nach Jahrzehnten der systematischen Dehumanisierung einer ganzen Generation wurde es Zeit, das diejenigen die diesen Krieg erlebten und vielleicht auch überlebten als das gesehen werden dürfen, was sie waren: Menschen in einem unmenschlichen Krieg, nicht nur Täter, sondern auch Opfer einer verführten Generation.

Kaum passender läßt Surminski seinen Roman mit einer Erinnerungs-Anzeige mit den Worten "Ich suchte Mörder und fand Menschen." enden.

Viele mögen in der fiktiven Geschichte der Rebeka Lange ein Stück ihrer eigenen Familiengeschichte wieder finden, so fiel mein eigener Großvater zwei Monate vor der Geburt meiner Mutter (die im übrigen ebenfalls sehr beeindruckt war von diesem Buch ist). Aber auch ohne diesen Hintergrund ist "Vaterland ohne Väter" geeignet, sich jenseits der einseitigen medialen eine differenziertere Bewertung einer ganzen Generation zu bilden. Ein Buch, das sicherlich geeignet wäre, im Schulunterricht gelesen zu werden.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mit seinen verschiedenen Erzählerpositionen gelingt es Arno Surminski m.E. hervorragend, sowohl die Zeitgenossen der Protagonisten als auch die nachfolgenden Generationen für das Schicksal der ohne Väter aufwachsenden Nachkriegskinder zu interessieren.
Ich selbst gehöre deutlich der Nachkriegsgeneration an. Die Thematik betrifft mich jedoch insofern, als daß der ältere Bruder meines Vaters mit gerade 19 Jahren und nur sechs Wochen Fronterfahrung an der Ostfront als vermißt gemeldet wurde.
Seit ich das Buch vor zehn Tagen zu Weihnachten geschenkt bekam, habe ich es in nur wenigen, großen Teilabschnitten gelesen.
Surminski bringt dem Leser die Romanfiguren emotional nahe, ohne daß er aus meiner Sicht irgendwo in Sentimentalität oder gar Kitsch abzurutschen droht.
Meinen Eltern, die ihre Kindheit vor und während des Krieges verbrachten, habe ich das Buch mit dem Hinweis gegeben, sie sollen sich vorher überlegen, ob sie es lesen wollen.
Denn ich kann mir vorstellen, daß ihnen als Zeitzeugen die Schicksale noch näher gehen als mir.
Den fünften Rezensions-Stern habe ich allerdings erst nach längerer Abwägung gewährt, da die anfangs erwähnten unterschiedlichen Positionen ein gewisses "Einlesen" in den Roman erfordern.
Dies könnte den Einen oder Anderen vorzeitig zum Weglegen animieren.
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Die neuesten Kundenrezensionen
2.WK, Russslandfeldzug
Das Buch legte ich erst aus der Hand, als ich`s durch gelesen hatte;
ich fand es sehr gut, spannend, nachvollziehbar und realistisch;
müsste zur... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Januar 2010 von Gabriele Schulz
Tief bewegend
Ich habe das Buch gestern zu Ende gelesen und bin noch immer emotional mitgenommen davon, dass es mir schwer fällt, eine objektive Rezension dazu zu schreiben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Februar 2008 von Ted Mönnig
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Im Süden Russlands stehen große Dinge bevor. Wenn wir das Industriegebiet am Donez und die Ölquellen des Kaukasus haben, ist Deutschland unbesiegbar. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Mai 2007 von bernsteinsucher
Persönlich und anrührend
Die Geschichten von Surminski sind häufig zweitgeteilt: auf einer aktuellen Ebene läuft die Rahmenhandlung, die Vergangenheit ist aber der eigentliche Inhalt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Februar 2007 von Philip Düwel
Ein wichtiges und gutes Buch
"Vaterland ohne Väter" ist eins der eindringlichsten und bewegendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Und eins der wichtigsten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Februar 2007 von C. Zöller
bis jetzt
hat mich Ostpreußen nie interressiert, eher im Gegenteil: Das Thema war ein rotes Tuch für mich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. November 2004 von LucyWeston
70 Jahre und kein bißchen leise!
Arno Surminski hat sich selber übertroffen und mit seinem aktuellen Roman ein Meisterwerk geschaffen . Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. August 2004 von doncorleone
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